26:27-Niederlage gegen den Deutschen Meister: Werkselfen betreiben dennoch beste Werbung


Archivmeldung aus dem Jahr 2016
Veröffentlicht: 17.11.2016 // Quelle: Werks-Elfen

Im letzten Meisterschaftsspiel vor der EM-Pause haben die Werkselfen beste Werbung für sich und den Frauen-Handball betrieben: Die Mannschaft von Renate Wolf brachte den Deutschen Meister zum Wanken, doch letztlich brachte der Thüringer HC den 27:26 (14:10)-Erfolg am Ende glücklich über die Runden. Linksaußen Nina Schilk war mit sieben Treffern erfolgreichste Torschützin, zudem trafen Jennifer Rode und Zivile Jurgutyte sechsmal.
Renate Wolf überraschte die Zuschauer in der Ostermann-Arena: Mit der Trikotnummer 23 nominierte die Cheftrainerin der Werkselfen die erst 16-jährige Amelie Berger erstmals in den Bundesliga-Kader der Leverkusenerinnen.
Die Gastgeberinnen kamen gut ins Spiel und gingen durch Treffer von Nina Schilk und Zivile Jurgutyte nach drei Minuten mit 2:0 in Führung. Die Werkselfen konnten bis Mitte der ersten Hälfte immer wieder vorlegen, der THC glich immer wieder aus. Vor den Augen von Bundestrainer Michael Biegler erzielte Jennifer „JeJe“ Rode in der 18. Minute mit einem ihrer insgesamt sechs Tore die 10:8-Führung für die Leverkusenerinnen. Allerdings sollte es bereits der letzte Treffer vor der Pause gewesen sein. Insgesamt – halbzeitübergreifend – blieben die Werkselfen sage und schreibe 16 Minuten ohne eigenen Treffer. Dies nutzte der Meister bereits vor der Pause, drehte die Partie mit einem 5:0-Lauf zu seinen Gunsten und ging mit einer 13:10-Führung in die Kabinen.
Nach der Pause konnten die Gäste ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 15:10 und 16:11 ausbauen, doch die Mannschaft von Renate Wolf und Jörg Hermes kämpfte sich zurück in die Partie: Allrounderin Anna Seidel markierte in der 38. Minute den 14:16-Anschlusstreffer. Mitte der zweiten Halbzeit traf Jennifer Rode in Überzahl sogar zum 19:19-Ausgleich. Der Thüringer HC konnte sich erneut mit zwei Treffern absetzen und führte knapp vier Minuten vor dem Spielende mit 26:23. Doch die Elfen gaben sich längst noch nicht geschlagen und erzielten durch Sally Potocki und Nina Schilk den 25:26-Anschlusstreffer. Doch als Iveta Luzumova per Siebenmeter ihren fünften Treffer erzielte und den THC rund 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff in der Ostermann-Arena mit 27:25 in Führung brachte, war das Spiel so gut wie entschieden. In der Schlussphase reichte es für die aufopferungsvoll spielenden Leverkusenerinnen nur noch für den 26:27-Anschlusstreffer durch die sechsfache Torschützin Zivile Jurgutyte.
„Wir waren haben uns heute gut verkauft, am Ende konnten wir dem Deutschen Meister keinen Punkt abknöpfen“, sagte Renate Wolf nach dem Spiel. „Auch wenn wir dieses Spiel letztlich mit einem Tor verloren haben, haben wir heute gute Werbung für uns betrieben und meine Mannschaft darf sich auch als moralischer Sieger fühlen.“ Ein Sonderlob gab es von Renate Wolf für Zivile Jurgutyte und Linksaußen Nina Schilk. Die Spielerin mit der Nummer 26 konnte gegen den Thüringer HC gleich sieben Treffer erzielen.
Wer das Spiel gegen den Deutschen Meister Thüringer HC am Mittwochabend verpasst hat, kann sich die Partie aber noch einmal online unter www.sportdeutschland.tv/hbf ansehen. Ansonsten müssen sich die Fans bis zur nächsten Partie der Werkselfen etwas gedulden. Am 28. Dezember gastiert die Mannschaft von Cheftrainerin Renate Wolf um 19.30 Uhr beim SVG Celle. Zwei Tage später, am 30. Dezember 2016, steigt dann das letzte Heimspiel des Jahres 2016: Die Werkselfen empfangen zum NRW-Derby die Mannschaft von Borussia Dortmund. Die Partie wird um 19.30 Uhr in der Ostermann-Arena angepfiffen.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Sport
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