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Rat der Religionen: Gemeinsames Zeichen gegen Corona

Veröffentlicht: 23.04.2020 // Quelle: Stadtverwaltung

Um die Verbreitung des Corona-Virus zu bremsen, gelten nach wie vor strenge Beschränkungen für das öffentliche Leben. So können auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie religiöse Feierlichkeiten und Veranstaltungen zunächst weiterhin nicht stattfinden.
Als Zeichen der Solidarität und der Zuversicht in dieser Krise möchten die Moscheegemeinden in Leverkusen gemeinsam mit dem Rat der Religionen ein Zeichen setzen.
Während des Fastenmonats Ramadan, der am 23. April beginnt, soll ausnahmsweise von den Leverkusener Moscheen und Gebetshäusern täglich ein gemeinsamer Gebetsruf gleichzeitig mit dem Glockengeläut der katholischen und evangelischen Kirchen um 19.30 Uhr ausgehen. Das etwa dreiminütige Bittgebet erfolgt auf Deutsch und dient ausdrücklich nicht dazu, die Gläubigen zusammenzurufen, sondern steht symbolisch für den gemeinschaftlichen Zusammenhalt aller Menschen und aller Religionen in dieser Krise. Erstmals soll das Bittgebet am Freitag, 24. April, 19.30 Uhr, erfolgen.
An der Aktion wollen sich u.a. die DITIB-Moschee, die marokkanische Moschee in Rheindorf und die albanische Moschee am Mühlenweg beteiligen.
Stadtdechant Heinz-Peter Teller unterstützt die Aktion: "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir alle zusammenhalten auch über die Grenzen der Religionen und Weltanschauungen hinweg. Wir sitzen alle in einem Boot. Darum begrüße ich als Vorsitzender des Rates der Religionen den Entschluss der muslimischen Gemeinschaften, um 19.30 Uhr parallel zum Glockenläuten der christlichen Kirchen für die Gesellschaft und unsere Heimatstadt zu beten."
Auch Superintendent Gert-René Loerken unterstreicht: "Seit mehr als 12 Jahren (eigentlich 13) arbeiten wir im Rat der Religionen zusammen für ein friedliches Miteinander in unserer Stadt und in unserer Gesellschaft. Die vielen guten Kontakte, die wir geknüpft haben, machen mich hoffnungsvoll für die Zukunft. Gemeinsam beten wir dafür, dass wir diese Krise überwinden."
Für Oberbürgermeister Uwe Richrath ist die Aktion ein wichtiges Zeichen: "Die Krise verlangt uns allen sehr viel ab. Aber wir werden das gemeinsam durchstehen – denn Leverkusen ist eine bunte und lebendige Stadt mit Menschen mit vielen unterschiedlichen Religionen und Kulturen, die gerade jetzt ein Zeichen des Zusammenhaltes geben wollen."


Ort aus dem Stadtführer: Moschee, Grenzen

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