Stadtplan Leverkusen
02.11.2016 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Endlich wieder im Training - Interview mit Stabhochspringerin Katharina Bauer


Nach ihrer schweren Verletzung im Juni diesen Jahres, bei der sich Katharina Bauer einen Speichenbruch in der Hand zuzog, spricht sie im Interview, über ihre Verletzung, den Heilungsprozess, ihr aktuelles Aufbautraining und ihre Ziele für die kommenden Jahre.

Nach deiner Verletzung kannst du nun endlich wieder ins Training einsteigen. Wie gestaltest du dein Training zurzeit?
„Mein Training gestalte ich zurzeit sehr alternativ. Das Gute an einer Handverletzung ist jedoch, dass ich viele Sachen trainieren kann, die auf meinem Trainingsplan stehen. Dies sind vor allem läuferische und sprinttechnische Elemente. Des Weiteren baue ich Stabilisationstraining von Anja Löhr und spezifisches Yogatraining mit Barbara Plaza ein. Mein Trainer Leszek Klima ist sehr kreativ und versucht mit diversen Übungen meine spezifische Kraft aufzubauen, indem er mich bspw. mit einer Schlinge an der linken Hand am Reck befestigt, mit der anderen Hand halte ich mich fest und er hilft mir meine Beine hochzuziehen. Für Stabhochsprung sind diese essentiellen Übungen sehr wichtig, die ich bestmöglich versuche zu improvisieren.“

Beeinträchtigt dich deine Verletzung noch sehr stark? Hat es dich eine Menge Überwindung gekostet wieder zu springen?
„Meine Verletzung beeinträchtigt mich noch, da ich die Hand erst Ende Dezember wieder voll belasten kann. Springen kann ich demnach noch nicht. Dennoch springe ich mit einer Hand und starrem Stab, mache viele Stabläufe mit einem abgesägten leichten Stab und Stabkoordination über Briketts. Ich freue mich jedoch sehr auf meine ersten richtigen Sprünge mit beiden Händen.“

Wirst du bereits in der Hallensaison wieder dabei sein?
„Da ich erst Ende Dezember beginnen kann Stabhochsprung zu betreiben, wird die Hallensaison für mich eher nicht in Frage kommen. Ein langer Aufbau soll Ziel für ein optimales Ergebnis im Sommer sein.“

Welche Ziele hast du dir für die kommende Saison gesteckt?
„Das Wichtigste für mich und meinen Trainer ist zunächst die Hand nachhaltig gesund zu bekommen, um zukünftig wieder erfolgreich springen zu können. Wenn es mir möglich ist im Sommer wieder auf meinem alten Niveau Wettkämpfe zu bestreiten, sind meine anvisierten Ziele die Weltmeisterschaften in London und die Universiade in Taipei.“

Durch deine Verletzung, hattest du auch nicht mehr die Chance, die Norm für Rio zu erfüllen. War es schwer für dich, dass zu akzeptieren oder motiviert es dich zurzeit eher?
„Natürlich war es ein harter Rückschlag. Ich war optimal vorbereitet und dann kam der schreckliche Unfall in Montreuille, der durch äußere Faktoren hervorgerufen wurde. Ich bin aus dem Einstichkasten nach dem Einstechen rausgerutscht und rücklings auf den Rasen gefallen, wo keine vorgeschriebenen Vorkissen lagen. Lisa Ryzih ist damals das Rausrutschen aus dem Einstichkasten ebenfalls an dieser Anlage passiert, das wir zuvor leider nicht wussten. Von daher ist sowas immer schlimm, wenn man nicht selbst den Unfall verschuldet hat. Dennoch ist es für mich von Vorteil zu wissen, dass ich nicht schuld war und kann somit wieder angstfrei an den Stab zurückkommen.

Nicht an den Spielen teilzunehmen, worauf man sich 4 Jahre vorbereitet, hat sehr weh getan. Dennoch ist es für mich eine noch stärkere Motivation die nächsten 4 Jahre zu kämpfen, um mir dann noch den Traum von Olympia erfüllen zu können. Mein Lebenskapitel vom Stabhochsprung ist noch lange nicht geschlossen.“
Bayer Leichtathletik


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Letzte Änderung am 02.11.2016 21:49 von leverkusen.
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