Stadtplan Leverkusen
29.04.2013 (Quelle: Handball-Eflen)
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Abschied vom „Käpt’n​“ – Laura Steinbach ​verlässt die Elfen​


Es ist so weit. Sie geht. Nach sechs Jahren verlässt sie den Verein, in dem sie zur absoluten Spitzenspielerin gereift ist. „Es war für mich lange Zeit so unvorstellbar, dass ich es fast nicht aussprechen konnte“, sagt Laura Steinbach. In den vergangenen beiden Spielzeiten war sie „Käpt’n“ der Elfen, Dreh- und Angelpunkt im Rückraum. Und nun geht sie also. Ins Ausland, genauer gesagt nach Ungarn. „Ich suche noch einmal eine neue Herausforderung“, sagt sie. Laura Steinbach wird im August 28 Jahre alt, der richtige Zeitpunkt, um vielleicht ein letztes Mal in ihrem Sportlerleben zu neuen Ufern aufzubrechen.

Laura Steinbach war eines der größten Talente in Deutschland, als sie im Sommer 2007 nach Leverkusen kam. Ein Jahr zuvor, im April 2006, hatte die 1,81 m große Tochter des früheren NOK-Präsidenten Dr. Klaus Steinbach beim Länderspiel in Riesa gegen Kroatien ihr Debüt in der Deutschen Nationalmannschaft gegeben. Aus der ist sie heute nicht mehr wegzudenken! Nur kurz sei daran erinnert, dass sie bei der EM im Dezember 2012 in Serbien die mit Abstand erfolgreichste deutsche Torschützin war.

Es erscheint kaum vereinbar mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten, wenn Laura Steinbach zum Torwurf abhebt. Fast hat es den Anschein, als stehe sie in der Luft, hoch über den Köpfen der gegnerischen Deckung, ehe sie mit der Wucht eines Katapults den Ball ins Netz jagt. Für die Elfen hat sie nicht selten Tore am Fließband erzielt, Spiele im Alleingang entschieden, nationale und internationale Abwehrreihen zur Verzweiflung gebracht. Ihr Trikot mit der Rückennummer 18 war der Renner bei den Fans, ihre Unterschrift heiß begehrt.

Nun heißt es also Abschied nehmen von Laura Steinbach. „Sehr emotional“ findet sie das. Deshalb habe sie ihre endgültige Entscheidung auch so lange hinausgezögert. „Ich hatte hier in Leverkusen sechs wunderbare Jahre“, sagt sie, und dem Verein, der ihr so ans Herz gewachsen ist, habe sie „einiges zu verdanken“.

Die Elfen und Laura Steinbach haben viel zusammen erlebt. Pokalsieg 2010, Play-off-Endspiele um die Deutsche Meisterschaft, Höhen und Tiefen, Jubel, Frust, Begeisterung, Enttäuschung, die ganze Bandbreite, die der Sport zu bieten hat. „Das alles hat mich enorm gestärkt“, schwärmt die Vollbluthandballerin von dem Traditionsverein. Stolz sei sie darauf, das alles hier mit den Elfen miterlebt zu haben, über so viele Jahre hinweg ein Teil dieser großartigen Mannschaft gewesen zu sein: „Ich gehe ganz sicher mit einem weinenden Auge. Und ja: Der Abschied fällt mir sehr schwer.“

Renate Wolf, Geschäftsführerin der Handball-Abteilung und fünf Jahre lang Steinbachs Trainerin, hat Verständnis für die Entscheidung. „Natürlich ist es sehr schade, dass eine Spielerin von Lauras Format uns verlässt“, bedauert sie. Aber so sei nun mal der Sport, und „dass Laura sich noch einmal im Ausland beweisen will, ist absolut legitim und aus ihrer Sicht nur allzu verständlich“.

Und so geht sie also, diese Laura Steinbach, die aus dem Elfen-Kollektiv doch eigentlich so ganz und gar nicht wegzudenken ist. Sie geht, nicht ohne sich zu bedanken: Beim Verein, den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Fans der Elfen. Ein Riesendank geht an Renate Wolf, "der ich viel zu verdanken haben. Renate hat mich unter anderem zu der Spielerin gemacht, die ich heute bin. Sie hat mir mit auf den Weg gegeben, niemals aufzugeben, auch wenn es mal nicht so gut läuft.“

Auch ihrer heutigen Trainerin und früheren Mitspielerin Heike Algrimm, an der sie sich damals vor sechs Jahren so wunderbar orientieren konnte, gilt ein großes Dankeschön. „Heike hat mich immer gezogen. Ich habe sie bewundert und ich habe ihr viel zu verdanken", so ihr Rückblick. "Ahli" gibt dieses Kompliment uneingeschränkt zurück: "Laura war mein Kapitän und verlängerter Arm auf dem Feld. Ich habe gerne mit ihr zusammengearbeitet, sie war immer ein Vorbild an Einstellung und Willen."

Die Firma Steinhaus in Remscheid, die der Ingenieurin für Lebensmitteltechnik und mittlerweile erfolgreich examinierten Gesundheitsmanagerin mit flexiblen Arbeitszeiten und großem Verständnis eine „Triple-Karriere“ mit Handball, Studium und Job ermöglichte, will Laura Steinbach ebenfalls nicht unerwähnt lassen: „Ich bin ihnen allen so dankbar und werde sie sehr vermissen.“ Die Elfen werden Dich auch vermissen, Laura. Mach’s gut! Und danke für alles.


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Letzte Änderung am 30.04.2013 06:57 von leverkusen.