Hallen-DM: Ullmann überrascht in Karlsruhe mit Doppelgold


Archivmeldung aus dem Jahr 2010
Veröffentlicht: 28.02.2010 // Quelle: TSV Bayer 04



Der Leverkusener Robin Schembera hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe den erwarteten Titel über 800 Meter gewonnen. Die Überraschung des Wochenendes gelang jedoch Bayer 04-Neuzugang Wiebke Ullmann mit zwei goldenen Medaillen über 400 Meter und mit der 4x200-Meter-Staffel. Silber gab es für Saskia Janssen über 1500 Meter, Bronze holten Hochspringerin Julia Hartmann, Anne-Kathrin Elbe (60 m Hürden) und Trainingspartnerin Mareike Peters (200 m).

Es war eine Frage der Ehre für Robin Schembera, sich den Titel über 800 Meter zurückzuholen und es hat geklappt. Der Freiluftmeister der vergangenen Jahre rannte in einem taktisch geprägten Finale in 1:50,13 Minuten zum ungefährdeten Sieg. Trotz unterbotener Norm ist die Hallen-Weltmeisterschaft in Doha (Katar; 12.-14.03.) für Schembera kein Thema. „Die EM im Sommer ist der eigentliche Höhepunkt und da überschneidet sich die Vorbereitung mit der Hallen-WM“, erklärte der Leverkusener seinen Verzicht.

Unerwartet erfolgreich war Viertelmeilerin Wiebke Ullmann. Gleich doppelt vergoldete sie ihre ersten nationalen Titelkämpfe im Bayer-Trikot. In einem umkämpften Rennen holte sich die 22-Jährige zunächst überraschend den Sieg über 400 Meter in 54,23 Sekunden und gewann anschließend noch gemeinsam mit Cathleen Tschirch, Mareike Peters und Anne-Kathrin Elbe in 1:34,97 Minuten den Titel über 4x200-Meter. „Ich bin überglücklich. Dass ich mit zwei Titel nach Hause fahre, hätte ich nicht gedacht.“

Noch vor dem Staffel-Titelrennen präsentierten sich Peters und Elbe in guter Form. Über 60 Meter Hürden sprintete die Deutsche Juniorenmeisterin Elbe in persönlicher Bestzeit von 8,08 Sekunden ebenso auf den dritten Platz wie Vereinskollegin Peters über 200 Meter in 23,84 Sekunden. „Ich wollte eine Medaille und ich habe sie gewonnen“, lautete das kurze Fazit von Elbe. Auch bei Peters fiel das Resümee positiv aus. „Ich bin sehr zufrieden, aber sechs Läufe an einem Wochenende sind schon sehr anstrengend.“ Über 60 Meter belegte sie zudem den fünften Rang (8,45 sec) und verpasste im Zwischenlauf in 8,42 Sekunden ihren Hausrekord um nur zwei Hundertstelsekunden.

Ebenso bemerkenswert war der Auftritt von Saskia Janssen über 1500 Meter. In 4:20,65 Minuten lief die Psychologie-Studentin auf den Silberrang und überraschte damit auch sich selbst. „Ich hatte auf der letzten Runde gar nicht geglaubt, noch Zweite werden zu können. Dann habe ich auf den letzten Meter vor dem Ziel gemerkt, dass ich doch noch etwas kann und bin an den anderen vorbeigelaufen“, erklärte Janssen nach dem Rennen.

Für Hochspringerin Julia Hartmann war die Deutsche Meisterschaft der Saisoneinstieg und mit übersprungenen 1,87 Meter glückte der Auftakt für die Sportsoldatin. Platz drei brachte ihr am Ende die Höhe ein. „Ich hätte nicht gedacht, dass es beim ersten Wettkampf gleich so gut läuft. Mit dem Platz bin ich echt zufrieden, auch wenn ich die Folgehöhe wirklich nur knapp gerissen habe.“ Auf den Rängen eins und zwei sorgten Favoritin Ariane Friedrich (2,02 m; LG Eintracht Frankfurt) und Herausforderin Meike Kröger (2,00 m; LG Nord Berlin) für einem der besten Wettbewerbe in der Geschichte von Deutschen Meisterschaften.

Für Annett Horna klappte es in der ausverkauften Karlsruher Europahalle nicht mit der Titelverteidigung über 800 Meter. Die Potsdamerin Claudia Hoffmann siegte als 400-Meter-Spezialistin auf der doppelten Distanz in 2:05,95 Minuten, Horna lief in 2:06,74 Minuten auf den vierten Rang. „Ich bin mit dem Rennen zufrieden, aber nicht mit dem Platz“, sagte die Mittelstrecklerin.

Eigentlich wollte Stabhochspringerin Silke Spiegelburg ihre Teilnahme an den Welttitelkämpfen bei der Deutschen Meisterschaft perfekt machen, doch ein Magen-Darm-Infekt stoppte die WM-Vierte. In Abwesenheit von Spiegelburg sprangen Carolin Hingst (USC Mainz) und Kristina Gadschiew 4,60 Meter und damit nur einen Zentimeter niedriger als die Leverkusenerin in dieser Saison. Ob Spiegelburg trotzdem für die Hallen-WM nominiert wird ist offen.

Eine Knieverletzung war es, die Disziplinkollegen Hendrik Gruber einen möglichen WM-Start kostete. Nach seiner bisher besten Hallensaison musste er versuchen, sich durch wenige Sprünge auf einen Medaillenrang vorzukämpfen. Er pokerte bis zuletzt, doch 5,70 Meter waren für den Dritten der Studenten-WM in der Karlsruher Europahalle am Ende doch zu hoch. „Ich wäre heute gerne noch höher gesprungen, so kann ich nicht zufrieden sein“, sagte Gruber im Anschluss. Mit 5,50 Metern landete er gemeinsam mit seinem Vereinskollegen Richard Spiegelburg auf dem sechsten Rang. Das Saisonfazit des Schützlings von Trainer Leszek Klima fällt trotzdem positiv aus: „Ich bin zweimal über 5,60 Meter und ein Mal über 5,70 Meter gesprungen, das war schon eine gute Saison.“ Den Titel sicherte sich der Ex-Leverkusener Malte Mohr (LG Stadtwerke München) mit 5,75 Metern.

Die Leverkusener Top-Acht Platzierungen der Deutschen Hallenmeisterschaften:
Männer: 800 Meter: 1. Robin Schembera 1:50,13 min; Hochsprung: 5. Sebastian Kneifel 2,18 m; Stabhochsprung: 6. Hendrik Gruber, Richard Spiegelburg 5,50 m.
Frauen: 60 Meter: 5. Mareike Peters 7,45 sec (ZL: 7,42 sec); 200 Meter: 3. Mareike Peters 23,84 sec (VL: 23,82 sec); 400 Meter: 1. Wiebke Ullmann 54,23 sec; 800 Meter: 4. Annett Horna 2:06,74 min; 7. Sabrina Buchrucker 2:08.12min; 1500 Meter: 2. Saskia Janssen 4:20,65 min; 60 Meter Hürden: 3. Anne-Kathrin Elbe 8,08 sec; 4x200 Meter: 1. TSV Bayer 04 I (Tschirch, Elbe, Ullmann, Peters) 1:34,97 min, 5. TSV Bayer 04 II (Mehring, Thöne, Förster, Hansen) 1:38,44 min.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es unter www.leichtathletik.de


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Kategorie: Sport
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