Stadtplan Leverkusen
18.07.2019 (Quelle: Bayer AG)
<< U20-EM: Tim Eikermann stürmt ins Semifinale   A1/A59: Nächtliche Verbindungssperrung im Autobahnkreuz Leverkusen-West >>

Bayer, Bristol-Myers Squibb und Ono Pharmaceutical untersuchen Stivarga™ (Regorafenib) und Opdivo™ (Nivolumab) als Kombinationstherapie bei Patienten mit kolorektalem Karzinom


Kombination von Regorafenib und Nivolumab im Vergleich zu Regorafenib allein soll bei Patienten mit Mikrosatelliten-stabilem metastasierten Kolorektalkarzinom (metastatic colorectal cancer, mCRC) untersucht werden / Unternehmen planen eine zulassungsrelev

Bayer, Bristol-Myers Squibb und Ono Pharmaceutical Co.,Ltd. (Osaka, Japan, „Ono“) gaben heute bekannt, dass die drei Unternehmen eine Vereinbarung über eine klinische Zusammenarbeit geschlossen haben. Ziel ist die Beurteilung einer Kombination des Multikinase-Inhibitors Stivarga® (Regorafenib) von Bayer und des immuno-onkologischen Therapeutikums (IO) Opdivo® (Nivolumab) von Bristol-Myers Squibb/Ono bei Patienten mit Mikrosatelliten-stabilem metastasierten Kolorektalkarzinom (MSS mCRC), der häufigsten Form des mCRC.

Regorafenib hat in der Phase-III-Zulassungsstudie CORRECT einen Gesamtüberlebensvorteil gezeigt, wobei es sich einer retrospektiven Analyse zu dieser Studie unabhängig vom MS-Status als wirksam erwies, mit begrenztem Effekt im Hinblick auf Tumorschrumpfungen. Trotz einiger Fortschritte in der Behandlung des CRC, wie zum Beispiel auch wirksamen IO-Therapeutika für bestimmte Subgruppen des CRC, haben etwa 95 % der mCRC-Patienten MSS-Tumore, bei denen IO-Behandlungen als Monotherapie nur begrenzte Aktivität zeigen. Deshalb ist der Bedarf an zusätzlichen Behandlungsoptionen, vor allem auch in Form von Kombinationstherapien, weiterhin hoch. In der vom Prüfer gesponserten Frühphasenstudie REGONIVO (NCT03406871, EPOC1603) in Japan zeigte die Kombination von Regorafenib und Nivolumab vielversprechende vorläufige Ergebnisse bei der Wirksamkeit. Die detaillierten Daten der Phase-Ib-Studie wurden bei der diesjährigen Jahreskonferenz der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt, die vom 31. Mai bis zum 4. Juni in Chicago, Illinois (USA) stattfand.

„Die Daten aus REGONIVO rechtfertigen eine weitere Untersuchung der Kombination von Regorafenib und Nivolumab bei Patienten mit kolorektalem Karzinom. Regorafenib hat seine Wirksamkeit und sein positives Sicherheitsprofil als Drittlinien-Monotherapie bewiesen, und wir freuen uns auf die zukünftige klinische Zusammenarbeit zur Beurteilung dieser Kombination, die den Patienten hoffentlich einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen bringen wird“, sagte Scott Z. Fields, M.D., Senior Vice President und Leiter der onkologischen Entwicklung in der Division Pharmaceutical von Bayer.

„Wir investieren weiter in innovative Ansätze zur Maximierung des Potenzials unserer Pipeline und in die Untersuchung neuer Kombinationen, um Patienten helfen zu können, die typischerweise nicht auf IO-Behandlungen allein ansprechen“, sagte Fouad Namouni, M.D., Entwicklungsleiter im Bereich Onkologie bei Bristol-Myers Squibb. „Wir freuen uns auf eine starke Zusammenarbeit zur Untersuchung der Kombination von Nivolumab und Regorafenib, einem oralen TKI, der unsere gut aufgebaute Onkologie-Pipeline ergänzt, und wir hoffen, dass wir damit mehr Krebspatienten helfen können.“

„Wir waren aktiv an der Entwicklung von Nivolumab einschließlich Kombinationstherapien mit anderen Wirkstoffen beteiligt. Wir freuen uns auf die klinische Zusammenarbeit mit Bayer und Bristol-Myers Squibb, in deren Rahmen wir diese Kombinationstherapie als neue Behandlungsoption für Patienten mit Darmkrebs untersuchen werden“, sagte Kiyoaki Idemitsu, Corporate Officer und Executive Director im Bereich Clinical Development bei Ono.

