Stadtplan Leverkusen
05.08.2020 (Quelle: Klinikum)
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Neubau für die Wohlfühlatmosphäre bei der Geburt


Die Geburtshilfe wird mit Fertigstellung des Bauprojekts in die erste Etage des Gebäude 1.L ziehen. Damit rückt unser Mutter-Kind-Zentrum im Klinikum Leverkusen näher zusammen und ist auch anhand der Räumlichkeiten als eine Einheit zu erkennen. Kreißsaal, KinderIntensivstation, die Stationen der Kinderklinik und die Station für die frisch gebackenen Mütter befinden sich demnächst in unmittelbarer Nähe zueinander.
Als zertifiziertes Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) ist das Klinikum in der Lage sehr schwer erkrankte Neugeborene und Frauen zu behandeln. Unser Sicherheitspaket für die Geburt soll jedoch lediglich wie ein unsichtbarer Airbag funktionieren. Bei den Um- und Ausbaumaßnahmen für die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe stand der Wohlfühlfaktor für die werdenden Eltern im Fokus. „Die Mutter soll sich im Grunde genauso wohl fühlen und fallen lassen können, als ob sie in ihrem eigenen Wohnzimmer wäre. Gleichzeitig hat sie bei der Geburt ihres Kindes die maximale Sicherheit eines Perinatalzentrums im Background,“ sagt Prof. Dr. Kubilay Ertan, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.
Fünf neue hochmoderne Kreißsäle entstehen aktuell im Klinikum. Jeder davon ist ausgestattet mit einer Entspannungs- oder Geburtsbadewanne, einem individuellem Lichtkonzept, eigenem Badezimmer und weil die Geburt auch mal etwas länger dauern kann, gibt es bequeme Sitzmöglichkeiten für Väter oder die Geburtsbegleitung. Jegliche Technik und medizinischen Gerätschaften sind in den Schränken untergebracht und werden erst sichtbar, wenn sie nötig werden. Die Entspannung der Mutter ist ein wichtiger Faktor bei der Geburt. Die neuen Kreißsäle zielen genau darauf ab, es sollen Wohlfühloasen für die werdenden Eltern sein und die Geburt als schönes Erlebnis fördern.

Die neue Geburtshilfe verfolgt ein Tür-an-Tür-Konzept, sodass neben den Kreißsälen auch ein OP für Kaiserschnitte auf der ersten Etage des Gebäude 1.L untergebracht ist. Des Weiteren befindet sich die Kinderintensivstation und Kinderklinik auf der gleichen Ebene.
Diese Nähe soll den werdenden Müttern Sicherheit geben, in den neuen Räumen der Geburtshilfe aber in den Hintergrund treten, sodass eine natürliche, gesunde Geburt im Vordergrund steht.

Neubau für den medizinischen Fortschritt in der Kardiologie
In der zweiten Etage des Neubaus entstehen die künftigen Räume für die Eingriffe der Medizinischen Klinik 1.
Seit dem Bezug der jetzt benutzten Herzkatheterlabor 2007 und einer Erneuerung 2014 hat sich die invasive und interventionelle Kardiologie sehr stark weiterentwickelt. Insbesondere auf dem Gebiet der Behandlung von Herzrhythmusstörungen und dem Bereich der sogenannten strukturellen Herzerkrankungen, d.h. der Behandlung von Defekten in der Herzscheidewand, dem Verschluss des Vorhofohres zur Vermeidung von Schlaganfällen und der Behandlung von Herzklappenfehlern haben sich große Fortschritte gezeigt.
Daneben können aber immer mehr Eingriffe durch verbesserte Techniken und Materialien auch ambulant, oder nur durch einen sehr kurzen stationären Aufenthalt durchgeführt werden.
Dieser Weiterentwicklung der Kardiologie, an der die Medizinische Klinik 1 auch ganz entscheidend teilhat, trägt das Klinikum Rechnung durch Errichtung von drei hochmodernen neuen Herzkatheterlabors. Davon wird einer der Räume als Hybrid-OP mit neuestem Standard ausgebaut. In einem Hybrid-OP befindet sich eine Herzkatheteranlage, daneben können in diesem Raum jedoch auch größere Operationen unter denselben Sterilitätsbedingungen, wie in einem regulären Operationssaal durchgeführt werden, da der Raum sowohl mit Umkleide- und Waschräumen sowie einer Schleuse für die Vorbereitung des Patienten ausgestattet ist. Hierdurch lassen sich auch schwierigste Eingriffe, wie z.B. an Herzklappen, oder der Einbau von Herzschrittmachern und Defibrillatoren unter besten Bedingungen für die Bildqualität während des Eingriffes und Hygieneanforderungen zur Vermeidung von Krankenhausinfektionen durchführen.
Neben diesen drei Eingriffsräumen entsteht aber auch eine große Warte- und Überwachungszone, um die Patienten sowohl vor dem Eingriff, als auch nach dem Eingrff optimal versorgen zu können. Für die Durchführung von ambulanten Eingriffen ist dieser Bereich mit Umkleideräumen, sowie Schließfächern für die Straßenkleidung der Patienten ausgestattet. Neben den Eingriffen am Herzen können in diesen Räumen auch Eingriffe an Gefäßen, bei denen eine sehr gute Röntgendarstellung erforderlich ist, in Zusammenarbeit mit den Gefäßchirurgen durchgeführt werden.
Abgerundet wird die neue Abteilung durch Personalumkleiden, Besprechungs- und Aufenthaltsräume, die den neuesten Anforderungen für ein angenehmes und sicheres Arbeiten auch in Zeiten von Corona-Infektionen entsprechen.
Die Medizinische Klinik 1 möchte damit die bisher bestehenden Wartezeiten für Eingriffe insbesondere bei Herzrhythmusstörungen abbauen und den Patienten aus Leverkusen und den umliegenden Gemeinden und Städten Eingriffe an Herz und Gefäßen auf höchstem Niveau mit größtmöglicher Sicherheit bieten.

