Für die BAYER GIANTS Leverkusen endete der 28. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2025/26 mit einer klaren Heimniederlage. Der deutsche Rekordmeister unterlag am Sonntag, den 22. März 2026, in der Rundsporthalle vor 1.442 Zuschauern den PS Karlsruhe LIONS deutlich mit 75:98.
Die Niederlage war aus Sicht der Leverkusener hochverdient, wie Headcoach Michael „Mike“ Koch nach der Partie feststellte: „Karlsruhe war klar überlegen“, so Koch. Er führte weiter aus, dass seine Mannschaft große Probleme mit der Physis der Gäste hatte und defensiv keinen Zugriff bekam. Zudem hätten die Karlsruher ihre Würfe hochprozentig getroffen. Koch resümierte den Auftritt als nicht gut und betonte, dass man so im Abstiegskampf nicht spielen könne.
Die BAYER GIANTS Leverkusen starteten zunächst vielversprechend in die Partie. Durch gutes Ballmovement und schnelles Umschaltspiel erspielten sich die Hausherren früh eine 11:2-Führung in der 3. Minute. Ein sehenswerter Korbleger von Luca Finn Kahl, nach Vorarbeit von Kobe Langley, markierte einen Höhepunkt dieser Anfangsphase.
Doch Karlsruhes Trainer Demond Greene, ein ehemaliger „Gigant“, reagierte mit einer frühen Auszeit, die Wirkung zeigte. Die LIONS fanden ihren Rhythmus, arbeiteten sich Punkt für Punkt heran und übernahmen in der 6. Minute erstmals die Führung zum 17:14. Leverkusen verlor in dieser Phase den Zugriff, während Karlsruhe offensiv immer sicherer agierte. Das erste Viertel endete aus Gastgebersicht mit 18:28.
Im zweiten Abschnitt gelang es den Farbenstädtern zunächst, den Rückstand konstant zu halten, ohne jedoch wirklich aufzuholen. Karlsruhe konterte nahezu jeden Korberfolg der Leverkusener und kontrollierte das Spielgeschehen. Kurz vor der Halbzeit setzten die Gäste einen entscheidenden 9:0-Lauf, der durch einen Dreier von Isaiah Hart abgeschlossen wurde und die LIONS in der 18. Minute mit 49:30 in Führung brachte. Die „Riesen vom Rhein“ konnten den Abstand bis zur Halbzeit leicht verkürzen, gingen aber mit einem deutlichen 41:56-Rückstand in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Baden-Württemberger das tonangebende Team. Die LIONS trafen weiterhin sicher von außen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Beim Stand von 45:75 in der 25. Minute war die Partie vorentschieden. Im Schlussviertel ging es primär um Ergebniskosmetik. Beide Trainer nutzten die Gelegenheit zur Rotation, was am Spielverlauf jedoch nichts mehr änderte. Karlsruhe brachte den deutlichen Vorsprung souverän ins Ziel, die Partie endete 75:98.
Trotz der Niederlage hat sich an der Tabellensituation für die BAYER GIANTS Leverkusen nach 28 absolvierten Spieltagen nichts geändert: Die „Koch-Schützlinge“ verbleiben weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz. Allerdings konnten die direkten Konkurrenten SBB Baskets durch einen Sieg gegen die Tigers Tübingen (82:71) sowie Münster mit einem Erfolg gegen Nürnberg (79:73) an Boden gutmachen. Die Situation im Tabellenkeller der ProA bleibt somit weiterhin spannend.
Am kommenden Wochenende steht für Sebastian Brach, Ricardo Lynch & Co. eine Auswärtsreise zu den HAKRO Merlins Crailsheim an. Headcoach Koch bezeichnete diese Aufgabe als „unfassbar schwierig“ und merkte an, dass die Merlins zum erweiterten Favoritenkreis um den Aufstieg in die easyCredit-BBL gehören. Er kündigte an, dass in der Trainingswoche hart gearbeitet werden müsse, um diese „Nuss“ zu knacken.
Die PS Karlsruhe LIONS hingegen haben mit diesem Sieg die Aufstiegsrunde fest im Visier. Gastcoach Demond Greene kommentierte, dass sie ihre Hausaufgaben machen müssten, dann seien auch die Playoffs für sie möglich.
Die Punkteverteilung der BAYER GIANTS Leverkusen gegen Karlsruhe: