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Olympia: Von Platz fünf bis neun für Leverkusen alles dabei

Veröffentlicht: 24.08.2008 // Quelle: TSV Bayer 04

Ohne Edelmetall, aber mit sechs Top-Ten-Platzierungen, kehren die zehn Leichtathleten des TSV Bayer 04 Leverkusen von den Olympischen Spielen aus Peking (China) zurück. Von Platz fünf mit dem Speer bis Rang neun im Hammerwurf waren darunter alle Ränge vertreten. „Sicherlich haben wir von Medaillen geträumt. Aber unsere jungen Sportler haben ihre olympische Feuertaufe mit Bravour bestanden. Und die Weltklasseathleten Steffi Nerius und Danny Ecker haben sich trotz ihrer Verletzungsprobleme in der Weltspitze behauptet“, sagte Abteilungsleiter Joachim Strauss.

Mit der Stirnband-Aufschrift „Feuert mich an“ gelang Nerius in einem hochklassigen Speerwurf-Finale, dass die Tschechin Barbora Spotakova mit Europarekord von 71,42 Metern gewann, 65,29 Meter und damit ihr zweitbester Wettkampf des Jahres. Dass die seit 2002 anhaltende Medaillenserie bei Großveranstaltungen damit für die 36-Jährige abriss, enttäuschte die Olympiazweite von 2004 nicht: „Ich bin voll zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe mir nichts vorzuwerfen“ Einen ordentlichen achten Rang erreichte Katharina Molitor mit 59,64 Metern. „Nach dem Vorkampf hatte ich gehofft, noch einen Platz gutmachen zu können – die Plätze sieben und acht waren erreichbar. Jetzt freue ich mich, dass es geklappt hat“, erzählte die Sechste der Studenten-Weltmeisterschaften.

Auch für Ecker war Edelmetall nicht außer Reichweite. „Ich bin ein bisschen enttäuscht. Bronze war dieses Jahr wirklich einfach zu holen.“ Stattdessen ging diese Farbe an Denys Yurchenko (Ukraine), der ebenso wie der Leverkusener 5,70 Meter überquerte, aber zwei Fehlversuche weniger benötigte. Gehandicapt war der WM-Dritte im Vorfeld durch seine Achillessehnenverletzung: „Ich war zwar heute schmerzfrei unterwegs, konnte in den letzten Wochen aber nicht so trainieren können wie sonst“.

Disziplinkollegin Silke Spiegelburg setzte als Siebte ihr Ziel, einen Rang unter den besten Acht zu erreichten, in die Tat um. „Natürlich wären die 4,70 Meter schön gewesen, zumal die Sprünge sehr gut waren. Aber mit 4,65 Metern bin ich auch zufrieden“, sagte die 22-Jährige. Beeindruckt war die Europacup-Dritte bei ihren zweiten Olympischen Spielen vor allem von der Atmosphäre im Stadion: „Die Stimmung war Wahnsinn. Die Zuschauer sind immer mitgegangen, wenn man sie dazu aufgefordert hat.“

Hammerwerfer Markus Esser kam mit 77,10 Metern auf den neunten Rang. Zwar verbesserte sich der Deutsche Meister gegenüber Athen 2004 um zwei Plätze, der erhoffte Durchbruch blieb aber aus. „Ich hatte wieder etwas technische Probleme. Die konnte ich in der Qualifikation verdrängen, haben mir heute aber wieder in den Wettkampf rein gespielt“, sagte Esser nach dem Finale. Ganz unzufrieden war er mit seiner Leistung trotzdem nicht, denn nach den nationalen Titelkämpfen im Juli wollte er die Saison bereits abhaken. Erst eine Woche später reichte der 28-Jährige die Olympianorm in Ried (Österreich) nach und sprang mit leichter Verspätung auf den Peking-Zug auf.

Jennifer Oeser profitierte von der Dopingsperre der Ukrainerin Lyudmila Blonska. Die Siebenkämpferin rutsche dadurch vom zwölften auf den elften Platz vor. Die Top-Ten verfehlte die EM-Vierte mit 6.360 Punkten um nur neun Zähler. „Man muss die Plätze hinnehmen, wie sie gekommen sind“, bemerkte die 24-Jährige. In der letzten Disziplin gelang Oeser, die mit gemischten Gefühlen auf den Wettkampf zurückblickt, eine Steigerung ihres 800-Meter-Hausrekords um mehr als eine halbe Sekunde auf 2:11,33 Minuten. „Ich habe nochmal alles gegeben. Wenigstens eine Bestleistung ist es geworden. Das war ein versöhnlicher Abschied.“

Geschickt hat sich Marathonläuferin Melanie Kraus ihr Rennen eingeteilt. Nach einem vorsichtigeren Anfang gab ihr Trainer Paul Heinz Wellmann bei Kilometer 25 die Anweisung, das Tempo zu erhöhen. „Dann bin ich losgerannt wie der Teufel“, sagte die Apothekerin. 1:27 Minute legte die WM-20. die zweiten 21 Kilometern schneller zurück als den ersten Teil. Vor 91.000 Zuschauern überquerte Kraus mit ausgebreiteten Armen nach 2:35:17 Stunden die Ziellinie als 38. „Die letzten 500 Meter im Stadion waren der Wahnsinn. Ich habe vorher gesagt, ich will ins Vogelnest einfliegen.“

Für Sorina Nwachukwu sind ihre ersten Olympischen Spiele in Peking (China) mit dem achten Platz zu Ende gegangen. Die Viertelmeilerin lief an zweiter Position der deutschen 4x400-Meter-Staffel und erreichte zusammen mit Jonna Tilgner (Bremer LT), Florence Ekpo-Umoh (Erfurter LAC) und Claudia Hoffmann (SC Potsdam) nach 3:28,45 Minuten das Ziel. Im Halbfinale hatte das Quartett noch 3:25,55 Minuten benötigt. Als einziger Bayer-Athlet überstand Weitspringer Sebastian Bayer die Qualifikation nicht. Mit 7,77 Metern blieb der Deutsche Meister, dessen Bestleistung bei 8,15 Metern liegt, deutlich unter seinen Möglichkeiten und schied als 23. aus. Sprinterin Mareike Peters kam als Ersatzläuferin der 4x100-Meter-Staffel nicht zum Einsatz.

Mehr Informationen gibt es unter www.leichtathletik.de und en.beijing2008.cn.


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