Silke Spiegelburg: „Ich hoffe noch höher hinaus zu können.“


Archivmeldung aus dem Jahr 2009
Veröffentlicht: 02.03.2009 // Quelle: TSV Bayer 04

Rund eine Woche ist der der nationale Rekord im Stabhochsprung (4,71 m) von Silke Spiegelburg bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig her. Neben dem Sieg sicherte sich die Bayer 04-Athletin das Ticket für die Hallen-Europameisterschaften in Turin (06.-08.03.). Im Interview sprach die 22-Jährige über den Sport, ihr Studium und ihre Familie.

Silke Spiegelburg, Sie sind am vergangenen Wochenende mit 4,71 Metern deutschen Hallenrekord gesprungen. Was hat sich für sie seitdem geändert?

Eigentlich nichts. Direkt nach dem Wettkampf war der Medienrummel natürlich groß, aber danach war am Montag erst einmal Pause angesagt und Kräfte sammeln – wie nach allen Wettkämpfen.

Wie sieht Ihre Vorbereitung auf die Hallen-EM aus und was haben Sie sich vorgenommen?

Wir [Anm.: Spiegelburg und ihr Trainer Leszek Klima] werden nichts besonderes bis dahin machen. Ich bereite mich wie auf jeden anderen Wettkampf vor und werde ganz normal weiter trainieren. Ich versuche gesund und fit zu bleiben. In Turin selbst möchte ich noch einmal so einen guten Wettkampf wie am Wochenende erwischen und damit meine Bestleistung bestätigen.

Was sagen Sie zu Jelena Isinbajewas (Russland) Hallen-Weltrekord (5,00 m/Donetsk) vom 15. Februar?

Der Frauen Stabhochsprung ist ja noch sehr jung und ich finde es Klasse, dass sie unsere Disziplin damit so voranbringt. Sie springt technisch sehr, sehr gut.

Das Training nimmt bei Ihnen vermutlich einen großen Teil Ihrer Zeit in Anspruch. Was machen Sie sonst noch so neben dem Sport?

Ich wollte nach dem Abi auf jeden Fall studieren und das in Köln. Da nur Management mir zu langweilig war und ich auch etwas Medizinisches machen wollte, habe ich mich nach längerer Suche für Gesundheitsökonomie entschieden. Im Prinzip ist das die Schnittstelle zwischen Medizinern und Ökonomen im Krankenhaus. Am Anfang war es schwierig überhaupt einen Studiumsplatz zu bekommen. Deswegen habe ich auch erst ein Semester BWL studiert, damit ich wenigstens den BWL/VWL-Bereich abdecken kann.

Wie klappt die Verbindung zwischen Ihrem Studium und dem Sport?

Natürlich verlängert sich zunächst das Studium, weil ich mir mein Semester nicht so vollpacken kann wie „Vollzeitstudenten“. Wenn Klausuren anstehen und ich im Trainingslager bin oder einen wichtigen Wettkampf habe, dann wird ein Ersatztermin gesucht. Einige Professoren sind natürlich nicht immer begeistert, aber mit dem Prüfungsamt hat bis jetzt alles reibungslos geklappt. Nach den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr hatten wir Sportler der Uni Köln ein Treffen mit dem Rektor, der uns noch einmal weiter entgegenkommen möchte. Aber so viel Glück wie ich mit dem Prüfungsamt, haben nicht alle Sportler. Die Studiengebühren, die sich um 700 € bewegen sind natürlich auch für viele eine Belastung. Nach meiner Meinung sollte da sportartenabhängig den Sportlern entgegengekommen werden. Zum Beispiel mit einer Reduzierung der Gebühren, da wir ja neben dem Sport nicht auch noch arbeiten gehen können, wie andere Studenten.

Sie haben längere Zeit mit Ihrem Bruder Richard zusammen gewohnt. Gibt es die WG noch?

Nein, die haben wir vergangenen Oktober aufgelöst. Nachdem ich Ende 2005 nach Leverkusen kam, habe ich mit ihm zusammen gewohnt. Jetzt wohne ich aber auch nur drei Straßen weiter, weil ich mich in der Gegend einfach wohl fühle und auch gut eingelebt habe.

Welche Ziele haben Sie für die Freiluftsaison mit Hinblick auf die WM in Berlin?

Ich möchte erst einmal, wie in jeder Saison, meine Leistung stabilisieren. Im vorigen Jahr bin ich schon zwei Mal 4,70 Meter gesprungen. In diesem Bereich möchte ich konstant bleiben und wieder versuchen Bestleistung zu springen. Natürlich hat man irgendwo seine Ziele, aber ich hoffe einfach noch höher hinaus zu können.

Das Interview führte Peter Bock.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Sport
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