Die Verkehrsunfallstatistik spricht eine deutliche Sprache. 159 Mal waren Radler im vorigen Jahr in Leverkusen in Unfällen mit Verletzten verwickelt. Jeder dritte Verletzte im Straßenverkehr war ein Radfahrer. Deshalb wird die Polizei im Stadtgebiet die Kontrollen der Radfahrer in diesem Jahr verstärken.
Einen Anfang machten die Polizisten am Freitag bei einer Kontrolle an einer Schule in Wiesdorf und überprüften die Verkehrssicherheit der Drahtesel. Die Feststellungen bestätigten dabei die Statistik. Auffällig war, dass viele Schüler die Verkehrsregeln nicht beachteten und die Räder teilweise erhebliche technische Mängel aufwiesen.
Die Beamten mussten feststellen, dass die Kinder Radwege in der falschen Richtung benutzten, zu Dritt nebeneinander fuhren oder Rotlicht zeigende Ampeln missachteten. Auch die Liste der technischen Mängel an den Rädern war groß. Beleuchtungseinrichtungen waren defekt oder nicht vorhanden. Fahrradreifen waren ohne Profil und Vorder- und Hinterradbremsen teilweise ohne Wirkung. Ein Schüler fuhr mit seinem Rad ohne Bremse zur Schule.
Insgesamt wurden etwa 60 Fahrradfahrer und -fahrerinnen überprüft und die Betroffenen auf ihr Fehlverhalten angesprochen. Da der überwiegende Teil der Überprüften Kinder waren, werden jetzt 18 Eltern Post von der Polizei bekommen und darin von den Feststellungen informiert.
Die Leverkusener Polizei wird diese Kontrollen im gesamten Stadtgebiet in den nächsten Wochen und Monaten fortsetzen.
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