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Abteilungsleiter Strauss: Werden um die Leichtathletik kämpfen

Veröffentlicht: 21.05.2007 // Quelle: TSV Bayer 04

Leichtathletik-Abteilungsleiter Joachim Strauss hat betroffen auf die Entscheidung der Bayer AG reagiert, zum Sommer 2008 ihre Spitzensportförderung nur noch im Fußball fortzusetzen. Er kündigte an, um das Überleben der Leverkusener Leichtathletik zu kämpfen: „Die Leichtathletik hat glücklicherweise noch eine Auslauffrist bis 2009. Wir werden uns auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen und versuchen, unsere erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln: Neue Sponsoren müssen gesucht und kostenintensive Strukturen kritisch überdacht werden“, sagte Strauss am Montag

Eine über Jahrzehnte gewachsene Sportlandschaft mit einer beispielhaften Struktur im Spitzensport werde durch den Schritt der Bayer AG nivelliert. Strauss, der auch Vorstandsmitglied des Gesamtvereins ist, zeigte in Teilen auch Verständnis für die Maßnahme: „Das ist eine Entscheidung des Sponsors, die wir hinnehmen müssen. Sie spiegelt die realistische Einschätzung des gestiegenen Image- und Werbewertes des Fußballs wider. Von dieser Entscheidung ist aber der für den Verein und das Werksumfeld Leverkusen wichtige Bereich des Breiten- und Jugendsportes, den wir im Verein in den letzten zehn Jahren konsequent ausgebaut haben, glücklicherweise nicht betroffen.“

Die Vorbereitungen der Bayer-04-Weltklasse-Leichtathleten auf die Olympischen Spiele in Peking und die WM 2009 in Berlin würden mit gestiegenem Engagement vorangetrieben. Man wolle versuchen, die mittelfristigen Möglichkeiten, die die Bayer AG noch biete, zu nutzen: „Wir müssen dem Sponsor deutlich machen, dass eine Olympische Medaille in der Leichtathletik ebenso glänzen kann wie ein UEFA-Cup-Platz im Fußball, erklärte Strauss. Seit Tokio 1964 haben Bayer-04-Leichtathleten 23 Olympiamedaillen gewonnen, darunter sechs in Gold (7 Silber/10 Bronze). Hinzu kommen seit 1983 zwölf WM-Medaillen (5/1/6) und seit 1958 34 EM-Medaillen (17/8/9).

Straus meinte weiter: „Ich war an dieser Entscheidung des Sponsors nicht beteiligt. Der Sport ist leider nicht gefragt worden. Auch als Vorstandsmitglied des Gesamtvereins bin ich wegen denkbarer Interessenskollision aufgrund meiner Doppelfunktion als Abteilungsleiter Leichtathletik und als Vorständler nicht beteiligt gewesen. Als einziger „Sportler“ in diesem Gremium werde ich mich allerdings für den Erhalt des Spitzensportes im Verein, wenn auch unter den geänderten Rahmenbedingungen, einsetzen.“

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