Mit dem Landesförderprogramm „KOMM-AN NRW“ fördert das Land Nordrhein-Westfalen seit 2016 Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Integrationsarbeit vor Ort. Das Kommunale Integrationszentrum koordiniert die Umsetzung des Förderprogramms in Leverkusen. Auch im Jahr 2020 erhält die Stadt Leverkusen Mittel aus dem Förderprogramm und leitet sie an Leverkusener Institutionen weiter.
Die Maßnahmen, die durch Fördergelder ermöglicht werden, sind sehr vielfältig. Freizeit- und Sprachförderangebote gehören ebenso dazu wie die Erstellung und Beschaffung von mehrsprachigem Informationsmaterial und die Ausstattung und Renovierung von Ankommenstreffpunkten. Dabei gibt es Angebote, die schon seit mehreren Jahren stattfinden, aber auch immer wieder neue Maßnahmen und beteiligte Institutionen. Auch in diesem Jahr werden wieder einige Projekte direkt von der Stadt Leverkusen durchgeführt. Weitere Maßnahmen setzen beispielsweise die Arbeiterwohlfahrt, der Flüchtlingsrat, das Leverkusener Bildungscenter, das Katholische Bildungswerk und der Kurdische Verein Leverkusen um. Projekte, die aus den Vorjahren weitergeführt werden, sind zum Beispiel eine Eltern-Kind-Spielgruppe in einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und ein Angebot für junge Geflüchtete, das sie an die Leverkusener Jugendtreffs heranführen soll. Auch die Schreibwerkstatt, ein Angebot, bei dem die schriftlichen Fähigkeiten verbessert werden können, findet weiterhin statt. Ebenso werden die offene Fahrradwerkstatt und ein Handarbeitstreff in diesem Jahr fortgesetzt.
Eine besondere Herausforderung stellt in diesem Jahr der Umgang mit dem Corona-Virus dar. Durch die Kontaktbeschränkungen konnten viele der Angebote nicht wie geplant starten. Hier waren kreative Lösungen gefragt. So ist es beispielweise gelungen, Fördergelder so zu nutzen, dass mehrsprachiges Informationsmaterial zum Thema Corona-Virus erstellt werden konnte, oder Angebote wurden in größere Räume verlegt, um dem Abstand zwischen den Teilnehmenden zu vergrößern.
Fördergelder aus KOMM-AN NRW erhalten in Leverkusen ganz verschiedene Akteure der Integrationsarbeit, darunter sowohl städtische Einrichtungen, als auch freie Träger der Wohlfahrtspflege, Vereine und Migrantenselbstorganisationen. Durch ein jährliches Antragsverfahren kann immer wieder auf neue Bedarfe reagiert werden.
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