Als ein Beamter der Kommissariates Vorbeugung der Leverkusener Polizei am Montagmorgen seinen Anrufbeantworter abhörte, fand er eine ungewöhnliche Nachricht vor.
Das Telefon hatte einen Anruf gespeichert, bei dem nur das schwere Atmen einer offensichtlich älteren Frau zu hören war. Es wurde nichts gesagt und kurz darauf wieder aufgelegt. Dank der modernen Technik war auch die Telefonnummer der Anruferin gespeichert worden. Mehrere Rückrufversuche bei der Frau verliefen ergebnislos, da der Anschluss dauernd besetzt war.
Jetzt bestand der Verdacht, dass die Frau sich in einer hilflosen Lage befindet und möglicherweise schneller Hilfe bedarf. Mit den polizeilichen Möglichkeiten wurde in wenigen Minuten die Anschrift der Anruferin in einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein ermittelt.
Die zuständige Polizeibehörde wurde von dem Sachverhalt in Kenntnis gesetzt und die Polizisten suchten schnellstens die Anschrift auf.
Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen Seniorenwohnstift handelte.
Die Ermittlungen ergaben, dass sich die Seniorin am Sonntag unwohl fühlte und deshalb ihre in Leverkusen wohnhafte Tochter anrufen wollte. Hierbei hatte sie aber die falsche Telefonnummer erwischt.
Zwischenzeitlich ging es der Frau wieder besser. Als die Beamten im Wohnstift eintrafen saß sie bereits wohlbehalten am Frühstückstisch bei ihrem morgendlichen Kaffee.
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