Westdeutsche Hallenmeisterschaften: Bitteres Saison-Aus für Victoria von Eynatten


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 01.02.2015 // Quelle: TSV Bayer 04

Insgesamt 19 Medaillen gingen bei den westdeutschen Meisterschaften in Dortmund am Sonntag (01. Februar) auf den Konto der Leverkusener Leichtathleten. Stabhochspringerin Victoria von Eynatten musste schmerzvoll erfahren, wie dicht Glück und Leid beieinander liegen.
Es versprach ein so erfolgreicher Wettkampftag zu werden. Stabartistin Victoria von Eynatten flog mit 4,51 Meter zur persönlichen Bestleistung und erneut zur Hallen-EM-Norm (4,45 Meter). Anschließend ließ die Athletin von Leszek Klima 4,61 Meter auflegen, um eine neue deutsche Jahresbestleistung aufzustellen. Ihre Freude über den neuen Hausrekord sollte nicht lange anhalten. Den Anlauf zum dritten Versuch über 4,61 Meter brach sie verletzt haben. Die erste Diagnose war schockierend: Achillessehnenriss. Sollte sich der Anfangsverdacht nach weiteren Untersuchungen bestätigen, ist die Saison beendet. Die Freude über den westdeutschen Meistertitel und die Höhe war schnell verflogen.
Hinter Victoria von Eynatten platzierten sich Lilli Schnitzerling, Regine Kramer und Franziska Kappes mit tollen Höhen. Alle drei überquerten 4,20 Meter und landeten auf den Plätzen, drei, vier und fünf. Zum westdeutschen Meistertitel in der Männerkonkurrenz und zur persönlichen Bestleistung flog Tim Jaeger. Als einziger ließ er die Latte bei 5,15 Meter liegen. Ebenfalls Gold im Stabhochsprung erkämpfte sich Leonie Lampe in der Altersklasse U18. Mit 3,40 Meter distanzierte sie ihre Konkurrentinnen deutlich und freute sich über den obersten Podestplatz.
Für einen Doppelsieg sorgten die Leverkusener Viertelmeilerinnen. Frederike Hogrebe und Julia Schaefers lieferten sich ein Wimpernschlagfinale, dass Hogrebe mit 54,98 Sekunden für sich entscheiden konnte. Julia Schaefers‘ Uhr blieb nach 55,00 Sekunden stehen. Beide Athletinnen liefen mit ihren Zeiten zur Hallen-DM-Norm (Karlsruhe/ 21./22. Februar).
Mit gewohnt großem Abstand zur Konkurrenz lief 1.500-Meter-Läuferin Konstanze Klosterhalfen ins Ziel. In der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle benötigte sie für die Distanz 4:23,38 Minuten. Mit ihrer Zeit übernimmt sie in der deutschen U20-Bestenliste derzeit mit rund 13 Sekunden die Führung.
Zur Goldmedaille Nummer sechs lief die 4x400-Meter-Staffel der Männer. Hendrik Essers, Maximilian Korn, Lukas Schmitz und Nils Weispfennig verbesserten mit 3:22,53 Minuten ihre Saisonbestleistung um knapp drei Zehntel und platzieren sich in der deutschen Bestenliste auf Rang zwei.
Am Donnerstag beim PSD Bank Meeting in Düsseldorf war Mittelstreckler Patrick Schönball noch in einen schmerzhaften Sturz verwickelt und konnte sein 800-Meter-Rennen nicht beenden. Am Sonntag ging der Athlet von Paul Heinz Wellmann über 1.500 Meter an den Start und sicherte sich in 3:48,41 Minuten die Silbermedaille. Nur zwei Zehntel nach ihm lief Taher Belkorchi als Drittplatzierter ins Ziel.
Nach einer verletzungsgeplagten Saison 2014 befindet sich 800-Meter-Läuferin Lena Menzel auf dem Vormarsch. Für 2:09,35 Minuten wurde sie am Sonntag mit Platz zwei belohnt. Kurze Zeit später lief sie gemeinsam mit ihren 4x200-Meter-Staffelkolleginnen Frederike Hogrebe, Esther Oefner und Silvia Mrotzek mit einer Zeit von 1:42,23 Minuten zur Bronzemedaille. 400-Meter-Läuferin Julia Schaefers und die Siebenkämpferinnen Mareike Arndt, Laura Koenen und Anna Maiwald stellten ihr Sprinttalent unter Beweis und liefen in 1:38,75 Minuten zur silbernen Plakette.
Zwei weitere Silbermedaillen gab es für Hochspringer Sven Tarnowski (2,05 Meter) und 200-Meter-Läufer Aleixo-Platini Menga, der sich mit seinen 21,79 Sekunden nicht ganz anfreunden kann: „Ich kann den Turbo im Moment noch nicht so richtig zünden. Aber bis zu den Deutschen Meisterschaften sind es ja noch drei Wochen. Bis dahin bekomme ich das schon in den Griff.“ Nachwuchssprinter Lukas Blechschmidt sorgte mit 21,91 Sekunden, Platz fünf und erfüllter DM-Norm für ein erfreuliches Ergebnis.
Im Weitsprung der Männer wurde Benjamin Weßling Dritter. 7,09 Meter wurden für ihn in die Ergebnisliste eingetragen. Im Hochsprung der U18-Wertung flogen Hannah Nitsche und Carolin Marchlewski mit 1,60 Meter höhengleich auf den Bronzerang. U18-Kugelstoßerin Mona Khulusi wurde mit 12,94 Meter ebenfalls Dritte. Lennart Diego Schmitz, Daniel Alexander Gnörich, Luca Mayolle und Lauritz Kobor liefen mit der U18-Sprintstaffel in 1:35,69 Minuten zur Bronzemedaille Nummer sieben.


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Kategorie: Sport
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