Die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft veranstaltet ein Holocaust-Gedenkkonzert am Sonntag, d. 31. Mai, um 17.00 Uhr in der Musikschule Leverkusen, Friedrich-Ebert-Str. 41.
Das 70. Jahr nach der Befreiung von Auschwitz und der NS-Diktatur ist auch das 70. Todesjahr von Else Lasker-Schüler und das 45. Todesjahr von Nelly Sachs. Aus diesem Anlass organisiert die Wuppertaler Literaturgesellschaft dieses vom Freundeskreis Nazareth-Illit und der Sparkasse sowie dem Landesmusikrat geförderte Konzert mit Uraufführungen von Lyrikvertonungen der beiden jüdischen Dichterinnen, komponiert vom US-Amerikaner Paul Terse.
Es dirigiert Ernst von Marschall, es singt Clementine Jesdinsky, Tonhalle Düsseldorf.
STYX IV Gedenkkonzert zum Holocaust
Sonntag, 31. Mai, 17 Uhr, Musikschule Leverkusen, Friedrich-Ebert-Str. 41
EINTRITT FREI
Die Uraufführungen (I) von Else-Lasker-Schüler-und Nelly-Sachs-Lyrikvertonungen finden am Mittwoch, d. 27. Mai in der Hochschule für Musik in Wuppertal, anschliessend (II) in Leverkusen statt, denn der in Deutschland lebende amerikanische Komponist Paul Terse* ist in der Leverkusener Musikszene bestens eingeführt. Dieses "Holocaust-Gedenkkonzert" findet 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz statt im 70. Todesjahr von Else Lasker-Schüler und im 45. Todesjahr der einzigen deutsch-jüdischen Literaturnobelpreisträgerin Nelly Sachs. Dirigent Ernst von Marschall** von der Tonhalle Düsseldorf ist Träger des Europäischen Kulturpreises. Die Musiker gehören zu Tonhallen-Ensembles.
Die Sopranistin Clementine Jesdinsky sang u.a. an der Semper-Oper Dresden und der Oper Leipzig sowie in Amsterdam; Rezitation: Claudia Gahrke, Solingen.
Styx ist der Titel des ersten Lyrikbands von Else Lasker-Schüler (62 Gedichte, 1902 erschienen).
** ERNST VON MARSCHALL studierte Violine bei Nicolas Chumachenco in Freiburg, Kammermusik beim Melos-Quartett in Stuttgart und Dirigieren bei Günther Wich in Würzburg. Nach einer Spielzeit am Würzburger Stadttheater, in der er Richard Wagner's dort entstandenens Opernfragment "Die Hochzeit" ausgrub und aufführte, übernahm er 1989 das Jugendsinfonieorchester der Düsseldorfer Musikschule und arbeitete als freier Dirigent. Gastdirigate bei internationalen Musikfestivals führten ihn nach England, Frankreich, Spanien, Italien, Polen und Ungarn. Regelmäßige Gastdirigate führten ihn zum Westsächsischen Sinfonieorchester nach Leipzig. Er dirigierte das Sinfonieorchester des WDR. Am 11. Mai 2002 wurde ihm von der Europäischen Kulturstiftung "ProEuropa" in Berlin der Europäische Kulturpreis verliehen. Seit 2007 ist er als Dirigent fest an die Tonhalle Düsseldorf gebunden, wo er ein System von drei aufeinander aufbauenden Jugendorchestern entwickelt hat.