16 Titel bei NRW-Meisterschaften


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 04.02.2018 // Quelle: TSV Bayer 04

Mateusz Przybylko hat bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund seinen mit Abstand besten Wettkampf in diesem Jahr gezeigt – und sich mit 2,28 Meter an die Spitze der deutschen Bestenliste geschoben. Stabhochspringerin Katharina Bauer fehlte nicht viel an der persönlichen Bestleistung. Mit 4,50 Meter gab sie zwei Wochen vor der DM eindrucksvoll ihre Bewerbung um eine Medaille ab. Insgesamt holte der TSV Bayer 04 Leverkusen 16 Titel.

Mateusz Przybylko stieg bei 2,10 Meter in den Wettbewerb ein. Abgesehen von einem kleinen Strauchler bei 2,22 Meter und einem Fehlversuch bei der Siegeshöhe von 2,28 Meter behielt er während des gesamten Wettbewerbes eine nahezu weiße Weste. Damit demonstrierte der WM-Fünfte, dass seine zuletzt aufgetretenen Anlaufprobleme behoben sind. An der persönlichen Hallen-Bestleistung fehlte am Samstag nur ein Zentimeter. 2,31 Meter waren diesmal noch zu hoch. „Nach meinen letzten Wettkämpfen, die für mich nicht so in Ordnung waren, bin ich damit sehr zufrieden. Vor allem mein Anlauf stimmte dieses Mal wesentlich besser“, erklärte Mateusz Przybylko, der am Dienstag beim traditionell erstklassig besetzten Hochsprung-Meeting mit Musik in Banska Bystrica (Slowakei) abhebt. Dort trifft er unter anderem auf den Welt-Leichtathleten des Jahres 2017 Mutaz Essa Barshim (Katar), der seit 2015 mit 2,40 Metern den Meeting-Rekord hält und vor wenigen Tagen 2,38 Meter bewältigt hat. Außerhalb der Meisterschaftswertung übersprang der ebenfalls zur Trainingsgruppe von TSV-Coach Hans-Jörg Thomaskamp gehörende Douwe Amels (Niederlande) in Dortmund 2,25 Meter.

Zwei Wochen nach ihren 4,52 Metern ist Stabhochspringerin Katharina Bauer in Dortmund ähnlich hoch geflogen. Wenngleich 4,61 Meter – ein Zentimeter höher als ihre Hallen-Bestleistung - diesmal noch zu hoch waren, bestätigte die Athletin von Leszek Klima mit im ersten Versuch bewältigten 4,50 Meter ihre hervorragende Form. Nicht nur weil ihr die Anlage in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle zu liegen scheint, gilt die 27-Jährige nun für die Deutschen Hallen-Meisterschaften am übernächsten Wochenende als „heiße“ Medaillenkandidatin. „Die Höhe war da, nur habe ich den Anlauf um einen Schritt unterlaufen“, erklärte Katharina Bauer. „Ich fühle mich zurzeit in der Form meines Lebens. Für die deutschen Hallenmeisterschaften bin ich gut gerüstet.“ Auch das andere NRW-Edelmetall ging nach Leverkusen: Ria Möllers übersprang als Zweite 4,10 Meter, Wiktoria Wojewodzka als Dritte 4,05 Meter.

Jan Josef Jeuschede wurde im Kugelstoßen seiner Favoritenrolle gerecht und steigerte seine Saisonbestleistung auf 18,17 Meter. Marcel Kirstges wertete als Weitsprung-Titelträger seine Jahresbestleistung um 14 Zentimeter auf 7,49 Meter auf. „Schade, der letzte Versuch war weiter als 7,80 Meter, aber einen halben Zentimeter im Plastilin“, sagte sein Trainer Hans-Jörg Thomaskamp, deutete dies aber als Fingerzeig Richtung Hallen-DM. Sarah Schmidt und Tabea Kempe erzielten in unterschiedlichen 400-Meter-Zeitläufen identische 55,54 Sekunden und wurden somit beide mit NRW-Gold ausgezeichnet. Auch im Stabhochsprung-Wettbewerb der Männer stellte der TSV Bayer 04 Leverkusen zwei Sieger: Tim Jaeger und Daniel Spiegelhoff erklommen nach übersprungenen 5,00 Metern gemeinsam die oberste Stufe des Siegerpodestes. Rebekka Ackers war über 800 Meter in 2:07,91 Minuten und mit fast drei Sekunden Vorsprung eine Klasse für sich. Laura Vierbaum folgte in 2:10,97 Minuten auf Rang drei, Fiona Kierdorf (2:16,82 min) wurde Fünfte.

