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Doktorsburg
Früher eine Hälfte des Büchelter Hofes, heute ein Haus der älteren Bürger.
Benannt nach dem akademischen Grad von Dr. Jakob von Omphal, der das Grundstück mit dem damaligen Gebäude im Jahre 1540 erwarb. Früher gehörte das Gebäude auch Abraham Schaaffhausen
Dr. Jakob Omphal ist auch der älteste bekannte Wiesdorfer, von dem ein Porträt auf einer Münze/Medaille vorhanden ist.
Nach 1682 wurde dort von Deutschordenskomptur Merode ein Schlößchen (heute
Rathenaustr. 63, Karte: D3) errichtet, das heute noch am Rande des Stadtparks steht.
Glücklicherweise wurde im Jahre 1971 der Plan, die Doktorsburg für das neue Rathaus abzureißen, aufgegeben. 2003 wurde diskutiert, das Gebäude an einen Gastronom zu verkaufen.
Die heute denkmalgeschützte Doktorsburg war ehemals eine Wasserburg. Die dazugehörigen Wassergräben wurden
durch zwei fließende
Gewässer gespeist und zwar durch den Mühlenbach, der
sich von der Dhünn abzweigte und vom Mutzbach, der
jetzt unter der Erde bis zur Dhünn weitergeführt wird.
Davon erzählte mein Opa gerne. Ich werd' ihn bei Gelegenheit mal nach einem entsprechenden Foto fragen und es euch hier zeigen
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Die stählernen Mikado-Stäbe (Zuckende Blitze) wurden von Norbert Kricke Anfang der 60er Jahre gestaltet.
Eine ähnliche kleine Arbeit gehört zum Bestand des Schloß Morsbroich
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In den zwanziger Jahren wurde die Dhünn von der Eisenbahn westlich der Firma Wuppermann aus flußabwärts zwischen pappelbestandene Deiche gezwungen; während sie früher bis an die Doktorsburg geflossen und Nebenarme und Teiche gefüllt hatte. Somit war neues Park- und Bauland entstanden.
Aus einem Lageplan des Jahres 1829/30, dem sog. Urkataster, ist zu ersehen, daß zur Doktorsburg eine Haupt- und eine Vorburg gehörten, die durch einen Wassergraben voneinander getrennt waren. Von
dieser ehemals befestigten Hofanlage steht jetzt nur noch das Herrenhaus.
In den Dreißiger Jahren mußte der Plan, die Doktorsburg in ein Heimatmuseum umzuwandeln, aufgegeben werden, obwohl mit dem Umbau bereits am 3. Januar 1933 begonnen worden war. Ein Erlaß des
Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung verhinderte dies. Dadurch wurde die Doktorsburg der Partei zur Verfügung gestellt.
In dieser Zeit geschah es auch, daß der Elefant, der in die gegenüberliegende Siedlung hineinsah, umgedreht werden mußte, damit er den Anwesenden in der Doktorsburg nicht das entzückende Hinterteil zeigte.
Wie gefällt euch denn die Doktorsburg?
Dann schreibt mir doch mal.
Vielleicht wißt ihr noch mehr über dieses ehemalige Herrenhaus.
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