Sensations-Comeback von Jennifer Oeser – Anna Maiwald im Club der 6.000der


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 28.05.2015 // Quelle: TSV Bayer 04

Beim 4. Internationalen Mehrkampfmeeting in Ulm (27./28. Mai) meldete sich Siebenkämpferin Jennifer Oeser eindrucksvoll zurück und kratzte bei ihrem Comeback mit 6.145 Punkten an der WM-Norm. Anna Maiwald übertraf ihre Bestleistung um knapp 250 Punkte und befindet sich mit 6.111 Punkten im erlesenen Club der 6.000-Punkte-Mehrkämpferinnen.
Es sollte ein Siebenkampf im kleinen Rahmen werden, um nach drei Jahren Mehrkampfabstinenz Wettkampfpraxis auf dem Weg Richtung Rio 2016 zu sammeln. Was Jennifer Oeser in den vergangenen zwei Tagen auf die Bahn brachte, verschlägt selbst den Trainern und Betreuern die Sprache, die „Jennys“ Wettkampfqualitäten seit Jahren kennen.
Ihren letzten Mehrkampf absolvierte „Jenny“ Oeser im August 2012 bei den Olympischen Spielen in London. Schon in der Vorbereitung auf London plagten sie Fuß- und Wadenprobleme, die sie in den nächsten Jahren trotz Operationen nicht mehr los ließen. Im Oktober 2014 brachte die 31-Jährige ihren Sohn Jakob zur Welt, verlor dabei aber nie ihr großes Ziel – Rio 2016 – aus den Augen. 2015 sollte auf dem Weg dorthin eigentlich nur ein Übergangsjahr sein. Dass Jennifer Oeser gleich bei ihrem ersten Siebenkampf nach drei Jahren Verletzungs- und Babypause an der Norm für die Weltmeisterschaften in Peking (22. bis 30. August) kratzt, sorgte nicht nur in Ulm für viele überraschte und bewundernde Gesichter.
In 13,79 Sekunden über 100 Meter Hürden startete Jennifer Oeser flott in den ersten Mehrkampftag. „Ich wollte unbedingt unter 14,00 Sekunden laufen. Das habe ich geschafft“, erklärt Oeser. Die 1,78 Meter im Hochsprung und 13,88 Meter im Kugelstoßen ließen die dreifache internationale Medaillengewinnerin erstmals in den beiden Mehrkampftagen so richtig strahlen. „Nach drei Jahren Pause hängt natürlich über jeder Disziplin ein riesiges Fragezeichen. Aufgrund einer Fersenprellung fiel das Hochsprungtraining in den letzten zwei Wochen auch noch aus. Deshalb war Hochsprung die erste ganz große Überraschung für mich“, blickt Jennifer Oeser zurück. Tag eins rundete sie mit 24,79 Sekunden über 200 Meter ab. Der nächste Überraschungsmoment folgte am zweiten Tag mit dem Weitsprung. 6,27 Meter setzte die Athletin von Karl-Heinz Düe in den Sand. „In den ersten Siebenkämpfen der Saison habe ich mich oft schwer getan, überhaupt über 6,00 Meter zu springen. 6,27 Meter sind Wahnsinn“, resümiert sie weiter. Im Speerwurf musste Jennifer Oeser dann einen kleinen Dämpfer einstecken. Ihr weitester Versuch landete außerhalb des Sektors. Reguläre 40,73 Meter wurden für sie gemessen. „Speer war einfach nicht gut. Das muss weiter gehen.“ Um die WM-Norm von 6.150 Punkten noch zu übertreffen, musste die Uhr im abschließenden 800-Meter-Lauf nach 2:15,79 Minuten stehen blieben. Es wurde mit 2:16,12 Minuten etwas langsamer. Mit 6.145 Punkten fehlten Jennifer Oeser nur fünf winzige Pünktchen zur WM-Norm. „Die 6.150 Punkte reichen vermutlich eh nicht, um sich sicher für die WM zu qualifizieren. Trotzdem wollte ich vor allem nach dem Weitsprung natürlich diese Norm. In Ratingen werden die Karten neu gemischt. Ich habe gezeigt, dass ich wieder dabei bin und nehme unwahrscheinlich viel Motivation mit in die nächsten Wochen“, lautete Jennifer Oesers Schlussfazit im Hinblick auf das Mehrkampfmeeting in Ratingen am 27./ 28. Juni. Dort werden dann die WM-Fahrkarten verteilt.
Knapp hinter Jennifer Oeser setzte auch Anna Maiwald zahlreiche Ausrufezeichen. Im Fokus stand die Norm (5.900 Punkte) für die Universiade im südkoreanischen Gwangju. Über 100 Meter Hürden startete die 24-Jährige in 13,63 Sekunden mit der ersten Bestleistung. Im Hochsprung – ihrer Zitterdisziplin – ließ sie 1,72 Meter folgen und blieb nur zwei Zentimeter unter ihrem Hausrekord. Im Kugelstoßen gab es mit 14,13 Meter Bestleistung Nummer zwei. In 24,03 Sekunden über die halbe Stadionrunde schloss sie Tag eins ab und lag klar auf Bestleistungskurs. Den zweiten Wettkampftag eröffnete die Studentin mit 5,78 Meter im Weitsprung, gefolgt von 44,84 Meter im Speerwurf. Trotz Erkältung lief sie die 800 Meter in 2:16,09 Minuten und freute sich am Ende nicht nur über die Norm für die Universiade, sondern auch über ihren ersten Mehrkampf über 6.000 Punkte. Mit 6.111 Punkten übertraf sie ihre bis dato gültige Bestleistung um knapp 250 Zähler und kam völlig unerwartet sogar nahe an die WM-Norm heran. „Ich wollte eigentlich nur endlich die 6.000 Punkte knacken. Dass es jetzt sogar 111 Punkte mehr geworden sind, kann ich noch nicht wirklich begreifen. An die WM-Norm habe ich im Vorfeld keinen Gedanken verschwendet, die war für mich völlig unrealistisch. Ich bin natürlich rundum zufrieden. Ein bisschen ärgern mich aber die 200 Meter. Ich bin schon so oft knapp über 24,00 Sekunden gelaufen. Ich möchte endlich die 23 vor dem Komma haben“, sagte Anna Maiwald.
Für eine weitere Bestleistung sorgte Silvia Mrotzek. Mit 5.499 Punkten pulverisierte sie ihren Hausrekord und machte den Leverkusener Dreifachtriumph perfekt. Die 100 Meter Hürden sprintete sie in 14,86 Sekunden, im Hochsprung blieb die Latte bei 1,66 Meter liegen. Die Kugel flog 12,94 Meter weit und die Uhr über 200 Meter blieb nach 26,41 Sekunden stehen. An Tag zwei ließ sie 5,68 Meter im Weitsprung, 43,67 Meter im Speerwurf und 2:17,55 Minuten über 800 Meter folgen.
Einen weiteren Schritt in die richtige Richtung machte Kira Biesenbach nach ihrem Kreuzbandriss im April 2014. Aus verkürztem Anlauf übersprang sie im Hochsprung 1,72 Meter. 12,72 Meter im Kugelstoßen und 34,58 Meter im Speerwurf lassen die WM-Teilnehmerin von 2013 ebenfalls positiv in die nächsten Wochen blicken.


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Kategorie: Sport
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