"Rheinisches Derby" verlief friedlich


Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 30.04.2011 // Quelle: Polizei

Das mit den Sicherheitspartnern Bundespolizei, Stadt Köln, den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) und dem 1. FC Köln abgestimmte Einsatzkonzept der Polizei Köln ist beim heutigen Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen erneut voll aufgegangen. Dabei wurde auf Kommunikation gesetzt, um Provokationen und Eskalationen zu vermeiden. So erlebten etwa 50.000 Fußballbegeisterte am Samstagnachmittag (30. April) im RheinEnergieStadion ein spannendes und vor allem friedliches Derby.

Die Anreise- und Abreisephase der etwa 2.500 Leverkusener Fans sowie der etwa 8.000 Fans des 1. FC Köln im öffentlichen Personennahverkehr verliefen weitestgehend unproblematisch.
Ein Bundespolizist erlitt jedoch bei der Ankunft einer S-Bahn am Hauptbahnhof Köln ein Knalltrauma, als Pyrotechnik in Form eines Böllers gezündet wurde. Der Beamte musste in einem Kölner Krankenhaus ambulant behandelt werden. Es wurde eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet.

Etwa 1.000 Fans aus Leverkusen wurden in einem Fußmarsch von Polizeikräften zum Neumarkt begleitet, wo sie die Sonderbahnen der KVB bestiegen. Während des Marsches wurde ein bengalisches Feuer abgebrannt. Auch hier wurde eine Strafanzeige gefertigt. Auf der Fahrt zum Stadion wurden die Begleitkräfte von etwa 40 Kölner Prolemfans angegriffen, die Lage konnte jedoch schnell beruhigt werden.

Auf den Vorwiesen wurden neun Kölner Fans von Polizeikräften davon abgehalten, unter Umgehung der Absperrung zu die Leverkusener Fans zu gelangen.

Unter Beteiligung der Sicherheitsbeauftragten beider Vereine, der Fanbeauftragten aus Leverkusen, der beauftragten Wachdienste und der Polizei fand vor dem Spiel ein Kurvengespräch statt, das von einem Fernsehteam des Westdeutschen Rundfunks (WDR) begleitet wurde.

Nachdem mit Beginn des Spiels im Gästeblock mehrere bengalische Feuer gezündet wurden, war im weiteren Verlauf kein polizeiliches Einschreiten erforderlich. Nach dem Spiel wurden die Leverkusener Anhänger unter starker polizeilicher Begleitung zu den KVB-Sonderstraßenbahnen gebracht und von dort zum Deutzer Bahnhof begleitet.

Das erlassene Verbot über die Mitnahme von Glasflaschen und Glasbehältnissen für die entsprechenden Bahnhöfe und Haltepunkte in den Stadtgebieten Leverkusen und Köln sowie für die Entlastungs- und Regelzugverbindungen wurde weitestgehend eingehalten. In etwa 20 Fällen entsorgten die Fans auf Aufforderung der Bundespolizei ihre Glasflaschen in Müllcontainer. Es wurden keine Flaschenwürfe im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei registriert. Ebenso wurden keine Leverkusener Fans mit Betretungs- und Aufenthaltsverboten auf den Bahnanlagen in Leverkusen und Köln angetroffen.

Im Verlauf des Einsatzes wurde lediglich eine Person vorläufig festgenommen, acht Krawallmacher wurden in Gewahrsam genommen. Die eingesetzten Polizeibeamten fertigten sechs Strafanzeigen.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Sport
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