Infobest: Die positive Seite der digital globalisieren Wirtschaft

Fortschritt und Innovationskraft haben eine Heimat in Rumänien

Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 10.09.2013 // Quelle: Infobest

Im Wahlkampf einiger Parteien leben sie wieder: Globalisierungskritik und Innovationsfeindlichkeit. Gerade in Zeiten der Eurokrise haben Themen wie eine "gerechte" Verteilung von Gütern und Chancen sowie Kritik an internationalen Wirtschaftsbeziehungen Konjunktur. Gerade am Beispiel Rumänien werden viele Vorurteile zelebriert: Armutsflüchtlinge, hohe Auswanderungsbereitschaft und mangelnde soziale Standards. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Rumänien ist ein sehr innovatives Land mit vielen florierenden IT-Unternehmen und herausragenden Bildungsressourcen. Der Geschäftsführer der Infobest Gruppe Christian Becker zeichnet ein positives Bild und verrät, wie alle voneinander profitieren können.

"Rumänien hat die höchste IT-Absolventenquote pro Kopf von allen EU-Staaten. Gerade die jungen Menschen sind extrem technikaffin und modern und suchen ihre beruflichen Chancen in Zukunftsindustrien wie der IT oder im Ingenieurwesen. Bukarest, Klausenburg, Temeswar und andere rumänische Metropolen verfügen über ausgesprochen moderne IT-Cluster und viele westeuropäische Unternehmen investieren in Firmen in dem Balkanland oder in die Kompetenzen der Menschen vor Ort", verrät Christian Becker. Sein Unternehmen mit Sitz in Leverkusen, die Infobest-Gruppe, hat selbst mehr als 100 Mitarbeiter, die meisten davon in Rumänien. "Wir machen dort tolle Erfahrungen und leben die positiven Seiten der Globalisierung", sagt er.

Becker ist Experte für IT-Outsourcing und Nearshoring. Seine vorwiegend rumänischen Mitarbeiter entwickeln Software im Auftrag meist deutscher Kunden, darunter viele mittelständische Familienunternehmen. So werden Wohlstand und Innovation hüben wie drüben gesichert. Deutsche Unternehmen können in Rumänien verhältnismäßig preiswert Apps, Software und IT-Anwendungen entwickeln lassen - ein Segen, denn hierzulande herrscht Fachkräftemangel. Die IT-Entwickler und Software-Architekten in Rumänien verdienen dennoch gutes Geld. "Rumänien ist nicht billig, sondern nur im Vergleich zu Deutschland preiswert. Das ist kein Niedriglohnland. Dafür stimmen aber Qualität, Ausbildungsstandards und die Prozesse, die sich durchaus mit den gewohnten deutschen Prozessstandards messen lassen", meint Becker. Die IT-Branche und insbesondere Nearshoring unterstütze die rumänische Wirtschaft und fördere den dortigen Wohlstand. Internationale Arbeitsteilung im vertrauten europäischen Rechtsrahmen sei ein positiver Weg, der Globalisierung zu begegnen und vermeintliche Missverhältnisse zu beseitigen.

Natürlich, so Becker, gehe es um Ertrag und Gewinn. Die Unterschiede im Lohnniveau seien Basis des Geschäftsmodells. Aber die Relationen müssten stimmen. Genau in diesen Unterschieden entstünden Vorteile für beide Seiten. Ohne niedrigere Löhne bei gleichzeitiger Spezialisierung funktionierte das Business nicht. Beide Seiten hätten dann Nachteile. Gleichheit und Gleichmacherei könne deswegen nicht das Ziel sein. Im Gegenteil: "Das ist Markt und Markt bringt Wohlstand und Ausgleich", so Becker.

Dennoch, so der Nearshore-Experte und Rumänien-Kenner, gebe es natürlich viele, die mit ihrer extrem hohen Qualifikation auch Chancen in Deutschland suchen. "Es gibt eine grundsätzliche Auswanderungsbereitschaft", weiß Becker. Das liege aber nicht daran, dass gemessen an rumänischen Maßstäben in der Heimat nicht genug verdient werde, sondern an den realen Lebensbedingungen vor Ort. "Infrastruktur, Umweltstandards und politisch-gesellschaftliche Strukturen könnten besser sein. Das ist klar." Hier seien die Entscheider aus Politik und Gesellschaft in Rumänien selbst gefragt. Und natürlich wissen gerade Hochqualifizierte, was sie mit ihren erworbenen Talenten anderswo umsetzen und erreichen können. "Das ist aber auch positiv", ergänzt der Infobest-Geschäftsführer.

In immer mehr deutschen Unternehmen säßen nämlich rumänische IT-Profis - und koordinieren von dort aus internationale Projekte mit IT-Spezialisten in der alten Heimat. So profitierten wiederum beide Seiten. Neben dem klassischen Nearshoring vermittelt Infobest auch IT-Mitarbeiter in deutsche Betriebe. "Wir sind sicher, hier einen aktiven Beitrag zur kommunalen, nationalen und internationalen Wirtschaftsförderung in beiden Ländern zu leisten", sagt Becker und verweist auf zahlreiche Erfolge. Statt die negativen Aspekte künstlich aufzubauschen sollten besser die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter optimiert werden. Die IT-Branche suche längst Wege, Wohlstand zu fördern, dem Fachkräftemangel zu begegnen und Innovation zu sicher. Vermeintliche Ungleichheit werde nur durch erfolgreiche Wirtschaftsbeziehungen beseitigt, nicht durch Subventionen und Alimentierung. Unterschiede bei Löhnen als Geschäftsmodell sei mehr Standortvorteil als ein Standortnachteil.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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