Stadtplan Leverkusen
15.12.2007 (Quelle: Bayer 04)
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"So was vergisst man nicht"


Tranquillo Barnetta ist ein ganz wichtiger Baustein der Schweizer Elf, die in der Gruppe A auf Tschechien, Portugal und die Türkei trifft.

Bayer 04-TV: Herr Barnetta, auf dem Fußballplatz wirken Sie bei aller spielerischen Dynamik im Zweifelsfall eher besonnen. Bei Rudelbildungen sind Sie meistens nicht in der ersten Reihe vertreten.
BARNETTA: Ja, da bin ich nicht gerade der Anführer. Was nicht heißt, dass ich meine Kameraden nicht verteidige, wenn's drauf ankommt. Aber ich kann mich allein von meiner Figur her nicht in vorderster Front betätigen.

Bayer 04-TV: Ihr Vater hat aktiv Fußball gespielt, der ältere Bruder auch. Gab's im Elternhaus überhaupt eine ernsthafte sportliche Alternative?
BARNETTA: Nicht wirklich. Ich spiele zwar gerne Tennis, Squash, Badminton, fahre Snowboard, das volle Programm eben, aber Fußball war immer die Nr. 1. Ich hab mit meinem Bruder in der elterlichen Wohnung im Flur gekickt. Mit fünf war ich schon im Verein aktiv. Während der Schulzeit haben wir auf der Wiese gespielt. Ich bin mit dem Fußball groß geworden.

Bayer 04-TV: Gab es einen Punkt in Ihrer Laufbahn, den Sie rückblickend als entscheidend einordnen?
BARNETTA: Nein, nicht in diesem Sinne. Es hat sich alles Schritt für Schritt entwickelt. Nachdem wir mit der Schweizer U17 2002 Europameister geworden sind, bin ich in die 1. Mannschaft von St. Gallen berufen worden. Zwei Jahre später haben wir uns für die U21-EM in Deutschland qualifiziert. Ich bin dann zu Leverkusen gewechselt, habe ein Jahr für Hannover gespielt und bin nun wieder bei Bayer 04. 2004 hatte ich Monate lang mit den Folgen eines schweren Kreuzbandrisses zu kämpfen. Das war eine schwierige Zeit.

Bayer 04-TV: Wie war das beim 1. Länderspiel? Gänsehaut?
BARNETTA: Na klar. Ich kannte die Abläufe bei internationalen Spielen zwar schon von der Jugend-Nati, aber das war doch was Besonderes. Es war am 8. September 2004 bei einem Quali-Spiel gegen Irland. Ich hab' unser Tor vorbereitet. Das Match endete 1:1. So was vergisst man nicht.

Bayer 04-TV: Wie schätzen Sie die Stimmung in der Schweiz vor dem großen Ereignis im eigenen Lande ein?
BARNETTA: Gegenüber der Nati gibt es natürlich eine hohe Erwartungshaltung. Aber man weiß die Möglichkeiten nicht hundertprozentig einzuschätzen, denn als Ausrichter haben wir uns ja schon lange nicht mehr unter Punktspielbedingungen präsentieren müssen. Die Deutschen haben das vor ihrer eigenen WM ja auch zur Genüge kennengelernt. Da ist ein nicht unerheblicher Unsicherheitsfaktor. Die Vorfreude ist schon da bei den Leuten. Man merkt das allenthalben. Aber das wird sich noch kräftig steigern bis zum 7. Juni 2008.

Bayer 04-TV: Sie wurden 2007 zum "FIFA-Botschafter für SOS-Kinderdörfer" ernannt. Warum engagieren Sie sich?
BARNETTA: Ich habe mich sehr gefreut, als mich die FIFA und SOS-Kinderdörfer gefragt haben. Sie setzen sich für Kinder ein, die viel durchgemacht und keine Familie haben. Ich weiß sehr gut, wie viel es bedeutet, eine Familie zu haben, die einem Rückhalt bietet. Wenn jemand meinen Namen im Zusammenhang mit dieser Einrichtung liest oder hört und dadurch interessiert wird, ist schon viel gewonnen und ich habe etwas zurückgegeben.


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Letzte Änderung am 22.10.2014 23:10 von leverkusen.
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