Jana Kulessa übersprang 1,75 Meter und verteidigte damit ihr Vorjahres-Silber erfolgreich. Viertelmeiler Thomas Schneider kam nach seinen 47,43 Sekunden in der Vorwoche nun als Vize-Meister auf 48,33 Sekunden. Christian Heimann belegte in 49,59 Sekunden Platz vier. Über 200 Meter hakte Tobias Lange als Dritter die Norm für die Hallen-DM in zwei Wochen an gleicher Stelle ab. Jan Philipp Jacobs überraschte im 800-Meter-Lauf der Männer in 1:55,76 Minuten mit Bronze. Björn Juschka holte über 1.500 Meter in 3:58.99 Minuten den fünften Platz. Daniel Hoffmann sprintete über 60 Meter in 6,97 Sekunden zu Platz sechs.

In der U20 sorgte Bjarna Liv Lakämper für das herausragende Resultat aus Leverkusener Sicht. Die Athletin von Markus Irrgang steigerte ihren Hausrekord auf 8,82 Sekunden und holte damit den NRW-Titel. Paul Wischnewski, Thorben Könemund, Joel Cacutalua und Sven Hauck knallten trotz Behinderung 1:30,79 Minuten auf die Bahn, was den vielumjubelten Sieg über 4 mal 200 Meter brachte. Mona Khulusi war im Kugelstoßen mit 12,17 Meter nicht zu bezwingen. Marc Andre Jacobs gewann mit einer Steigerung um 20 Zentimeter auf 4,80 Meter den Stabhochsprung. Bjarna Liv Lakämper, Elisabeth Sophie Kowalski, Sylvia Schulz und Stefanie Schulz freuten sich nach 4 mal 200 Metern in 1:43,72 Sekunden über Staffel-Silber. Ben Zapka preschte als 400-Meter-Vize in 50,41 Sekunden knapp am Sieg und um eine Hundertstel an der Mindestleistung für die Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften vorbei. Nordrhein-Jugendmeisterin Paulina Brems bestätigte als Zweite mit 3,75 Meter ihre Bestleistung. Zehnkämpfer Henri Schlund sprang als Dritter 1,93 Meter hoch und belegte über 200 Meter in 22,73 Sekunden Platz vier sowie über 60 Meter Hürden in 8,68 Sekunden Platz fünf. Alexandra Lang erkämpfte über 1.500 Meter in 4:52,24 Minuten Bronze und das DM-Ticket. Lennart Diego Schmitz stieß die Kugel als Sechster auf 13,96 Meter.

Thorben Könemund fügte vor seinem Erfolg mit der U20-Staffel in der U18 dem 200-Meter-Silber vom Vortag (23,01 sec) Gold über 60 Meter hinzu. Mit 7,10 Sekunden hatte der Schützling von Ingrid Thyssen acht Hundertstel Vorsprung. Seine Bestleistung steigerte er um sechs Hundertstel und qualifizierte sich für die Deutschen Hallen-Meisterschaften der älteren U20, die am letzten Februar-Wochenende in Halle/Saale ausgetragen werden. In der 4x200-Meter-Staffel ließen Linn Pfeifer, Luisa Marie Kausch, Lilliet Schreurs und Helena Sophie Peters nichts anbrennen und stürmten zum NRW-Titel. Paul Lohmar verbesserte sich als Weitsprung-Vizemeister auf 6,55 Meter. Kugelstoßerin Cimberly Dreistein musste mit allerdings ausbaufähigen 12,92 Metern nur einer Mitbewerberin Vortritt gewähren. Finn Jakob Torbohm holte mit 4,20 Metern Stabhochsprung-Bronze, gefolgt von Nils Arians (4,00 m). Zusammen mit Nils Wolf, Jonas Schüttler und Dani Khulusi stürmte Nils mit der 4x200-Meter-Staffel zu Bronze. Stabhochspringerin Lea Faßbender verpasste als Vierte mit 3,45 Meter Edelmetall knapp. Paul Wischnewski brachten 23,07 Sekunden über 200 Meter Platz fünf. Luisa Hood landete im Dreisprung mit 11,05 Meter auf Rang fünf.


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