Stadtplan Leverkusen
24.07.2003 (Quelle: Polizei)
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Unter Gewaltandrohung Konten geplündert


Nach wochenlangen Ermittlungen ist es der Kriminalpolizei Leverkusen gelungen, eine Tätergruppe zu überführen, die mit ihren Straftaten einen Gesamtschaden von mindestens 200.000,-EUR verursacht hat.

Im Rahmen anderer Ermittlungen kamen die Beamten einem 21-jährigen Angehörigen einer Leverkusener Großfamilie und einem 19-jährigen Mittäter auf die Spur. Seit mehreren Monaten war es den beiden gelungen den Geschädigten mit einem Trick das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei scheuten sie sich auch nicht massive Gewaltdrohungen auszusprechen, wenn die Angesprochenen sich weigerten.

Die beiden Tatverdächtigen sprachen in Leverkusen und Umgebung Jugendliche an und gaben vor, eine Möglichkeit gefunden zu haben, mit deren EC-Karte einzukaufen, ohne dass das Konto belastet würde. Dabei erklärten sie, dass sie einen Bekannten bei der entsprechenden Bank hätten, der das System manipulieren könne. Wenn sich die Angesprochenen weigerten oder aufbegehrten, wurden ihnen Repressalien angedroht. Dabei reichten die Drohungen bis zum Mord.

In einem Fall hielten sie einem Geschädigten ein Messer vor und drohten damit, ihn "aufzuschlitzen" oder ihm die Ohren abzuschneiden.
In einem anderen Fall hielten sie dem Opfer eine Pistole vor und gaben an, ihn zu erschießen, wenn er sich weigere. Die Opfer waren durch diese massiven Drohungen derart ängstlich, dass keiner von ihnen sich traute, eine Anzeige zu erstatten.

Die so eingeschüchterten Zeugen kauften dann in Begleitung der beiden Tatverdächtigen in verschiedenen Geschäften hochwertige Gegenstände im Wert von bis zu 11.500,-EUR und händigten sie den beiden aus. Die Beute wurde entweder einem 32-jährigen Hehler aus Köln übergeben oder die Tatverdächtigen behielten sie für sich.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen geht die Leverkusener Polizei davon aus, dass das Duo in mindestens 50 Fällen mit dieser Masche gearbeitet hat. Da bisher aber nur wenige Anzeigen vorliegen, bittet die Polizei die Opfer sich unter der Telefonnummer 0214/377-0 zu melden und eine Anzeige zu erstatten.

Bei verschiedenen Durchsuchungen konnte die Polizei zahlreiche Beweismittel und widerrechtlich erlangte Gegenstände sicherstellen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln wurden die beiden Tatverdächtigen, die bei der Polizei keine Unbekannten sind, am Mittwoch einem Richter am Amtsgericht Leverkusen vorgeführt, der wegen schwerem Raub und räuberischer Erpressung die Untersuchungshaft anordnete. Der 32-jährige Hehler aus Köln befindet sich zur Zeit auf der Flucht.


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Letzte Änderung am 31.07.2011 17:59 von leverkusen.
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