Dauerleihgabe als „Grundsteinlegung": - Leverkusen


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Dauerleihgabe als „Grundsteinlegung":

23 Werke des in Leverkusen geborenen Künstlers Wolf Vostell bereichern nun das Museum Morsbroich
Veröffentlicht: 24.04.2008 // Quelle: Stadtverwaltung

Ein namhafter Künstler zog mit seinen Werken am Mittwoch, 23. April, mehr als 100 geladene Gäste im Leverkusener Schloss Morsbroich in seinen Bann. Aus Sicht des ehemaligen Leiters des Kunstmuseums Bonn, Professor Dr. Dieter Ronte, sei dieser mittlerweile ein „internationaler Künstler" aus Deutschland, der zu seinen Lebzeiten wie kaum ein anderer für lebhafte Diskussionen in der Kunstszene und in der Bevölkerung gesorgt hatte.
Neben Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung gab sich ein großer Teil der regionalen Kunstszene die Ehre, um bei der symbolischen Übergabe von 23 Werken von Wolf Vostell an die Stadt Leverkusen dabei zu sein. Ebenfalls zu den Gästen zählten die beiden Kinder des 1998 verstorbenen Künstlers, Mercedes und Rafael.
Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die von Michel Ruepp gesammelten Werke des 1932 in Leverkusen geborenen Künstlers erworben und stellt sie der Stadt Leverkusen als Dauerleihgabe zur Verfügung.
Kulturstaatsekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff verwies in seinem Grußwort darauf, dass mit dieser Sammlung dem Künstler und der mit ihm eng verbundenen Fluxus-Bewegung im Museum Morsbroich ein Sammlungs- und Forschungsschwerpunkt gewidmet werden solle. Viel zu wenigen sei bewusst, dass Nordrhein-Westfalen die Wiege der Fluxus-Bewegung sei. Er hoffe, dass diese Sammlung erst die Keimzelle für eine eines Tages umfassende Sammlung mit Werken Vostells bilde. Angesichts des schönen Schlossparks könne er sich sehr gut vorstellen, so der Kulturstaatsekretär, dass das Berliner Atelier von Vostell eines Tages im Garten des Schlosses wieder zu finden sei. Natürlich sei dies nur bei eine entsprechenden externen finanziellen Unterstützung möglich.
Um dem Forschungsauftrag gerecht zu werden und die Initiative des Landes aufzunehmen, werde die Stadt Leverkusen „eine Planstelle für Fluxus" und Grafik" einrichten und dafür die frei werdende Stelle des stellvertretenden Museumsleiter zunächst nicht wieder besetzen, betonte Oberbürgermeister Ernst Küchler.

Küchler erinnerte daran, dass das Museum zu Vostells Lebzeiten stets eng mit dem Künstler zusammen gearbeitet habe und mit dieser Sammlung ein großer Wunsch der Stadt in Erfüllung gehe. Natürlich hoffe auch er, so der OB, dass das gemeinsame Engagement von Stadt und Land auf fruchtbaren Boden falle und von privaten Mäzenen und Sammlern fortgeführt werde.

Die 23 Arbeiten, die nun in der Grafik Etage des Museums bis Ende Oktober zu besichtigen sein werden, entstanden in den Jahren von 1959 bis 1982. Sie zeigen einen repräsentativen Querschnitt von der Collage zur Decollage; von den Skizzenbüchern „Leben gleich Kunst und „Kodex Erstarrungszustand" über Zeichnungen und Leinwandarbeiten bis hin zu den Multiples.


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