Weitere Einzelheiten zur klinischen Zusammenarbeit wurden nicht bekannt gegeben.

Über Kolorektalkarzinome
Kolorektalkarzinome (Colorectal Cancer, CRC) sind mit 1,8 Millionen Fällen pro Jahr weltweit die dritthäufigste Krebsart. Sie sind für einen von zehn krebsbedingten Todesfällen verantwortlich und damit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Die geschätzte Fünf-Jahres-Überlebensrate bei CRC liegt im Durchschnitt bei 55 Prozent, ist jedoch je nach Krankheitsstadium sehr unterschiedlich (zwischen 74 Prozent bei Patienten im Stadium I und 6 Prozent bei Patienten im Stadium IV). Verschiedene Formen von genomischer Instabilität sind dafür bekannt, dass sie die Entwicklung von Kolorektalkarzinomen begünstigen. Bei 15 Prozent der Patienten liegt eine Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) vor, bei den anderen 85 Prozent eine sogenannte Mikrosatelliten-Stabilität (MSS). Die Feststellung des Mikrosatelliten-Stabilitätsstatus ist von klinischer Bedeutung, da Studien gezeigt haben, dass die stadienbereinigte Überlebenszeit bei MSI-Tumoren länger ist als bei Mikrosatelliten-stabilen Tumoren. MSS-Tumoren werden als „kalte“ Tumoren bezeichnet. Sie gehören zu den Tumorarten mit der höchsten Anzahl von genetischen Mutationen. Diese Tumoren sind häufig in einer Umgebung zu finden, die das Immunsystem unterdrückt. Es wird weiter nach Wegen geforscht, um MSS-Tumoren wirksam zu behandeln.

Über Stivarga® (Regorafenib)
Regorafenib ist ein oraler Multi-Kinase-Inhibitor mit starker Blockadewirkung auf mehrere Proteinkinasen, die an der Tumorangiogenese (VEGFR1, -2, -3, TIE2), der Onkogenese (KIT, RET, RAF-1, BRAF), der Metastasenbildung (VEGFR3, PDGFR, FGFR) und der Tumorimmunität (CSF1R) beteiligt sind.

Regorafenib ist unter dem Markennamen Stivarga™ in über 90 Ländern weltweit, darunter die USA, EU-Länder, China und Japan, für die Behandlung von metastasierten kolorektalen Karzinomen (mCRC) zugelassen. Das Produkt ist außerdem in über 80 Ländern, darunter die USA, EU-Länder, China und Japan, für die Behandlung von metastasierten gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) sowie also Zweitlinienbehandlung von hepatozellulären Karzinomen (HCC) zugelassen.

In der EU ist Stivarga indiziert als Monotherapie für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit mCRC, die zuvor mit verfügbaren Therapien behandelt wurden oder für diese nicht geeignet sind, einschließlich Chemotherapie auf Fluoropyrimidin-Basis, Anti-VEGF-Therapie und Anti-EGFR-Therapie, sowie von erwachsenen Patienten mit nicht resezierbaren oder metastasierten GIST, deren Krebs unter einer früheren Behandlung mit Imatinib und Sunitinib fortgeschritten war oder die diese Therapie nicht vertragen haben, und für die Behandlung erwachsener Patienten mit HCC, die zuvor mit Sorafenib behandelt wurden.

Regorafenib ist ein von Bayer entwickeltes Präparat. 2011 vereinbarten Bayer und Onyx, Inc., heute eine Tochtergesellschaft von Amgen, dass Onyx Lizenzgebühren auf alle weltweiten Umsätze mit Regorafenib im Bereich der Onkologie erhält.


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht     Impressum     Datenschutzerklärung    

Letzte Änderung am 20.07.2019 11:10 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar:
(Es sind keine Links erlaubt)
reCAPTCHA:
Spammen zwecklos:
  • Um das Formular abschicken zu können, muss das reCAPTCHA angeklickt werden
  • Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet


Follow leverkusen on Twitter