Stadtplan Leverkusen
23.09.2018 (Quelle: Werkselfen)
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Werkselfen zeigen beim Sieg in Halle zwei Gesichter


Zunächst einmal zu den nüchternen Fakten: Die Bundesliga-Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen setzten sich beim Liganeuling Union Halle-Neustadt mit 32:24 durch – nicht unbedingt eine Überraschung. Zur Pause aber lagen sie mit 11:17 im Hintertreffen – durchaus eine Überraschung! Am Ende waren Jennifer “Jeje” Rode mit neun und Anna Seidel mit sieben Toren beste Schützinnen in Reihen der Werkselfen.

Die Elfen zeigten zwei grundunterschiedliche Gesichter, unfreiwillig natürlich. Schon nach wenigen Minuten versuchte Bayers Trainer Robert Nijdam erstmals in Ruhe mittels Auszeit zu intervenieren. Seine Schützlinge lagen mit 0:4 zurück, wirkten fahrig, ungeduldig, ungeordnet. Der Erfolg seiner Ansprache war zunächst überschaubar. Zwar kam Leverkusen auf zwei Treffer heran (6:8), verlor dann aber direkt wieder den Faden. Der negative Höhepunkt war ein Acht-Tore-Rückstand (9:17) zwei Minuten vor der Pause. “Vorne waren wir lange Zeit viel zu passiv, viel zu berechenbar, mit zu wenig Bewegung. Hinten haben wir schlecht verteidigt. Wir wussten ja, dass die Union sehr viel eins-gegen-eins spielen würde, sind aber viel zu wenig in Kontakt gegangen. Es fehlte in Halbzeit eins insgesamt an vielem”, befand Nijdam, der dann aber in der Halbzeitpause offenbar die richtigen Worte gefunden und an den richtigen Stellschrauben gedreht hatte. Plötzlich zeigten die Werkselfen ein ganz anderes Gesicht, wirkten aggressiver, konzentrierter, fokussierter. Zudem stimmte nun vorne auch die Trefferquote, während hinten Vanessa Fehr, die Nele Kurzke schon Minuten vor der Pause zwischen den Pfosten abgelöst hatte, einen Ball nach dem anderen entschärfte und ihrem Team damit den nötigen Rückhalt gab. Da nun auch Joanna Rode sehr stark gegen die im ersten Durchgang beste Hallenserin Viktoria Divak verteidigte und die Gastgeberinnen zusehends nervöser und spielerisch mittelloser wurden, kippte die Partie binnen weniger Minuten. Von einem 13:18-Rückstand kamen die Gäste zu einer 20:18-Führung. Bei dieser Aufholjagd war Jeje Rode nie zu kontrollieren, egal, wie man sie auch zu verteidigen versuchte. Insbesondere vom nun endlich funktionierenden Tempospiel profitierte die älteste der drei Rode-Schwestern, die immer besser in Fahrt kommt. Halle egalisierte zwar noch mal zum 20:20, danach aber sorgte Bayer mit dem nächsten 6:0-Lauf für die Vorentscheidung. “Beim 26:20 war das Spiel für mich entschieden, zumal ich gesehen habe, dass meine Mannschaft nun fast alles komplett richtig machte. Großartig war wieder die Einstellung, der Glaube an sich selbst. Ein solches Spiel dreht man ja nun nicht einfach so. Von mir ein großes Lob an alle”, so Nijdam.


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Letzte Änderung am 23.09.2018 13:14 von leverkusen.
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