Im Probierwerk Leverkusen haben Jugendliche beim „KI-Robotik Wettbewerb" selbst gebaute und programmierte Roboter durch selbst entworfene Parcours gesteuert – völlig autonom, mit künstlicher Intelligenz. Rund 50 Gäste erlebten, wie der technologische Nachwuchs Theorie und Praxis beeindruckend verknüpft.
Am Dienstag präsentierten drei Gruppen der Robotik-AG des lev_creation_labs ihre Ergebnisse wochenlanger Arbeit. Ein Roboter transportierte Materialien autonom auf einem fremden Planeten, ein weiterer navigierte eigenständig durch eine vollständige autonome Büromaterialfabrik, und ein dritter Roboter agierte als Blindenhund in einem Bahnhof – erkannte Hindernisse selbstständig und sendete entsprechende Signale. Anders als bei klassischen Robotik-Wettbewerben mussten die Teilnehmenden nicht nur die Roboter programmieren, sondern auch die Parcours selbst gestalten.
Projektkoordinator Felix Schwanke erläuterte das Konzept: „Die Jugendlichen haben in der AG von Grund auf die Reise mitgemacht, wie ein Roboter mit Hilfe von KI programmiert werden kann: Vom Zusammenbau über die Programmierung bis hin zum Training für das Lösen der Aufgaben in einer eigens ausgedachten Parcours-Welt." Das Ziel: eine direkte Verbindung zu realen Herausforderungen in der Alltags- und Berufswelt herzustellen.
Die Grundlagen erarbeiteten sich die Jugendlichen Schritt für Schritt: maschinelles Lernen, autonome Entscheidungsfindung, Programmiergrundlagen. Ergänzt wurde das Programm durch einen Ausflug ins Deutsche Museum Bonn mit einer Robotik- und KI-Ausstellung. Begleitet wurden die Teilnehmenden von Experten des Leverkusener Unternehmens AGU, das IT-Softwarelösungen zur Digitalisierung von Laboren sowie Automatisierungslösungen für regionale Industrieunternehmen entwickelt und unter anderem 2021 mit dem „Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet wurde. AGU-Geschäftsführer Harry Voges betonte: „Nur wenn Kreativität und Innovation im Fokus stehen, können wir die Fachkräfte von Morgen erfolgreich ausbilden."
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Marc Adomat, Dezernent für Bildung, Jugend und Sport: „Die Relevanz solcher Angebote besteht darin, eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis, Schule und Wirtschaft herzustellen."
Den Hauptpreis sicherte sich das Team von Archis, Leo und Lasse mit ihrem Roboter „Eelow". In einem nachgebauten Lager für Büroartikel fand der Roboter das richtige Produkt eigenständig – durch Linienerkennung und das Scannen von Barcodes. „Das Besondere an Eelow ist, dass er den Weg zum Produkt selbstständig durch Linienerkennung und das Scannen von Barcodes findet", erklärte Archis den Gästen. Die Jury würdigte diese Leistung als Gesamtsieger des KI-Robotik-Wettbewerbs.
Auch die anderen Teams wurden ausgezeichnet: Das Team von Isa Marie, Eymen und Vladislav erhielt den Award für das beste Teamwork und den kreativsten Parcours mit ihrem Roboter-Blindenhund. Den Award für die intelligenteste Programmierung ging an Noah, Anton und Mikail, deren Roboter auf dem fremden Planeten effizient und ohne Umwege „Müll-Legosteine" einsammelte.
Stefan Thielen, Schulleiter des Lise Meitner Gymnasiums – der ersten Schule in Leverkusen, die sowohl die KI-AG als auch die Robotik-AG des lev_creation_labs ausgerichtet hat – leitete zur Preisverleihung über. Die AG und der Wettbewerb werden durch Förderung des Landes NRW und der EU ermöglicht.
Die nächste Robotik-AG des lev_creation_labs wird an der Montanus Realschule Leverkusen stattfinden. Eine Anmeldung soll in den nächsten Wochen über die Website des lev_creation_labs möglich sein.
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