Stadtplan Leverkusen
29.10.2019 (Quelle: Gut Ophoven)
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NaturGut Ophoven stellt klimafreundliche Beleuchtung für Geschäfte und Unternehmen vor


Klimaschutz spart Geld

Leuchtstoffröhren und Halogenstrahler sind hoffentlich bald Geschichte. „Diese Stromfresser sollten schnellstens vom Markt verschwinden“, so Hans-Martin Kochanek Leiter des NaturGuts Ophoven. Denn das sei unnötige Energieverschwendung. Nicht nur Privathaushalte, sondern insbesondere der Handel und das Handwerk haben viele Chancen umzurüsten,“ erklärte er auf der Pressekonferenz am Dienstagmorgen. Jochen Schäfer, Energieexperte von Licht.LEV und Bernhard Pilch von der Leverkusener Verbraucherzentrale zeigten die neuesten Entwicklungen auf und gaben Tipps für eine klimafreundliche und schöne Beleuchtung.

Energiesparende Lampen wie LEDs haben eine positive Bilanz, denn dem etwas höheren Herstellungs- und Entsorgungsaufwand steht eine viel effizientere Umwandlung von Energie in Licht entgegen, so Bernhard Pilch von der Verbraucherzentrale Leverkusen. „Eine 60-Watt-Glühbirne hat eine Leuchtkraft von ca. 600 Lumen. Eine LED Lampe, die 600 Lumen erzeugt, verbraucht dagegen nur 8 Watt, also weniger als ein Sechstel.“ Rund 10 Prozent des Stromverbrauchs werden nach der Verbraucherzentrale NRW in einem durchschnittlichen Haushalt durch die Beleuchtung verursacht. Da gäbe es großes Einsparpotential durch effiziente Technik. Das sei nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt, so Berhard Pilch.

Bei Unternehmen sei der Gewinn besonders groß. Ladenlokale, große Supermärkte oder Parkhäuser werden oft 24 Stunden beleuchtet. „Der prozentuale Anteil der Beleuchtungskosten an den Stromkosten im Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe ist mit knapp 30 Prozent besonders hoch“, erklärte Energieexperte Jochen Schäfer. Investitionen in eine neue LED-Beleuchtung amortisieren somit schnell. Bei angenommenen acht Betriebsstunden pro Tag meist schon im zweiten Jahr. „Bis zu 70 Prozent Energieersparnis sind derzeit aufgrund des geringeren Verbrauchs und der langen Lebensdauer realistisch“, so Schäfer.

Er präsentierte eine Beispielrechnung für ein 100 m2großes Ladenlokal.“ Wenn das Geschäft etwa 30 Leuchten hat, verbraucht es pro Jahr mit alter Beleuchtung etwa 8.000 KW/h. Das kostet nach heutigen Strompreisen ca. 2.000 Euro“, so Schäfer. Nach einer Umrüstung auf LED-Beleuchtung würden sich die Kilowattstunden auf 3000 Einheiten im Jahr reduzieren und die Stromkosten auf 800 Euro. Mit den 1.200 Euro Ersparnissen pro Jahr sei die Investition von ca. 3.000 Euro schnell amortisiert. Gleichzeitig werden pro Jahr 2.6 Tonnen CO2 Emission eingespart, erklärt der Fachmann.

Positiv sei der Einsatz von LEDs auch für die Arbeitsbedingungen. Dafür sorgen das breite Spektrum sowie die hohe Flexibilität bei der Farbwiedergabe. Mit LEDs lassen sich Flächen vom Einzelarbeitsplatz bis zur Verkaufshalle punktgenau und stufenlos ausleuchten, erklärt Schäfer. Profitieren können Unternehmen schließlich auch von einer besseren Ökobilanz, die aus gutem Grund in der öffentlichen Debatte mehr und mehr in den Vordergrund tritt. Neben der hohen CO2-Einsparung, wird bei LEDs auf das in Energiesparlampen eingesetzte Quecksilber und andere gefährliche Schadstoffe verzichtet.

Rüsten Geschäfte oder Unternehmen ihre Außenbeleuchtung um, sollten sie darauf achten, warm weißes LED-Licht zu nutzen mit wenig Blauanteil um Insekten zu schützen und die Lichtverschmutzung so gering wie möglich zu halten, erklärt Hans-Martin Kochanek.

Hintergrund zur Leverkusener Klimakampagne:
Der Presseaktion ist Teil der Leverkusener Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Klimaschutz - jeder jeden Tag“, die seit Oktober 2007 vom NaturGut Ophoven, dem BUND und dem NABU organisiert wird. Aktionen und Veranstaltungen mit vielen Tipps und Anregungen für das tägliche Leben sollen Leverkusener Bürger den Klimaschutz nahe bringen.


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Letzte Änderung am 29.10.2019 14:08 von leverkusen.
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