Ecker und Mohr beschenken sich selbst: 5,86 Meter und 5,71 Meter - Leverkusen


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Ecker und Mohr beschenken sich selbst: 5,86 Meter und 5,71 Meter

Veröffentlicht: 20.07.2006 // Quelle: TSV Bayer 04

Der eine schoss mit seiner besten Höhe seit seinem Sechs-Meter-Sprung im Februar 2001 auf Rang zwei der Europäischen Bestenliste hinter dem Kölner Tim Lobinger (5,90 m) vor, der andere mit seiner Steigerung um elf Zentimeter auf Rang zwei der weltweiten U23-Liste hinter dem US-Amerikaner Tommy Skipper (5,79 m): Stabhochspringer Danny Ecker, mit 5,86 Metern Sieger des Leichtathletik-Meetings im belgischen Lüttich, und der knapp 20-jährige Malte Mohr als Vierter mit 5,71 Metern, haben sich am Mittwoch selbst vorzeitig die schönsten Geburtstagsgeschenke gemacht und die Rangfolge im deutschen Stabhochsprung mächtig durcheinander gewirbelt.

„Dannys Leistung war phänomenal. Der Sprung ist für ihn wie eine Erlösung gewesen“, berichtete Trainer Leszek Klima, der dem ansonsten trainerlosen Ecker bei den Technikeinheiten unterstützt. Zahlreiche Verletzungen hatten den Sohn von Doppel-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl in den vergangenen Jahren immer wieder zurückgeworfen, dabei galt er schon lange als eines der größten Talente der deutschen Leichtathletik. Nun beschenkte sich der Olympia-Fünfte zwei Tage vor seinem 29. Geburtstag selbst und hofft wieder auf Höhenflüge, die ihn vielleicht erneut über 6,00 m tragen.

Eckers Bestleistung unter freiem Himmel steht seit 1998 bei 5,93 Metern, in der Halle schaffte er im Februar 2001 als erster Deutscher unterm Dach 6,00 Meter. Höher als jetzt in Lüttich war der BWL-Student unter freiem Himmel zuletzt im August 2000 gekommen, als er in Brüssel 5,90 Meter überquert hatte. „Ich freue mich riesig für Danny, aber eine Änderung im EM-Team wird dieses Ergebnis nicht zur Folge haben“, sagte Bundestrainer Jörn Elberding, der bei den kontinentalen Titelkämpfen weiter auf den Kölner Hallen-WM-Dritten Tim Lobinger, den Deutschen Meister Lars Börgeling und Vizemeister Richard Spiegelburg (beide Leverkusen) setzt: „Bei den Meisterschaften haben sich diese Drei unter schwierigen Bedingungen durchgesetzt, deshalb sind es die drei Richtigen, auch wenn ich jetzt sechs Leute mitnehmen könnte.“

Denn auch Malte Mohr hat nun die EM-Norm. Für den Athleten aus der laut Elberding „stärksten U23-Truppe der Welt“, die in Leverkusen von Leszek Klima betreut wird, waren die 5,71 Meter der vorläufige Höhepunkt eines wundervollen Jahres. In diesem steigerte er sich von 5,30 Metern kommend um 41 Zentimeter, davon allein um elf in Lüttich. Den Erfolg quittierte er fünf Tage vor seinem 20. Geburtstag mit einem kurzen Aufschrei: „Ich bin keiner, der dann so richtig aus sich herausgehen kann“, sagt der Gymnasiast, der im nächsten Jahr sein Abitur machen will.

Nach erfolgreich gemeisterter Bestleistung versuchte sich der Mann mit dem Fernziel Olympia 2008 in Peking noch an 5,81 Metern. „Aber da hatte ich dieses Mal noch keine Chance.“ In den vergangenen beiden Jahren konnte der im Herbst vom TV Wattenscheid nach Leverkusen gewechselte Mohr nur wenige Starts unter freiem Himmel machen, da er ein Ödem im Knochen des linken Fußes hatte, eine Vorstufe eines Ermüdungsbruchs. „Jetzt ist alles wieder in Ordnung, auch wenn wir schonend vorgehen müssen“, so Coach Klima.

Große Freude über die Leistungssteigerung von Mohr herrschte bei Elberding: „Endlich kommt Bewegung in unsere Disziplin und die Arivierten müssen sich warm anziehen. Jetzt werden in den kommenden Jahren wohl Höhen von 5,70 Metern nicht mehr reichen, um sich für internationale Meisterschaften zu qualifizieren.“

Zeitgleich zum Meeting in Lüttich gewann Hallen-Weltmeister Brad Walker in Jockgrim bei Karlsruhe das dortige Stabhochsprung-Meeting mit 6,00 Metern. Der US-Boy überquerte als zwölfter Springer unter freiem Himmel und als 14. insgesamt die magische Marke. Lars Börgeling belegte mit 5,53 Metern Rang sechs.

Die kompletten Ergebnisse gibt es unter www.leichtatletik.de (Jockgrim) und www.meetingliege.be (Lüttich).


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