PCB-Belastung am Berufskolleg Opladen: Unterricht startet nach Ferien wieder

29.10.2026 // Quelle: Stadtverwaltung
PCB-Belastung am Berufskolleg Opladen: Unterricht startet nach Ferien wieder
Foto: Rainer Fehl, Berufskolleg

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Am Berufskolleg Opladen startet nach den Herbstferien der Präsenzunterricht wieder – allerdings unter besonderen Auflagen. Wegen erhöhter PCB-Werte bleiben mehrere Räume gesperrt. Zuvor waren nach einer Geruchsbelästigung Untersuchungen angelaufen. In einem Klassenraum, in Teilen der Schulleitung und in einem Archivraum wurden erhöhte Werte festgestellt. In den Ferien wurden weitere Messungen an 30 Standorten, Reinigungs- und Lüftungsmaßnahmen sowie eine Grundreinigung vorbereitet. Außerdem werden Lehrkräften, Beschäftigten und besonders betroffenen Schülerinnen und Schülern medizinische Untersuchungen angeboten. Nach Angaben der Stadt gibt es derzeit keine eindeutigen Hinweise auf eine Gesundheitsbelastung. Ein Gesamtkonzept zur weiteren Senkung der PCB-Werte soll jetzt erarbeitet werden.

Nach den Herbstferien nimmt das Berufskolleg Opladen (BKO) den Präsenzunterricht wieder auf – allerdings unter besonderen Bedingungen. Wegen PCB-Belastungen bleiben mehrere Räume gesperrt, während umfangreiche Schutz- und Untersuchungsmaßnahmen laufen.

Wie alles begann

Ausgangspunkt der Untersuchungen am Berufskolleg Opladen war eine gemeldete Geruchsbelästigung. Auf Empfehlung externer Sachverständiger ließ der Berufsschulzweckverband bereits in den Sommerferien verschiedene Gebäudebereiche auf Schadstoffe untersuchen. Wegen des Baujahres wurden dabei gezielt Messstellen in der Nähe von Dehnungsfugen ausgewählt – im Zusammenhang mit einer früheren PCB-Sanierung des Gebäudes.

Nach Auswertung der Ergebnisse wurden aufgrund erhöhter PCB-Werte umgehend ein Klassenraum, Räume der Schulleitung sowie ein Archivraum gesperrt. Seit Anfang Oktober findet im betroffenen Klassenraum kein Unterricht mehr statt.

Maßnahmen in den Herbstferien

Die unterrichtsfreie Zeit wurde genutzt, um verschiedene Schutzmaßnahmen umzusetzen. Unter Einbindung eines externen TÜV-Gutachters und in Abstimmung mit den zuständigen Stellen wurden diese bewertet und durchgeführt. In der zweiten Ferienwoche fanden zudem Nachmessungen statt: An insgesamt 30 Standorten wurden neue Proben genommen, deren Laborergebnisse anschließend fachlich ausgewertet werden.

Zusätzlich wurde ein durch den TÜV erarbeitetes Reinigungs- und Lüftungskonzept erstellt, das ab sofort gilt. Zum Ende der zweiten Ferienwoche findet eine Grundreinigung des gesamten Schulstandorts statt. In allen Räumen werden künftig Lüftungspläne ausgehängt, in denen die durchgeführten Lüftungen dokumentiert werden. Regelmäßige Feinreinigungen sollen die PCB-Belastung weiter reduzieren.

Medizinische Untersuchungen für besonders betroffene Gruppen

Vorsorglich werden Lehrkräften, Beschäftigten und einer gesundheitlich besonders vulnerablen Gruppe von Schülerinnen und Schülern – etwa bei bekannter schwerer chronischer Erkrankung – individuelle medizinische Untersuchungen angeboten. Dabei ist zu beachten: PCB kann im menschlichen Körper auch unabhängig vom BKO nachweisbar sein, etwa durch die Aufnahme über die Nahrung. Ein erhöhter Messwert allein erlaubt daher keine eindeutige Aussage über eine schulbedingte Gesundheitsbelastung.

Nach bisheriger Einschätzung des Medizinischen Dienstes der Stadt Leverkusen liegen derzeit keine eindeutigen Hinweise auf eine gesundheitliche Belastung vor – eine abschließende Entwarnung für alle Räume ist damit jedoch ausdrücklich nicht verbunden.

Stimmen aus der Stadtspitze

Oberbürgermeister Stefan Hebbel, der zugleich als Vorsteher des Berufsschulzweckverbands fungiert, und Gesundheitsdezernent Alexander Lünenbach erklären gemeinsam: „Der Schutz der Gesundheit von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Beschäftigten hat bei allen weiteren Entscheidungen oberste Priorität. Die erforderlichen Schritte werden auf Grundlage der fachlichen Bewertungen und in Abstimmung mit den beteiligten Stellen festgelegt."

Beide danken den Betroffenen ausdrücklich für „Geduld und Verständnis" sowie allen beteiligten Stellen – darunter der Medizinische Dienst und die Gebäudewirtschaft der Stadt Leverkusen, die Bezirksregierung Köln, die gesetzlichen Unfallversicherungsträger sowie der externe TÜV-Gutachter – für die behördenübergreifende Zusammenarbeit.

Wie es weitergeht

Auf Basis der laufenden und bereits vorliegenden Untersuchungsergebnisse wird ein Gesamtkonzept zur Senkung der PCB-Werte am Berufskolleg Opladen erarbeitet. Darin sollen unter anderem frühere Sanierungsmaßnahmen aufgearbeitet, regelmäßige Nachmessungen festgelegt sowie mögliche weitere Sanierungen oder eine Auslagerung von Unterricht geprüft werden. Sobald das Konzept vorliegt, sind Informationsveranstaltungen für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Beschäftigte geplant. Die Stadt Leverkusen sichert eine transparente und regelmäßige Kommunikation über neue Erkenntnisse zu.


Ort aus dem Stadtführer: Opladen
Themen aus dem Artikel: Stadt Leverkusen, Herbstferien, TÜV, Sommerferien, PCB

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
Kategorie: Bildung
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