Vier TSV-Athleten nehmen EM ins Visier


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 06.12.2015 // Quelle: TSV Bayer 04

Im kommenden Jahr stehen mit den Europameisterschaften in Amsterdam (Niederlande) und den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (Brasilien) gleich zwei Höhepunkte auf dem Terminplan der Leichtathleten. Vier junge Bayer-04-Athleten arbeiten derzeit intensiv auf die EM hin!
Sie ist die amtierende Studentenweltmeisterin im Siebenkampf und hat in der letzten Saison eine persönliche Bestleitung nach der anderen aufgestellt. Anna Maiwald hat 2015 den Sprung in den begehrten 6.000der Club geschafft! Gleich im ersten Mehrkampf pulverisierte die 25-Jährige ihre bis dato gültige Bestleistung auf 6.111 Punkte. Die Nominierung für die Universiade im südkoreanischen Gwangju war ihr damit sicher und für sie der erste große Erfolg! Dass Anna Maiwald dort zum ersten Mal in ihrer Karriere in den Genuss der nur für sie gespielten Nationalhymne kommt, war im Vorfeld nur ein Traum. Mit 5.965 Punkten gewann die Athletin von Erik Schneider die Goldmedaille. „Den Moment der Siegerehrung werde ich niemals vergessen. Es war unbeschreiblich schön“, blickt Anna Maiwald zurück. Für 2016 nimmt sie nun die Europameisterschaften in Amsterdam in Angriff. „Mir geht es gut, das Training läuft nach Plan. Die Olympischen Spiele sind natürlich das Non plus ultra. Die deutsche Konkurrenz im Mehrkampf ist aber sehr stark. Deshalb sind die Europameisterschaften das gesteckte Ziel“, erklärt die Studentin.
Am liebsten würde Anna Maiwald in Begleitung ihrer Trainingskollegin Kira Biesenbach nach Amsterdam reisen. Als Newcomerin des Jahres 2013 sorgte die sprintstarke Sympathieträgerin für viele Überraschungsmomente. Mit erst 20 Jahren verbesserte sie ihren Hausrekord auf 6.185 Punkte, wurde U23-EM-Zweite und feierte bei den Weltmeisterschaften in Moskau (Russland) ihr WM-Debüt. Besonders über die 200-Meter-Sprintstrecke wusste sie zu beeindrucken. Mit ihrer Bestleistung (23,45 Sekunden) hätte sie auch bei den Sprintspezialistinnen gute Chancen auf vordere Platzierungen. Ein Dienstagmorgen im April 2014 machte der Athletin jedoch einen dicken, roten Strich durch ihre Planungen. Ein Sturz über eine Hürde brachte fatale Folgen: Kreuzbandriss. Eine Verletzung, die für so manchen Leistungssportler das Karriere-Aus bedeutet. Die rheinische Frohnatur denkt aber nicht ans Aufgeben und setzt sich für 2016 klare Ziele! „Ab und zu zwickt das Knie noch etwas. Aber nie so, dass ich ein Training abbrechen muss. Auch meine Sprintleistungen werden immer besser. Zunächst ist das erste Ziel, dass ich wieder voll in den Wettkampfrhythmus komme. Wenn das so klappt, wie wir uns das vorstellen, bin ich optimistisch, dass es mit der EM klappen kann“, erzählt Kira Biesenbach.
Auch Sanaa Koubaa strebt die Europameisterschaften an und arbeitet für ihr Ziel hart. 2012 war das bisher erfolgreichste Jahr der 30-Jährigen. In Helsinki lief sie ins Finale über 3.000 Meter Hindernis und stellte ihre bis heute gültige Bestzeit (9:43,08 Minuten) auf. Nach ihrem Vereinswechsel im letzten Jahr kam die Athletin von Paul Heinz Wellmann 2015 wieder in die Bereiche von 2012. Schnelle 9:46,81 Minuten brachte sie auf die Bahn und wurde bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg trotz verletzungsgeplagter Vorbereitung Dritte. Für eine erfolgreiche Saison 2016 schwitzt und schuftet die Diplom-Sozialpädagogin derzeit bei so einigen Wochenkilometern. Auch der eine oder andere Crosslauf soll sie optimal auf einen guten und verletzungsfreien Sommer vorbereiten – am besten mit den Europameisterschaften in Amsterdam als Höhepunkt!
Erst vor kurzem schockte Zehnkämpfer Johannes Hock mit einem Bild auf Facebook aus dem Krankenhaus. Eine Knieoperation war unumgänglich, nachdem die Beschwerden aus der letzten Saison einfach nicht besser werden wollten. Doch der 23-jährige US-Student gibt sich bereits im Krankenhaus wieder kämpferisch: „Manchmal musst du einen Schritt zurück gehen, um dich vorwärts zu bewegen. Es ist ein enger Zeitplan für 2016, aber wenn man auf Nummer sicher geht, kommt man nicht zu den Olympischen Spielen.“ Der Weg dorthin soll über die Europameisterschaften gehen. 2013 verbesserte er seine persönliche Bestleistung auf 8.293 Zähler. Seither wird Johannes Hock immer wieder von Verletzungen heimgesucht und ausgebremst. Nächstes Jahr soll das anders aussehen. Mit der erneuten Operation mitte November hat er nun alle körperlichen Beschwerden aus dem Weg geräumt. Auf nach Amsterdam!


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Sport
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