Stadtplan Leverkusen
25.06.2020 (Quelle: Internet Initiative)
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Brandschutzbedarfsplan


Der Stadtrat hat heute dem Brandschutzbedarfsplan der Stadt Leverkusen in der Fassung vom 20.11.2019 (aufbauend auf dem Datenstand 2018) zugestimmt. Am 06. März wurde Bericht bereits vom Baudezernat an die Politik nicht aber an die Presse geschickt.

Im erstellten Plan fällt die Opladener Feuerwache durch:
"Durch die bauliche Struktur des Gebäudes (u. a. Stützen zwischen den Stellplätzen, Treppenräume usw.) sind die Flächen im Bestand nicht für eine derart intensive Nutzung geeignet und rufen
an einigen Stellen erhebliche Unfallgefahren hervor.
Zusammenfassend wurden im Rahmen der Vor-Ort-Begehung folgende Hauptmängel festgestellt:
- Stellplatzgröße für Großfahrzeuge deutlich unterdimensioniert,
- Abstandsflächen um die Fahrzeuge und zwischen den Fahrzeugen nicht vorhanden bzw. durch Spinde und abgestellte Gegenstände zusätzlich eingeengt,
- Stellplatzhöhe und Durchfahrtshöhe für Großfahrzeuge sehr niedrig,
- Tordurchfahrt sehr eng,
- kein gesonderter Bereich zur Aufbewahrung der Einsatzbekleidung dienstfreier Mitarbeiter vorhanden, Aufbewahrung in der Fahrzeughalle,
- keine Schwarz-Weiß-Trennung für das Einsatzpersonal möglich,
- Duschraum im EG hinter der Fahrzeughalle ohne Geschlechtertrennung und ohne WC im Barfußbereich,
- Ruheräume im OG vollständig ausgelastet, keine Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden, Spinde der Mitarbeiter in den Ruheräumen verteilt aufgestellt,
- Waschräume und Toiletten im Bereich der Ruheräume deutlich unterdimensioniert, keine Geschlechtertrennung,
- Laufwege der Mitarbeiter aus 1. und 2. OG als Alarmweg unzureichend (Treppenstufenmaße zu gering, 2. Handlauf nicht vorhanden, weitere Stufen und Stolperfallen im Laufweg, deutlich verlängerter Laufweg),
- kein geeigneter Unterrichtsraum für Wachausbildung vorhanden,
- Pausenraum wird gleichzeitig als Unterrichtsraum und Aufenthaltsraum genutzt und ist unterdimensioniert,
- Küche ist unterdimensioniert,
- Sportraum für Sportgeräte deutlich unterdimensioniert, Sportraum für gemeinsamen Dienstsport nicht vorhanden (gemeinsamer Dienstsport wird derzeit im Saal des Löschzugs Opladen oder der Fahrzeughalle durchgeführt),
- Werkstattraum mit Waschmaschinen zum Waschen von Einsatzbekleidung ohne Möglichkeiten zur wirkungsvollen Schwarz-Weiß-Trennung,
- keine Werkstatträume zur Durchführung der auf der Wache angesiedelten Geräteprüfung (derzeit wird die Geräteprüfung im Hof oder in einer Fahrzeughalle durchgeführt),
- kein Werkstattraum zur Durchführung der auf der Wache angesiedelten Fahrtragenprüfung (derzeit wird hierfür der Stellplatz des ABC-ErkKW des LZ Opladen genutzt),
- unterdimensionierte Lagermöglichkeiten für Reserveeinsatzmaterialien und Verbrauchsgüter,
- gemeinsame Ein- und Ausfahrt auf den Hof für Mitarbeiter, Mitglieder des Löschzugs Opladen, Anwohner der unmittelbar angrenzenden Wohnhäuser und Besucher (z. B. bei Saalnutzung), keine Trennung der Alarmausfahrt vom restlichen Verkehr auf dem Grundstück möglich.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass in der Feuer- und Rettungswache Nord die Anforderungen der DIN 14092 und UVV (DGUV Information 205-008) in wesentlichen Teilen nicht eingehalten werden. Als Standort für eine Berufsfeuerwehr mit Rettungsdienst und Freiwilliger Feuerwehr mit der damit verbundenen intensiven Nutzung und dem Flächenbedarf ist das Bestandsgebäude nicht zukunftsfähig. (Hervorhebung von Leverkusen.com)"
Außerdem wird die Lage in der Wohnbebauung statt an einer großen Straße als negativ angesehen.
22% aller Straßen erreichen Berufs- und Freiwillige Feuerwehr nicht in der Hilfsfrist von 9,5 Minuten.

Einen konkreten Vorschlag für einen neuen Bauplatz hat die Stadtverwaltung noch nicht, der Plan zeigt allerdings die Zeitgewinne für eine fiktive Wache an der Kreuzung Bonner Str./Raoul-Wallenberg-Str. (ARAL-Tankstelle/Bierbörsengelände) auf und kommt damit dem früher diskutierten Burger-King-Gelände (vor dem Bau desselben) nahe. Gestern äußerte sich Oberbürgermeister Uwe Richrath ausweichend zu einem Neubau in Opladen.

Das Rheindorfer Feuerwehrgebäude wird folgendermaßen bewertet "Das Feuerwehrhaus erfüllt die Anforderungen der DIN und UVV gemäß den dargestellten Bewertungsgrundlagen in keiner Weise. Als Hauptdefizite sind die Platzverhältnisse in der Fahrzeughalle, die fehlende Abgasabsauganlage und die Ausfahrtsituation hervorzuheben."

Auch das Hitdorfer Feuerwehrhaus erhält schlechte Noten: "Das Feuerwehrhaus erfüllt die Anforderungen der DIN und UVV gemäß den dargestellten Bewertungsgrundlagen in grundlegenden Punkten nicht. Als Hauptdefizite sind die fehlenden Abstandsflächen und die fehlende Abgasabsauganlage hervorzuheben."

Um die Fahrzeiten der Hauptwache Edith-Weyde-Str. in Richtung nord-östliches Schlebusch und Steinbüchel zu verkürzen, empfiehlt der Plan eine dynamische Verkehrszeichenbeeinflussung entlang des Willy-Brandt-Rings und der Oulusstr. Gestern erklärte Feuerwehrchef Greven, daß über eine erste Teilstrecke von der Edith-Weyde-Str. bis zur Autobahn nachgedacht wird.

Im Bericht wird festgestellt, "dass die Abdeckung durch zwei Standorte der Berufsfeuerwehr auch bei optimaler Positionierung nicht vollständig ausreicht, sodass langfristig ein dritter Wachstandort der Berufsfeuerwehr nicht vollständig ausgeschlossen werden kann."

Im Stadtgebiet gibt es verschiedene Bereiche, in denen keine ausreichende Löschwasserversorgung aus dem öffentlichen Trinkwassernetz vorhanden ist. Dies sind insbesondere Teile von:
Atzlenbach,
• große Teile von Berg. Neukirchen,
Biesenbach,
• Engstenberg,
Engstenberger Weg,
Grundermühle,
Heidberg,
• Hirzenberger Mühle,
• Höfer Weg / Wilhelmsgasse,
• Horkenbach / Wolhelmsgasse,
• Hüscheid,
• Köttershof,
• Kump,
• Neuhaus,
• Neuenkamp,
• Pattscheid,
• Romberg,
• Sporrenberger Mühle,
• Teitscheid,
• Teitscheider Weg,
• Uppersberg,
• Wiebertshof,
• Wildpark Reuschenberg


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Letzte Änderung am 29.06.2020 00:15 von leverkusen.
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