Bis zu 38 Grad am Samstag: Die extreme Hitzewelle zwingt die Stadt Leverkusen zur Absage des 3. Tags der Inklusion und zur Reduzierung des 4. Leverkusener Gesundheitstags. Gleichzeitig richtet die Stadt ein breites Hitzeschutzangebot für Leverkusenerinnen und Leverkusener ein.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 38 Grad am Samstag, 27. Juni. Beide Veranstaltungen, die von 11:00 bis 14:00 Uhr vor dem Wiesdorfer Rathaus und in der Fußgängerzone geplant waren, sind davon direkt betroffen: Der 3. Tag der Inklusion wird vollständig abgesagt, der 4. Leverkusener Gesundheitstag findet in stark reduzierter Form statt.
Bernd Schuster, Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Behinderungen, bedauert die Absage: „Wir haben in den letzten Monaten viel Herzblut und Energie in die Planung des Tags der Inklusion gesteckt. In diesem Jahr hatte sich die Teilnehmendenzahl fast verdoppelt. Aber die Gesundheit hat für uns oberste Priorität." Ob die Veranstaltung im Herbst nachgeholt werden kann, wird derzeit geprüft.
Der Gesundheitstag weicht in die klimatisierte Rathaus-Galerie aus: Das Klinikum Leverkusen präsentiert dort auf der Eventfläche im Untergeschoss ein begehbares Darm-Modell.
Trotz der Einschränkungen bei den Veranstaltungen sorgt die Stadt für praktischen Hitzeschutz in der Fußgängerzone. In Höhe Funkenplatz/Peek & Cloppenburg gibt das Deutsche Rote Kreuz kostenloses Trinkwasser aus, der Malteser Hilfsdienst informiert über richtiges Verhalten bei Hitze, und das Leverkusener Gesundheitsamt ist ebenfalls vor Ort mit Tipps zu extremen Temperaturen.
Die Feuerwehr Leverkusen errichtet mit einer Berieselungsanlage eine sogenannte „Kälteinsel" – bereits am Freitag, 26. Juni, von 14:00 bis 18:00 Uhr, sowie am Samstag, 27. Juni, von 10:30 bis 14:00 Uhr. Wer sich im Schatten ausruhen möchte, kann den Service-Point Integration in den Wiesdorfer Luminaden aufsuchen: Donnerstag 13:00–16:30 Uhr, Freitag 11:00–15:00 Uhr, Samstag 11:00–14:00 Uhr.
„In den letzten Tagen hat es bereits Temperaturen über 30 Grad gegeben und der Höhepunkt der Hitzewelle liegt erst noch vor uns", erklärt Alexander Lünenbach, Beigeordneter für Bürger, Umwelt und Soziales. „Für den Körper bedeuten diese Temperaturen eine hohe Belastung – passen Sie daher Ihr Verhalten der Hitze entsprechend an und achten Sie auch auf andere Menschen in Ihrem Umfeld."
Das städtische Hitzetelefon ist bis Samstag, 27. Juni, täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr erreichbar: Tel. 0214/406-33333. Auf der städtischen Homepage finden sich zudem eine Informationsplattform zum Hitzeschutz, Tipps in verschiedenen Sprachen, eine Übersicht kühler Orte sowie Refill-Stationen zum kostenlosen Auffüllen von Trinkflaschen. Eine kostenlose Hitzeknigge-Broschüre ist ebenfalls erhältlich.
Der Fachbereich Soziales informiert über die App „Gut versorgt in Leverkusen" per Push-Nachricht über Hitzewarnungen. Pflegedienste und Heime werden sensibilisiert, der Tagestreff der Caritas Leverkusen verteilt Wasser und Sonnenschutz an Wohnungslose. In Flüchtlings-Gemeinschaftsunterkünften sind mehrsprachige Informationen ausgehängt worden.
Wer sich beim Schwimmen abkühlen möchte, sollte vorsichtig sein: Der Temperaturunterschied zwischen heißer Luft und kaltem Wasser kann zu Kreislaufproblemen bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. „Kühlen Sie sich immer langsam ab, bevor Sie ins Wasser gehen, und springen Sie nicht einfach hinein", rät Mirja Stevens, Leiterin des Leverkusener Gesundheitsamtes. Strömungen und abfallende Ufer können zudem für Nichtschwimmer gefährlich werden. In Leverkusen sind der Hitdorfer See und der Silbersee als Badeseen zugelassen – das Baden im Rhein ist generell verboten.
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