Trotz des teilweise chaotischen Wetters ist das, unter Einbeziehung der Bundespolizei, der Stadt Leverkusen, den Verkehrsbetrieben Wupper Sieg und den Vereinen, entwickelte Einsatzkonzept der Polizei Köln voll aufgegangen. Der Einsatzleiter der Polizei Köln, Polizeioberrat Hans-Dieter Husfeldt (Leiter der Polizeiinspektion Leverkusen), dankt insbesondere "den besonnenen Fans beider Vereine, die mit toller Stimmung und ohne Randale ein echtes Derby-Fest veranstalteten". Die Einsatzleitung der Bundespolizei schließt sich diesem Dank an.
Bereits bei der Anreise von 1100 Leverkusener und 3100 Kölner Fans mit der Deutsche Bahn AG zeichnete sich ab, dass es ein verschneiter, aber vor allem friedlicher Derbynachmittag für die cirka 30.000 Zuschauer werden würde. Zwar zündeten einzelne Uneinsichtige Kölner im Bahnhof Leverkusen einige Böller, insgesamt blieb es jedoch friedlich.
Hier griff erneut das durch die Bundespolizei verhängte Glasverbot in den Zügen, es kam zu keinerlei Flaschen- oder Dosenwürfen seitens der Problemfans -im Gegensatz zu früheren gleich gelagerten Einsätzen.
Auch der neu strukturierte Buspendelverkehr lief problemlos, so dass die Fans trotz des starken Schneefalls geordnet das Stadion erreichten. Getrennte Anreisewege verhinderten Zusammenstöße rivalisierender Problemgruppen am Stadion von vorne herein.
Nachdem es zum Anpfiff im Block der Kölner Fans noch einmal zum Zünden von Böllern und dem Abbrennen von bengalischem Feuer gekommen war, konzentrierten sich auch die Gäste im Weiteren auf das Anfeuern ihrer Mannschaft und das spannende Spiel.
Gemessen an mehreren Hundert potentiell gewalttätigen Fans beider Vereine hielten sich somit auch die freiheitsentziehenden Maßnahmen der Polizei in Grenzen. So wurden 7 Personen vorläufig festgenommen.
Es wurden 12 Strafanzeigen gefertigt, hauptsächlich wegen des Besitzes oder Abbrennens von Feuerwerk, sowie Körperverletzungsdelikten.
Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet Leverkusen waren größtenteils dem Wetter geschuldet. Die meisten Besucher folgten dem Aufruf zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Im Bahnverkehr kam es am frühen Nachmittag zu leichten Verspätungen, da die Brandmeldeanlage einer im Bahnhof Leverkusen stehenden Lokomotive auslöste. Ein Böller hatte eine Rauchentwicklung unter dem Fahrzeug verursacht. Dieser Regionalexpress und zwei Folgezüge verspäteten sich hierdurch um einige Minuten.
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