Schule und Quartierszentrum im Hederichsfeld: - Historisches Schulgebäude grundsaniert und modernisiert


Archivmeldung aus dem Jahr 2023
Veröffentlicht: 18.04.2023 // Quelle: Stadtverwaltung

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as historische Schulgebäude "Im Hederichsfeld" in Leverkusen verlassen und verfiel zusehends. Doch seit dem Schuljahresbeginn 22/23 ist das denkmalgeschützte Gebäude wieder in Betrieb und beherbergt bis zu 300 Schülerinnen und Schüler. Die Stadt Leverkusen hat rund 19 Millionen Euro in die Grundsanieung und Modernisierung des Gebäudes investiert, wobei etwa 80 Prozent der Kosten vom Land gefördert wurden. Das Quartierszentrum bietet neben moderner Technik auch barrierefreie Zugänge und Außenanlagen, die eine Nutzung für alle Altersgruppen ermöglichen. Die Schule konnte bereits eine erste Karnevalsfeier feiern und der Schulhof steht bereits am Nachmittag für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

Seit Schuljahresbeginn 22/23 ist das Schulgebäude „Im Hederichsfeld“ wieder in Betrieb. Die Baumaßnahmen sind so gut wie abgeschlossen. Das 110 Jahre alte, denkmalgeschützte Gebäude ist damit von Grund auf saniert und modernisiert und Heimat von bis zu 300 Schülerinnen und Schülern. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wirklich stolz auf dieses Gebäude. In diesen Ausbau haben wir und natürlich alle Firmen, die daran beteiligt waren, viel Zeit und Energie gesteckt", so Baudezernentein Andrea Deppe. "Die Stadt Leverkusen hat vorausschauend in die historische Substanz dieser Stadt investiert. Angesichts steigender Baukosten wäre dieses Projekt inzwischen wesentlich schwerer zu verwirklichen.“ Das heute als städtische katholische Hauptschule genutzte Gebäude ist eine der wenigen Schulen Leverkusens aus der Zeit der Jahrhundertwende, dass mit seiner Originalsubstanz weitestgehend erhalten ist.

Gut 19 Millionen kostet der Umbau, ca. 80 Prozent davon werden im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprojekts Opladen vom Land gefördert. Beim Rundgang durch das sanierte Gebäude konnten sich Vertreterinnen und Vertreter des „Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Bauen“ und des Bezirks II davon überzeugen, dass dieses Geld gut investiert wurde, weil hier historische Bausubstanz sehr aufwändig wiederhergestellt und auf den Stand der Technik gebracht wurde.

Historische Anmutung zeitgemäße Technik

Viele Details wie Rundbögen und Säulen in den Treppenaufgängen, aber auch Sprossenfenster und Erker machen die Innenarchitektur des frühen zwanzigsten Jahrhunderts wieder sichtbar. Durch den Rückbau auf die tragenden Strukturen war es möglich, die Wände und Decken mit baubiologisch vorteilhaftem Kalk-Leichtputz wiederaufzubauen. Auch die historischen Decken wurden mit einem akustisch wirksamen Putz versehen, um den historischen anmutenden Gesamteindruck nicht zu stören. In der ehemaligen Aula wurden nicht nur die Rundbögen wieder freigelegt, das heutige Selbstlernzentrum öffnet sich weiträumig bis hin zur Dachkonstruktion. Es ist für eine variable Nutzung möbliert und bietet der Schule viel Spielraum für Gruppenarbeit, Bibliothek und Schülerhilfe.

Auch in der früheren Turnhalle hat sich die Höhe des Raumes bis zu den Dachsparren fast verdoppelt. Zusammen mit einem Bistro ist sie während des Schultages Mensa und steht nachmittags und abends als Quartierszentrum zur Verfügung. Die Schule konnte hier schon eine erste Karnevalsfeier feiern. Zurzeit wird auch die Drittnutzerbelegung des Quartierstreffpunktes organisiert. Der Schulhof ist in den Nachmittagsstunden bereits für die Öffentlichkeit freigegeben. Die barrierefreien Zugänge und Außenanlagen, der Einbau eines Aufzuges und von behindertengerechten WC-Anlagen tragen dem Gedanken der Inklusion Rechnung, qualifizieren das Quartierszentrum aber auch für die Nutzung aller Altersgruppen.

Dass die Technik in diesem Gebäude auf dem neuesten Stand ist, wird in den naturwissenschaftlichen Räumen aber auch in den Klassenräumen deutlich, denn hier hängen keine Kreidetafeln mehr, sondern Whiteboards und Monitore. Die Möblierung kann individuell an die Unterrichtsform angepasst werden. Große Klassenräume sind für Naturwissenschaften, Kunst und Werken neu eingerichtet. Es gibt einen multifunktionalen Klassenraum, in dem auch Textil und Nähen angeboten wird. Außerdem ist die Lehrküche in Betrieb. Im ehemaligen Hausmeisterhaus sind inzwischen Schulsozialarbeit und Berufsberatung eingezogen.

Sanierung dient auch einer neuen Nutzung

Bis vor sieben Jahren war das Gebäude Im Hederichsfeld ausschließlich als städtische katholische Hauptschule genutzt worden. Der 4.160 Quadratmeter große Gebäudekomplex aus der Zeit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, wurde 1913 als evangelische Jungenschule eröffnet. So solide die Bausubstanz der über hundert Jahre alten Schule jedoch von außen wirkte, so dringend wurde schließlich die Sanierung des Dachstuhls. Der historische Wert des Gebäudes und seine geplante Öffnung als Quartierszentrum, machten den Umbau im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts Opladen förderfähig.

Im Laufe der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass über die geplante Dachsanierung, die energetische Modernisierung und Herstellung der Barrierefreiheit eine grundlegende statische Ertüchtigung nötig wurde. Denn nachdem wegen einer Schadstoffsanierung der Wandputz entfernt war, traten schwerwiegende Schäden an Wänden und den historischen Hohlkörperdecken zutage. So wurde die Wiederherstellung eines tragfähigen „historischen“ Rohbaus 2017 unabdingbare Grundvoraussetzung für die weiteren Arbeiten. Begonnen wurde mit der Sanierung 2016. Durch die unabsehbare aber notwendige Grundsanierung und eine Verzögerung bei den Innenputzarbeiten verschob sich der Wiedereinzugstermin von 2020 auf den Sommer 2022.

Im Anfang musste im neubezogenen Gebäude noch mit einigen Provisorien gelebt werden, doch nun ist dort für die Schule der Alltag eingekehrt und das Gebäude steht mit all seinen Möglichkeiten zur Verfügung. Seit Januar 2023 ist auch der Schulhof in Betrieb. Sobald die Außentemperaturen es zulassen, werden noch die denkmalgeschützten Einfriedungen fertiggestellt und die Bürgersteige in Teilbereichen erneuert. Im Anschluss werden dann noch die letzten Arbeiten an den Außenanlagen vorgenommen, was hoffentlich noch im Frühjahr möglich sein wird.


Ort aus dem Stadtführer: Bibliothek, Opladen
Straßen aus dem Artikel: Im Hederichsfeld
Themen aus dem Artikel: Energie, Schulsozialarbeit

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