Felix Sturm vs. Bert Schenk – Das Duell - News von Leverkusen.com


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Felix Sturm vs. Bert Schenk – Das Duell

Was sie gemeinsam haben, was sie trennt
5. März, W.-Dopatka-Halle Leverkusen, ZDF live
Veröffentlicht: 31.01.2005 // Quelle: Boxing

Der eine war lange abgeschrieben, während der andere immer höher geschrieben wurde: Was ist dran an Bert Schenk, was an Felix Sturm? Sie stehen sich 5. März in Leverkusen (ZDF live) im Ring gegenüber, und dann geht es nur noch um den Sieg und die Fahrkarte zur Weltmeisterschaft im Mittelgewicht. „Beide sind Weltklasse“, sagt Jean-Marcel Nartz, Technischer Leiter bei Universum Box-Promotion. „Aber es muss auch alles stimmen: Fitness, Psyche und Kampfstrategie.“

Schenk, der nach einer tollen Amateurkarriere vor neun Jahren Profi wurde, war WBO-Weltmeister, gefürchtet wegen seiner Schlagkraft und der Rechtsauslage. „Bert war eines der größten Talente im deutschen Boxen überhaupt. Das haben mir alle Trainer schon vor Jahren versichert“, so Nartz. „Ich erwarte viel von ihm, jetzt, da er alle Verletzungen überwunden hat und zuletzt in Magdeburg so gut geboxt hat.“ Und was sagt Bert? „Ich rechne mir was aus. Es ist nicht die letzte Chance für ich, aber fast. Mal sehen, wie der Kampf läuft.“

Darauf kommt es an: Geht Schenk verletzungsfrei und mit freiem Kopf durch das Training in Berlin bei Torsten Schmitz, ist er eine Gefahr für alle Boxer im Limit bis 72 Kilo. Die Weltranglisten führen ihn weit vorne: WBA an 3, IBF an 8, WBO an 7, und bei Fightnews auch an 8. Sturm ist 4 bei der WBC, 3 bei IBF, 1 bei WBO und bei Fightnews an Position 3. Nartz: „Das zeigt doch, welchen großen internationalen Stellenwert dieses deutsch-deutsche-Duell hat.“

Schenk war auch mal Schützling bei Trainer Michael Timm, der jetzt Sturm trainiert. Ein psychologisches oder strategisches Handicap? „Nein“, sagt Bert, „jeder entwickelt sich weiter. Und große Geheimnisse gibt’s sowieso nicht.“ Timm hatte ihn auch vorbereitet, als er sich wenige Tage vor dem WM-Kampf gegen Hector Velazco im Herbst 2003 in Berlin verletzte. Sturm sprang ein, holte den Titel, und die Geschichte nahm einen anderen Lauf. . .

„Ich habe meine Chance damals genutzt, und ich werde sie jetzt auch nutzen“, sagte Felix Sturm, der sich mit aller Akribie auf den Schenk-Kampf vorbereitet. Sturm hat die öffentlichen Termine auf Null reduziert. Kein Turmspringen bei Raab mehr, keine Preisverleihung in der Hamburger Wirtschaft, keine Promi-Party – ab diesem Montag ist Training in Schwerin angesagt, der Heimat von Michael Timm. „Wir fahren mit einer ganzen Truppe nach Schwerin, denn sonst stehen wir uns im Hamburger Gym mit allen Boxern von Fritz auf den Füßen. Das ist ein Trainingslager, das mal ein bisschen Abwechslung bringt – und hoffentlich Erfolg.“ Felix Sturm ist nach den Elogen in den Medien und dem Preis für den „Boxer des Jahres“ wieder im Alltag angekommen. „Diesen Kampf muss ich gewinnen“, feuert er sich vor dem Prestigeduell selbst an. „Ich habe alle Möglichkeiten, auch in Amerika, da soll jetzt nichts mehr dazwischen kommen. Die Zeit arbeitet für mich. Aber ich werde das Arbeiten auch nicht vergessen.“

Dass der Kampf wieder in Leverkusen stattfindet, macht ihn stolz: „Meine Leute freuen sich schon, wahrscheinlich werde ich selbst ein paar hundert Karten verkaufen.“ Auch aus Bert Schenks Heimat Magdeburg werden Busse nach Leverkusen fahren.

Und wer hat am 5. März nach zwölf Runden oder weniger den Arm oben? „Schwer zu sagen“, sagt eine, die auch in Leverkusen boxt und gerade ihren ersten Titel holte, die Deutsche Meisterin im Fliegengewicht, Julia Sahin. „Ich kenne Felix ja sehr gut und kann ihn richtig gut leiden. Aber auch Bert ist ein netter Typ, wir haben uns in Magdeburg locker unterhalten. Dass er stark boxt, hat er ja gezeigt. Ich lege mich lieber nicht fest.“ Auch Marcel Nartz weicht aus: „Bei Stallduellen kann man sich immer nur einen guten Kampf wünschen. Das ist hier garantiert.“


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