Auf Halbmast hängen am Dienstag, 27. Januar, die Flaggen vor dem Rathaus und anderen öffentlichen Gebäuden Leverkusens. Grund ist der "Tag der Opfer des Nationalsozialismus", den Bundespräsident Roman Herzog zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz proklamiert hat.
Im rheinisch-bergischen Raum endete die Schreckensherrschaft des Naziregimes erst im April 1945, und dem Einmarsch der Amerikaner ging ein blutiges Verbrechen der Gestapo auf dem Wenzelnberg voraus.
Die Verwaltung nimmt den Holocaust-Gedenktag zum Anlaß, auf die jährlichen Gedenkveranstaltungen an zwei lokalhistorisch bedeutsamen Daten hinzuweisen: dem Jahrestag des Massakers vom Wenzelnberg im April und dem Jahrestag der Judenpogrome vom 9. November. Traditionell finden dazu jeweils in Anwesenheit von Angehörigen und Betroffenen Gedenkfeiern an den Orten der NS-Verbrechen statt.
Zu der von den Städten Leverkusen, Langenfeld, Remscheid, Solingen und Wuppertal im Wechsel ausgerichteten Gedenkstunde am Mahnmal Wenzelnberg wird in diesem Jahr am 26. April eingeladen. Die Gedenkstunde zum 60. Jahrestag der zynisch betitelten "Reichskristallnacht" findet am 9. November am Platz der Synagoge statt.
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