71 Tote, per Genickschuß getötet und anschließend in einer Sandgrube verscharrt. - Ein Bild, wie es heute den Nachrichten aus den Bürgerkriegsregionen des Balkans entnommen sein könnte, war vor 53 Jahren im Bergischen Land grausame Realität.
Am Schauplatz des Massenmords, dem Mahnmal Wenzelnberg, erinnern die Heimatorte der Opfer, die Städte Leverkusen, Langenfeld, Remscheid, Solingen und Wuppertal mit einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus.
Mit Rücksicht auf die Osterferien findet die
Gedenkstunde am Sonntag, 26. April 1998, 11.00 Uhr,
statt. Sie wird in diesem Jahr turnusmäßig von der Stadt Langenfeld ausgerichtet. Jahrestag des Massakers am Wenzelnberg ist der 13. April 1945. An einem der letzten Tage des "Dritten Reichs" hatte die Gestapo 71 Insassen aus umliegenden Zuchthäusern ermordet und sich dabei blutig der Zeugen des NS-Terror-Regimes entledigt.
An dem Mahnmal auf Langenfelder Stadtgebiet sind die meisten Opfer, darunter ein Leverkusener, begraben.
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