Alexander Dimitrenko vs. Chris Koval - Leverkusen


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Alexander Dimitrenko vs. Chris Koval

IBF-Junioren-Weltmeisterschaft
Zweiter Hauptkampf bei Sturm vs. Schenk
5. März, W.-Dopatka-Halle Leverkusen, ZDF live
Veröffentlicht: 08.02.2005 // Quelle: Boxing

Wer mit 22 Jahren als Boxprofi seinen ersten großen Titelkampf hat, muss schon ziemlich genial sein. Im Schwergewicht heißen solche Leute Tyson oder Klitschko. Oder eben Alexander Dimitrenko, in Hamburg trainiert von Fritz Sdunek, dem „Julio Iglesias des Boxens“ (maxboxing.com). Und dieser Alexander Dimitrenko, der im November über acht schwere Runden den ausgebufften Ross Puritty besiegt hat, boxt nun am 5. März in Leverkusen um die Junioren-Weltmeisterschaft (IBF). Sein Gegner ist der Amerikaner Chris Koval, der mit 22 Jahren gleich alt ist und einen ähnlich beeindruckenden Kampfrekord wie der in 17 Duellen ungeschlagene Dimitrenko (11 KO) aufweist: Koval gewann 20 seiner 21 Kämpfe, 16 durch KO.
„Das sind die Fakten“, sagt Jean-Marcel Nartz, Technischer Leiter bei Universum Box-Promotion. „Zwei junge Schwergewichte mit fantastischen Rekorden boxen um die Junioren-WM – da kommt nur einer weiter. Die Aufbauphase ist für beide vorbei. Dimitrenko und Koval haben gute Leute besiegt. Der nächste Schritt ist der Junioren-Titel und dann sind sie Weltspitze, bekommen Top-Rankings in den Weltranglisten und werden eines nahen Tages die jetzigen Weltmeister ablösen.“
Die neue Generation hat sich ihren Platz hart erkämpft: „Ich boxe seit zehn Jahren, bin seit gut drei Jahren Profi, da muss jetzt was passieren“, sagt der gebürtige Ukrainer „Sascha“ Dimitrenko in nahezu perfektem Deutsch. Nur ein falscher Kasus in seiner ersten Fremdsprache oder ein deutsches Wort nicht richtig ausgesprochen – und schon macht er eine Pause, konzentriert sich, spricht es korrekt aus. Er will perfekt sein, ob beim Boxen, beim Sprechen, beim Jura-Studium. Und er ist so wissbegierig: Liest alles zum Boxen, guckt sich Kämpfe an, fragt nach: „Was gibt’s Neues?“ Er löchert den Trainer Fritz Sdunek, der schon ein Dutzend Weltmeister gemacht hat von Rocchigiani über Michalczewski bis Klitschko und Erdei: „Ist das so richtig, Fritz?“ Dimitrenko will es wissen, am 5. März auch gegen Chris Koval. „Er hat einen guten Kampfrekord, aber den habe ich auch“, sagt Dimitrenko. Nach dem großen Test gegen den großen Ross Puritty weiß Dimitrenko, wie Weltspitze schmeckt: „Ich habe einen Moment in der achten Runde nicht aufgepasst und hatte nach dem Kampf ein dickes Veilchen.“ Aus dem außergewöhnlich talentierten „Babyface“ Alexander Dimitrenko ist ein reifer Boxer geworden. Als Amateur war er bereits vor fünf Jahren Junioren-Weltmeister. „Am 5. März habe ich hoffentlich meinen ersten Gürtel als Profi.“


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