Stadtplan Leverkusen
26.08.2020 (Quelle: Stadtelternrat)
<< Josefa Lux: 6.764€ für Facebook-Werbung   Markus Beisicht kritisiert das Verbot der Corona-Demos >>

Stadtelternrat fordert weiteres Engagement beim Ausbau von Kitaplätzen


Der Stadtelternrat Leverkusen ruft Politik und Stadtverwaltung zu mehr Engagement beim Kitaausbau auf. Die Bedarfe der Familien werden mit dem kurz- und mittelfristig zur Realisierung geplanten Standorten nicht adäquat bedient.

Die Stadtverwaltung hat dem Stadtelternrat eine Übersicht über die aktuelle Ausbauplanung bei Kitas in Leverkusen zur Verfügung gestellt. Dabei zeigt sich, dass die Umsetzung z.T. sehr langwierig ist. Von den zehn im Rahmen der Ratsvorlage Nr. 2017/1790 festgehaltenen Standorten ist bei keinem der Baubeginn erfolgt. Oliver Ding, Vorsitzender des Stadtelternrats, kommentiert: "Die Stadtverwaltung hat uns freundlicherweise die Anfrage sehr kurzfristig beantwortet, so dass wir noch vor der Kommunalwahl auf die Probleme eingehen können. Die letzte Kita wurde im Herbst 2019 fertig. Der Antwort der Stadtverwaltung entnehmen wir, dass bei immerhin zwei Standorten kurzfristig mit Baubeginn gerechnet werden kann. Dort hat der Stadtrat bereits grünes Licht gegeben. Noch aber rollen keine Bagger. Damit ist kaum vor Anfang 2022 mit der Fertigstellung zu rechnen."

Acht weiterhin zur Realisierung vorgesehenen Standorte sind mittel- bis langfristig geplant. Im Abgleich mit der Gruppenaufteilung aus dem Kinder- und Jugendhilfeplan zeigt sich, dass nicht in allen Stadtteilen, in denen aktuell rechnerisch Betreuungsplätze fehlen, neue Kitas entstehen sollen. Sandra Quell vom Stadtelternrat erläutert: "In Opladen fehlen ca. 300 Kitaplätze. Die beiden neu geplanten Kitas im Gebiet der Bahnstadt-West können aber erst mittelfristig entstehen, weil noch kein Bebauungsplan beschlossen wurde. Am geplanten Standort im Gewerbegebiet Schusterinsel wurden überhöhte Lärmmessungen festgestellt, die gegen eine Kita an diesem Standort sprachen. Stattdessen sei nun eine Waldkita geplant, für die es aber noch keinen Standort gibt. Küppersteg und Manfort können ebenfalls erst mittelfristig mit neuen Kitaplätzen rechnen. In Schlebusch ist erst langfristig mit einer neuen Kita zu rechnen, die den dortigen Bedarf jedoch nicht decken würde. In Wiesdorf kann eine Kita, die vor allem bei der dortigen Unterdeckung im U3-Bereich hätte helfen können, wegen der Seveso-II-Richtlinie nicht gebaut werden."

In Bürrig, Lützenkirchen, Alkenrath, wo jeweils ungefähr 100 Kitaplätze fehlen, ist kein Neubau geplant. Auch in Bergisch Neukirchen und Hitdorf besteht weiterhin Bedarf. Irina Prüm, Beirat des Stadtelternrats, kommentiert: "Rechnerisch fehlen in Leverkusen über 1.000 Kitaplätze. Es wird beim aktuellen Stand noch lange dauern, bis die Bedarfslücken abgedeckt sind. Die Stadtverwaltung sollte unbedingt prüfen, welche Möglichkeiten zur Prozessbeschleunigung es gibt. Warum wird zum Beispiel in der Bahnstadt und insbesondere in der Auermühle keine Aufteilung des Plangebietes in mehrere Bebauungspläne vorgenommen? Man könnte das Gebiet für die geplante Kita aus dem Gesamtgebiet 'ausschneiden' und somit das notwendige Bebauungsplanverfahren für diesen Bereich frühzeitiger abzuschließen. Außerdem sollte die Suche nach passenden Grundstücken intensiviert werden. Dabei sollten auch Flächen in Gewerbegebieten geprüft werden. Da Kitaplätze aber nicht nur aus Gebäuden bestehen, muss parallel die Gewinnung von Fachkräften verstärkt werden."


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht     Impressum     Datenschutzerklärung    

Letzte Änderung am 26.08.2020 17:37 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar:
(Es sind keine Links erlaubt)
reCAPTCHA:
Spammen zwecklos:
  • Um das Formular abschicken zu können, muss das reCAPTCHA angeklickt werden
  • Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet


Follow leverkusen on Twitter