Stadtplan Leverkusen
09.10.2019 (Quelle: Internet Initiative)
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Mosche Poststr.: Verzögerung bis 2023 oder Bauende vor Beginn?


Die Stadt hat das Gelände Poststr. unter Marktpreis an den Marokkanischen Eltern- und Jugendverein verkauft unter der Bedingung, daß dieser bis Ende diesen Jahres dort eine Begegnungsstätte errichtet. Da von einigen Erdbewegungen abgesehen noch nicht ernsthaft mit dem Bau begonnen wurde würde das Grundstück an Stadt zurückfallen und der Verein den gezahlten Kaufpreis zurückerhalten. Dies versucht der unterdessen unter Maghariba Zentrum auftrende marokkanische Verein, dessen Baupläne sich von Begegnungsstätte in Richtung Moschee entwickelte, zu verhindern. Am Wochenende schickte der Verein eine neue Planung mit Eröffnungstermin 03.10.2023 (also mit fast vierjähriger Verzögerung) an Leverkusener Politiker. Ebenso ging ein rechtschreibfehlerhaftes, datumsloses Unterstützungsschreiben der jüdischen Gemeinde Bernau bei Berlin an die Leverkusener Politik: "wir von der jüdischen Gemeinde Bernau sind seit mehr als vier Jahren in unterschiedlichen Projekten Kooperationspartner der Maghariba Zentrum Leverkusen e.V in Leverkusen. Neben einzelnen gemeinsamen Präventions- und Antirassismus-Initiativen haben wir durch das Antisemitismusprojekt der JuMu-Deutschland „Vielfalt zum Anfassen“ gemeinsam den Förderpreis 2019 der deutschen Stiftung von Bundespräsident Herrn Steinmeier überreicht bekommen."
Da diese Aussagen etwas schwammig waren fragte Leverkusen.com in bei der jüdischen Gemeinde Bernau bei Berlin nach: Sehr geehrte Frau Sandler,
in einem undatierten Schreiben unterstützen Sie das Maghariba Zentrum Leverkusen in all seinen Projekten und Zielsetzungen, da er ein wichtiger Partner in der aktiven Bekämpfung von Antisemitismus sei. Gleichzeitig führen Sie aus, daß Sie neben einzelnen gemeinsamen Präventions- und Antirassismus-Initiativen auch gemeinsam den Förderpreis von Bundespräsident Steinmeier erhalten haben.
Leider lassen sich auf Ihrer Homepage http://www.jüdische-gemeinde.com keine dieser gemeinsamen Initiativen finden. Auch führen Sie das Maghiriba Zentrum Leverkusen nicht auf http://www.jüdische-gemeinde.com/Kooperationspartner/ oder http://www.jüdische-gemeinde.com/Projektpartner/ auf.
Bitte teilen Sie uns mit, um welche konkreten gemeinsamen Aktionen es handelt (am besten mit Link).
Handelt es sich bei dem von Ihnen angesprochenen Förderpreis des Bundespräsidenten um diesen Preis: http://www.jumu-deutschland.de? Auch hier können wir keinen Hinweis auf das Maghariba Zentrum Leverkusen finden."
Die Antwort der Vorsitzenden Diana Sandler bliebt fast genauso unkonkret wie das Unterstützerschreiben: "Da wir ehrenamtlich arbeiten, können wir nicht immer alle Aktivitäten und Allianzen aktualisiert darstellen.
Gerne bestätigen wir Ihnen ergänzend zu unserem Schreiben vom Oktober 2019, dass wir seit 2016 - also seit mehr als drei Jahren mit dem Maghariba Zentrum Leverkusen, den Vorstandsmitgliedern Mohamed Labari und Zakaria Nouri bei verschiedenen Antisemitismus-Projekten zusammenarbeiten und diese Zusammenarbeit das preisgekrönte Jumu-Projekt ermöglicht hat."

Am morgigen Donnerstag wird der Stadtrat in nicht-öffentlicher Sitzung darüber abstimmmen, ob gemäß Kaufvertrag das Grundstück an die Stadt zurückfällt oder die Vierjahres-Verzögerung akzeptiert wird.



2 PDFs, die sich auf diese Meldung beziehen:
00.10.2019: Projektplan bis 2023
00.10.2019: Unterstützungsschreiben jüd. Gemeinde Barnim

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Letzte Änderung am 09.10.2019 23:56 von leverkusen.
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