2026 wird bisher härtestes Jahr für Bahn-Pendler im Rheinland - Neue Liste mit 30 Großbaustellen - Verkehrsverband: Sind am Limit

26.11.2025 // Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger,

Automatische Zusammenfassung i

Köln wird bis Ende 2026 von rund 30 Großbaustellen betroffen sein, die zu Teil- und Vollsperrungen im Bahnverkehr führen. Dies geht aus einer Übersicht des Verkehrsverbands go.Rheinland hervor. Geschäftsführer Marcel Winter warnt, dass die Belastungsgrenze für Pendler erreicht sei. Wichtige Strecken wie Köln-Wuppertal-Hagen und Troisdorf-Koblenz werden für fünf Monate kaum bedient. Auch die S-Bahn-Linie S 11 wird ausfallen. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert, dass der Schienenersatzverkehr mit Bussen die Situation nicht entschärfen kann.

Köln (ots) -

Rund 30 Großbaustellen mit Teil- und Vollsperrungen von Strecken, die sich teilweise über fünf Monate hinziehen werden, kommen auf Bahnpendler bis Ende 2026 zu. Das geht aus einer neuen Übersicht des Verkehrsverbands go.Rheinland hervor, die dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwoch-Ausgabe) vorliegt. Dessen Geschäftsführer Marcel Winter sieht die Belastungsgrenze erreicht. "Wir sind am Limit. Mehr können und wollen wir unseren Fahrgästen nicht zumuten." Nahezu alle Pendlerrouten im Großraum Köln sind von den Bauaktivitäten der DB InfraGo betroffen. Zu den wichtigsten Großprojekten zählen die Generalsanierungen der beiden Hochleistungskorridore Köln-Wuppertal-Hagen im ersten und Troisdorf-Koblenz im zweiten Halbjahr, die jeweils fünf Monate dauern. Während dieser Zeit werden dort keine oder nur sehr wenige Züge fahren. Im Vorfeld dieser Großbaustellen kommt es bereits zu mehreren kleinen Sperrungen, die der Vorbereitung der Generalsanierung dienen.

Auch wichtige S-Bahnlinien wie die S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach werden wegen Bauarbeiten ausfallen. Zwischen Köln und Düsseldorf wird im Dezember 2026 für einen kurzen Zeitraum sogar sowohl auf der rechtsrheinischen Verbindung über Leverkusen als auch auf der linksrheinischen über Dormagen und Neuss parallel gearbeitet. Zu den 30 großen Baumaßnahmen kommen die üblichen kleineren Baustellen, von denen es jedes Jahr im Rheinland mehr als 1000 gibt, kurzfristige Eingriffe bei Störungen nicht inbegriffen.

"Das ist für alle Pendler eine Zumutung, weil es in erster Linie den Regionalverkehr und die S-Bahn trifft", sagte der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, der Zeitung. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen im Rheinland könne noch so gut organisiert sein. "Wenn man sieht, was im Berufsverkehr täglich auf den Straßen los ist, kann der Bus den Zug nicht ersetzen, selbst wenn der auch häufig zu spät kommt." Gleichwohl gebe es zu diesem Bauprogramm keine Alternative.

Ksta.de/ 1157466

Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell

Tags: Politik, Presseschau


Themen aus dem Artikel: MAN

Kategorie: Verkehr
Bisherige Besucher auf dieser Seite: 1.131

Meldungen Blättern i
Meldungen Blättern


Weitere Meldungen