Die BAYER GIANTS Leverkusen konnten das letzte Spiel der Hinrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 nicht erfolgreich gestalten und unterlagen in der heimischen Ostermann-Arena den HAKRO Merlins Crailsheim knapp mit 71:79.
Der ProB-Meister von 2025 bleibt damit weiterhin auf der Suche nach der Erfolgsformel in der Liga. Vor 1.611 Zuschauern in Leverkusen zeigten die Farbenstädter in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Aufholjagd, die beinahe die Wende gebracht hätte, am Ende jedoch unbelohnt blieb.
Die Gäste aus Crailsheim, die als Spitzenmannschaft auftraten, machten von Beginn an klar, wer an der Bismarckstraße den Favoritenstatus innehatte. Angeführt von Vincent Shahid (18 Punkte) und Neuzugang Xavier Johnson (zehn Zähler) setzten sich die Baden-Württemberger schnell ab (11:21 nach zehn Minuten).
BAYER-Headcoach Michael „Mike“ Koch musste nach der Partie unumwunden eingestehen: „Wir haben den Start leider verschlafen und hatten arge Probleme mit der eigenen Wurfquote.“
Auch der zweite Durchgang brachte für die „Riesen vom Rhein“ keine Besserung. Crailsheim nutzte die Wurfschwäche der Hausherren aus und baute die Führung kontinuierlich aus. Mit einem Rückstand von 24:39 ging es für die BAYER GIANTS Leverkusen in die Kabine – eine Hälfte zum Vergessen für die Offensive.
Nach der Pause schien das Spiel früh entschieden, als Brock Gardner den Vorsprung der Gäste auf stolze 20 Punkte ausbaute (26:46 / 22. Spielminute). Bei der GIANTS-Anhängerschaft machte sich pure Ernüchterung breit.
Doch die „Giganten“ zeigten Moral: Angeführt von Kobe Langley, der drei Dreier in Serie versenkte, starteten die Leverkusener die Aufholjagd. Der Abstand schmolz sukzessive. Ein Korbleger von John Williams Jr. sorgte in der 28. Minute für den Anschluss zum 49:51 und ließ die Ostermann-Arena toben. Das dritte Viertel endete mit 50:57.
Für Sören-Eyke Urbansky, Ricarco Lynch & Co. war im Schlussabschnitt noch alles möglich. Trotz des Kampfes des 14-maligen Deutschen Meisters scheiterte die komplette Wende. Entweder stoppten eigene Fehler die Angriffe oder die Merlins konterten umgehend. Am Ende konnte der Rückstand nicht mehr aufgeholt werden, die BAYER GIANTS Leverkusen unterlagen mit 71:79. Das Publikum würdigte die gezeigte Leistung ihrer Mannschaft dennoch mit anerkennendem Beifall.
Topscorer der GIANTS Leverkusen waren Kobe Langley (15 Punkte), gefolgt von Ricardo Lynch (14), Donte Nicholas (13) und Luca Finn Kahl (12).
Coach Mike Koch zog trotz der Niederlage ein positives Fazit zur zweiten Hälfte: „Die erste Hälfte war von unserer Seite überhaupt nicht gut. Dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Wie wir uns aufgerappelt haben und am Ende sogar noch die Chance auf den Sieg hatten, ist aller Ehren wert.“
Für Koch beweist der Kampfgeist: „Das beweist, dass die Teamchemie intakt ist und wir durchaus in der Lage sind, ProA-Basketball zu spielen.“
Nach zwei Heimspielen in Serie steht für die GIANTS nun eine Auswärtsreise an. Am kommenden Sonntag, den 18. Januar 2026, treten die Leverkusener um 15:30 Uhr bei den Nürnberg Falcons an.