Stadtplan Leverkusen
09.04.2019 (Quelle: Bundespolizei)
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5000 Euro im Zug unterschlagen - Bundespolizei findet Geld im Keller


Ein Reisender vergaß am Dienstagmorgen (2. April) seine zwei Koffertrolleys mit rund 6000 Euro Bargeld in der S6. Ein Triebfahrzeugführer (48) nahm die Koffer an sich. Anstatt sie im Fundbüro abzugeben, bog er in die entgegengesetzte Richtung zu seinem Auto ab, entnahm circa 5000 Euro Bargeld und gab die verbleibenden 1000 Euro in den Koffern im Fundbüro ab. Die Bundespolizei fand das unterschlagene Geld anschließend bei einer Durchsuchung in seinem Keller.

Der 48-Jährige stellte noch im Zug fest, dass es sich um sehr viel Münzgeld in den Koffern handelte. Als er im Düsseldorfer Hauptbahnhof ausstieg ging er zielstrebig zu seinem Auto und lud rund 5000 Euro des Münzgeldes in den Kofferraum seines Autos um. Mit dem Rest begab er sich wieder in den Bahnhof und überreichte die zwei Trolleys dem Fundbüro, das daraufhin die Bundespolizei informierte.

Die Bundespolizei wertete akribisch Videoaufzeichnungen im Düsseldorfer Hauptbahnhof aus und entdeckte den Mann mit den zwei sehr schweren Koffern. Er hievte die Koffer aus dem Zug und bog im Nordtunnel nach links in Richtung seines parkenden Fahrzeuges ab. Verdächtig lange hielt er sich an seinem Auto auf. Nach geraumer Zeit zog er die Koffer erneut durch den Bahnhof zum Fundbüro. Diesmal ohne erkennbare Anstrengung.

Der Mann war jetzt dringend tatverdächtig, das Geld aus den Koffern entwendet zu haben. Der Tatverdächtige wurde identifiziert und eine Durchsuchung seiner Wohnung am Folgetag durchgeführt. Die Ermittlungsbeamten der Bundespolizei fanden mehrere Tragetaschen voller Münzgeld im Keller des 48-Jährigen. Bei der Vernehmung war der Tatverdächtige geständig und bereute seine Entscheidung.

Vorausgegangen war, dass ein nigerianischer Staatsangehöriger (56) die zwei Koffertrolleys voller Münzgeld in der S6 am Haltepunkt Leverkusen Rheindorf in Richtung Köln-Nippes stehen ließ. Aufgrund von Änderungen im Betriebsablauf des Bahnverkehrs vergaß der 56-Jährige seine Fahrkarte abzustempeln. Er stieg am Haltepunkt Rheindorf ohne sein Gepäck aus und wollte kurz am Bahnsteig sein Ticket stempeln. Der Zug schloss die Türen und fuhr ohne den Besitzer der Koffer ab. Bei der Bundespolizei konnte der Besitzer seine Koffer in Empfang nehmen. Es wurde schnell deutlich, dass sich die eigentliche Bargeldsumme nicht mehr in den Koffern befand. Etwas über 1000 Euro Münzgeld konnte in zwei stabilen Plastiktragetaschen aufgefunden werden. Rund 5000 Euro weniger als zuvor. Der Reisende erbrachte einen Nachweis, dass er eine hohe Geldsumme am Flughafen bei der Einreise angezeigt hatte. Das Geld hatte er gesammelt, um sich eine Operation in Deutschland ermöglichen zu können.

Das Aushändigen des Bargeldes an den Geschädigten wird durch die Bundespolizei in die Wege geleitet. Gegen den 48-Jährigen wird nun wegen der Unterschlagung ermittelt.


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Letzte Änderung am 09.04.2019 11:08 von leverkusen.
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