Neubau für das Gesamtkonzept in der Neurologie
Mit dem Einzug von zwei sehr wichtigen Funktionseinheiten der Klinik für Neurologie in die 3. Etage des Gebäudeteils 1.L vollendet sich die bauliche und organisatorische Modernisierung der Klinik für Neurologie.
Zunächst einmal wird die organisatorisch-administrative Zentrale der Klinik für Neurologie in die 3. Etage des Gebäudes 1.L ziehen. Hier werden sich neben den Büros des Klinikdirektors und der Oberärzte, das sogenannte Patientenmanagement und das zentrale Sekretariat befinden.
Das Patientenmanagement ist die Anlaufstelle für alle stationär aufzunehmenden Patienten.
Von hier aus werden die Anmeldungen und Aufnahmen gesteuert sowie die planbaren Untersuchungen vorbereitet. An dieser Stelle beginnt der organisatorische Prozess in der Behandlung von elektiven Patienten, während die Notfallpatienten selbstverständlich über die Notfallaufnahme zu uns kommen.
Um die Rolle des zentralen Sekretariates auch als Geschäftszimmer zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass neben den ca. 3.000 stationären Patienten, die in der Klinik für Neurologie behandelt werden, ca. 2800 weitere im Konsilarservice gesehen werden und weitere ca. 5.500 Patienten in verschiedenen Ambulanzen. D. h., jenseits des stationären Betriebes muss administrativ und organisatorisch ein Volumen bewältigt werden, das dem einer großen Kassenarztpraxis entspricht.
Die Bündelung dieser Funktionen in direkter räumlicher Nähe zu den klinisch Verantwortlichen erleichtert erheblich die Abstimmung der verschiedenen Abläufe und eine zügige Reaktion auf sich ändernde Verhältnisse, da schnelle informelle Absprachen möglich sind. Zuvor waren diese Büros auf mehreren Etagen in 2 Gebäuden verteilt.

Des Weiteren werden die Spezialambulanzen der Klinik für Neurologie in die 3. Etage des neuen Traktes ziehen. Die Klinik für Neurologie betreut in diesen Spezialambulanzen, in enger Kooperation mit den niedergelassenen Fachärzten, Patienten mit Erkrankungen des peripheren Nervensystems und der Multiplen Sklerose (MS), die mittlerweile eine äußerst differenzierte und anspruchsvolle Behandlung durch Spezialisten erfordert. In beiden Disziplinen kommen langwierige Infusionsbehandlungen zum Einsatz, die gelegentlich bis zu einem ganzen Tag dauern können. Einige Medikamente erfordern auch eine engmaschige Bewachung durch eine permanent präsente Pflegekraft und eine Fachärztin.
Diese Funktionen wurden bisher in extrem beengten räumlichen Verhältnissen realisiert.
Die neuen Räumlichkeiten bieten deutlich mehr Komfort und Privatsphäre.
Neurologische Patienten sind vielfach stark körperlich behindert und sind darauf angewiesen, dass ausreichende Flächen zur Verfügung stehen, um auch Hilfsmittel, wie z.B. Rollstühle oder Rollatoren, patientennah zur Verfügung zu haben.
Die Klinik für Neurologie ist sehr froh, hier nun eine großzügige räumliche Lösung gefunden zu haben, in der bis zu acht Patienten gleichzeitig in einem ansprechenden Ambiente unter enger apparativer und personeller Überwachung behandelt werden können. Die zentrale Infusionszone, die flexibel sektoriert werden kann, wird über 60 m2 erfassen.
Hinzu kommen Untersuchungsräume.
Es ist hilfreich, dass sich diese beiden Strukturen auf der 3. Etage des Zentralgebäudes wiederfinden, da auch der zentrale Bettenbereich der Klinik für Neurologie inklusive der Schlaganfallstation, auf dieser Etage zu finden ist. Kurze Wege, schnelle Absprachen und koordinierte Arbeitsabläufe erhöhen die Sicherheit der Patientenversorgung.

Zahlen und Fakten zur Aufstockung, Erweiterung und Ausbau des Gebäude 1.L
Nutzungen :
Ebene 01: Apotheke
Ebene 00: Gynäkologische Ambulanz
Ebene 1: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, inklusive 5 Kreißsäle, Sectio-OP etc.
Ebene 2: Kardiologie, inklusive 3 Herzkatheterlabore und Hybrid-OP, etc
Ebene 3: Neurologie, inklusive Spezialambulanzen, etc.
Ebene 4: Technikgeschoss

Insgesamt werden ca. 5.650 m² Fläche (Brutto Grundfläche) in dieser Baumaßnahme teilsaniert, bzw. neu realisiert.

Zeitliche Betrachtung:
Bauantrag: 06/2018
Baubeginn: 09/2019
Bauende, ursprünglich geplant: 06/2021
Bauende, Corona-Pandemie bedingt verzögert auf: 09 /2021

Investitionsvolumen:
Bauabwicklung 18,0 Mio. €
medizinische Technik und Inneneinrichtung 4,5 Mio. € ca
Gesamtinvestition 22,5 Mio. €




Bilder, die sich auf Neubau für die Wohlfühlatmosphäre bei der Geburt beziehen:
05.08.2020: Hausbrand

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Letzte Änderung am 05.08.2020 23:39 von leverkusen.
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