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Caroline Klein: „Ich bin fit und schmerzfrei“

Veröffentlicht: 17.04.2017 // Quelle: TSV Bayer 04

Wie sich eine lange Leidenszeit anfühlt, weiß Siebenkämpferin Caroline Klein sehr genau. In den Genuss großer Erfolge möchte sie 2017 kommen. Die 21-Jährige beendete ihr Trainingslager erfolgreich und erzählt im Interview unter anderem von ihrem Ziel für die anstehende Sommersaison.

Caroline, du bist gerade aus deinem Trainingslager in Nerja (Nähe Málaga) heimgekehrt. Wie geht’s dir?
Im Großen und Ganzen gut. Ich kuriere zwar noch eine langwierige Fußverletzung aus, aber es wird immer besser. Die Bahn in Nerja war sehr hart, deshalb habe ich auf Sprünge größtenteils verzichtet. Aber ansonsten konnte ich voll durchtrainieren und ich bin fit.

Du sprichst deine Fußverletzung an. Was ist passiert?
Ich bin umgeknickt. Ich hatte lange Zeit Schmerzen, aber man konnte die Ursache dafür nicht finden. Zunächst sollte ich drei Wochen nicht springen, den Fuß ansonsten aber normal belasten. Nach fünf Wochen war es aber immer noch so, dass an Laufen nicht zu denken war. Dann hat eine Orthopädin herausgefunden, dass das Sprunggelenk nicht mehr richtig sitzt. Nach dem Einrenken und zwei Spritzen ist es jetzt so, dass ich alles ohne Beschwerden trainieren kann.

Du bist zusammen mit dem TSV-Jugendtrainer Markus Irrgang aus Troisdorf nach Leverkusen gewechselt. Was hat dich in die Rheinmetropole gezogen?
Ja, wir sind zusammen nach Leverkusen gewechselt und ich trainiere auch immer noch bei ihm. Als ich angefangen habe, in Köln zu studieren, wurde es schwer, immer zurück nach Siegburg zum Training und anschließend noch nach Hause zu fahren. Das war auf Dauer zeitlich und auch mental nicht mehr machbar und ich musste etwas ändern. Leverkusen hat für mich die besten Trainingsbedingungen und ist insbesondere im Mehrkampf sehr gut aufgestellt. So kann ich auch von den anderen Trainern und Athleten profitieren.

Was studierst du?
Neurowissenschaften. Das ist sehr ähnlich zum dem Studiengang Medizin. Allerdings arbeitet man später in der Forschung. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit dem Gehirn und Nervenbahnen. Mein Ziel ist es aber, noch zu Medizin zu wechseln und Ärztin zu werden.

Welche Disziplinen bringen dir im Mehrkampf die meisten Punkte? Und wo siehst du noch Verbesserungspotential?
Meine Stärken liegen besonders über die Hürden und im Weitsprung. Der Hochsprung und ich stehen ein bisschen auf Kriegsfuß, aber dieses Jahr ist trotzdem schon eine ganz gute Leistung herausgekommen. Verbesserungspotential sehe ich auf jeden Fall über die 800 Meter und 200 Meter. Die 800 Meter sind eindeutig nicht meine Disziplin und ich tue mich auch bei Trainingseinheiten ziemlich schwer.

Du hast eine lange Verletzungsserie hinter dir. Was war los?
2013 habe ich mich schwer am Knie verletzt. Statt der U20-EM – dafür fehlten mir nur ein paar Punkte – stand eine Operation auf dem Programm. 2014 hatte ich schon während der gesamten Saison Ellbogenprobleme. Irgendwann ist dann das ulnare Seitenband gerissen und die Saison war auch beendet. Eigentlich sollte es nach sechs Wochen Ruhe besser werden, doch beim ersten Speerwurftraining ist es wieder gerissen. Ich habe mich dann entschieden, den Ellenbogen operieren zu lassen und 2015 nur auf den Weitsprung und die Hürden zu setzen. Das ist auch ganz gut gelungen, aber dieses Jahr soll es wieder der Mehrkampf sein.

Wann und mit welchen Zielen startest du in die Saison?
Eine genaue Planung habe ich noch gar nicht. Der zunächst wichtigste Wettkampf wird für mich auf jeden Fall in Bernhausen (10. bis 11. Juni) sein. Dort möchte ich mich für die U23-Europameisterschaften qualifizieren und dafür haben wir leider nur diese eine Möglichkeit. Der Start in Bydgoszsz [Bromberg Polen] und endlich mal wieder eine verletzungsfreie Saison ohne viele Rückschläge sind mein Ziel für dieses Jahr.

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