Leverkusen
Autofahrer schlug zu
Ein harmloses Verkehrsvergehen endete in Leverkusen-Wiesdorf mit einer
Körperverletzung.
Am Mittwochnachmittag näherte sich ein 40-jähriger Kradfahrer aus Monheim dem
Kreisverkehr Wöhlerstraße/Nobelstraße. Im Kreisverkehr befand sich ein Pkw, der
plötzlich und ohne den Blinker zu betätigen herausfuhr. Dadurch musste der
Motorradfahrer stark abbremsen, um einen Unfall zu verhindern. Dies ärgerte ihn
so sehr, dass er hupte um den Autofahrer auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu
machen. Als Reaktion zeigte dieser ihm den "Stinkefinger" und fuhr zunächst
weiter. Im weiteren Verlauf der Straße fuhr dann der Pkw-Fahrer so dicht auf das
Krad auf, dass der 40-Jährige Angst bekam.
Schließlich hielt der Motorradfahrer auf der Dhünnstraße an. Der Autofahrer
stoppte ebenfalls sein Fahrzeug und stieg zusammen mit seinem Beifahrer aus.
Beide schlugen sofort auf den Monheimer ein, der zu Boden fiel und sich krümmte.
Erst als ein Passant dazwischen ging ließen die Beiden von ihm ab und fuhren
davon.
Der 24-jährige Autofahrer und sein Beifahrer erschienen wenig später wieder am
Ort des Geschehens und gaben gegenüber der Polizei eine völlig andere
Schilderung des Sachverhaltes. Zeugen bestätigten jedoch die Aussage des
Geschädigten.
Der Führerschein des 24-Jährigen wurde zunächst sichergestellt und ein Verfahren
wegen Straßenverkehrsgefährdung und Körperverletzung eingeleitet. Jetzt muss die
Staatsanwaltschaft entscheiden, ob er charakterlich geeignet ist, ein
Kraftfahrzeug zu führen.
Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 31.05.2001
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Letzte Änderungen: 02.06.2001