Die Werkselfen verlieren gegen den BVB Dortmund


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 16.11.2015 // Quelle: Werkselfen

Am Ende war das Ergebnis leider zu hoch, auch wenn es für die Leverkusener Werkselfen durchaus vielversprechend begonnen hatte. Eine gute erste Halbzeit reichte aber nicht aus, um die zwei ersehnten Punkte in der Smidt-Arena zu behalten, und so hatte Borussia Dortmund nach 60 Minuten mit 30:23 (13:14) die Nase vorn. Mit einer 14:13-Führung waren die Elfen in die Pause gegangen, danach blieben sie zwischen der 30. und 40. Minute ohne Torerfolg und konnten den daraus entstandenen 15:20-Rückstand nicht mehr wettmachen.
57 Sekunden waren gespielt, als Kim Naidzinavicius das erste Tor der Partie erzielte. Trocken und ansatzlos zog sie ab, unhaltbar schlug der Ball neben der überraschten Clara Woltering im Dortmunder Tor ein. Es entwickelte sich eine Partie mit typischem Derbycharakter. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, gingen in der Abwehr bisweilen recht ruppig zu Werke und bewegten sich absolut auf Augenhöhe. „In der ersten Hälfte haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, gegen jede Mannschaft mitzuhalten“, sagte Elfen-Trainerin Renate Wolf. Auch gegen Borussia Dortmund, Aufsteiger zwar, aber allein durch Clara Woltering, Torjägerin Nadja Nadgornaja und Kreisläuferin Anne Müller mit weitaus mehr nationaler und internationaler Erfahrung ausgestattet als alle Elfen-Spielerinnen zusammen.
Das war in der zweiten Halbzeit zu spüren. Nina Schilk, die es vor der Pause geschafft hatte, die zweimalige Champions-League-Gewinnerin Clara Woltering von außen mit einem Heber auszutricksen, wollte das nach der Pause noch einmal bei einem Gegenstoß versuchen – und scheiterte an der ehemaligen Leverkusenerin. Pia Adams, im vergangenen Jahr noch in der A-Jugend unterwegs, erstarrte zweimal in Ehrfurcht vor Woltering, auch andere spielten vor dem Dortmunder Tor lieber nochmal ab anstatt selbst durchzuziehen. „Ich habe nicht genügend Spielerinnen, die in kritischen Phasen Verantwortung übernehmen“, sagte Renate Wolf, die zudem mit dem jungen Schiedsrichtergespann haderte. Fast schien es so, als hätten die auf beiden Seiten
nicht immer souveränen Unparteiischen ähnlich viel Respekt vor großen Namen wie die eine oder andere junge Leverkusener Spielerin.
Die für Leverkusen spielentscheidende Phase sah Renate Wolf wie schon gesagt zwischen der 30. und 40. Minute. „Da haben wir abgeschaltet, das ist uns in dieser Saison schon dreimal passiert“, sagte die Chefin: „Die Mannschaft hat komplett den Faden verloren, es wurde nicht mehr miteinander geredet, die Abwehr war viel zu passiv und folglich auch das Spiel nach vorne nicht mehr druckvoll genug.“ Zudem machte das Tor an diesem Tag einen erheblichen Unterschied. Während Clara Woltering in der zweiten Hälfte heiß lief, schafften die Elfen-Torfrauen Vanessa Fehr und Nataliya Gaiovych es nicht, die gegnerischen Werferinnen in den Griff zu bekommen. Lediglich die mit Zweitspielrecht ausgestattete Dana Centini konnte am Ende der Partie den einen oder anderen Ball entschärfen.
Nicht zu bremsen war außerdem Nadja Nadgornaja, gerade aus dem WM-Kader aussortiert, die mit eiskalter Präzision ihre Tore – elf an der Zahl – aus dem linken Rückraum erzielte. Und dann zeigte auch Anne Müller, einst wie Woltering in Leverkusen zur Nationalspielerin gereift, dass man auch jenseits der 30 noch hervorragenden Handball spielen kann. Erfreulich aus Leverkusener Sicht war die Tatsache, dass Jung-Nationalspielerin Jennifer Rode (8 Tore) auf geradem Weg zurück zu alter Stärke ist. „Wir dürfen jetzt nicht den Mut und vor allem nicht den Anschluss verlieren“, sagte Renate Wolf mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel am Samstag in Bietigheim.
Dass übrigens auch Siegen gelernt sein will und dass der Grat zwischen gesundem Selbstbewusstsein und peinlicher Arroganz ein sehr schmaler ist, bewies Dortmunds Trainerin Ildiko Barna, die in der Pressekonferenz die Grenzen der sportlichen Fairness mit großen Schritten hinter sich ließ. „Kim Naidzinavicius und Jennifer Rode waren in der zweiten Halbzeit sehr undiszipliniert“, stellte Barna fest und missachtete dabei das ungeschriebene Gesetz des Sports, die Bewertung des Gegners auch dem Gegner zu überlassen. „Aber“, fügte sie durchaus richtig hinzu: „Das ist nicht mein Problem.“ Stimmt, möchte man ihr zurufen, und: Sprüche wie dieser fallen einem mit absoluter Sicherheit irgendwann auf die eigenen Füße.


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Kategorie: Sport
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