Stadtplan Leverkusen
31.01.2007 (Quelle: Stadtverwaltung)
<< Unfall beim Ausparken   Pkw geriet in Brand >>

Onag Schabbat


Israels Botschafter Shimon Stein und Oberbürgermeister Ernst Küchler eröffneten Ausstellung

Bewegend, ergreifend, wachrütteln, es war schwer die richtigen Worte zu finden, für die Inhalte der Ausstellung „Oneg Schabbat“, die am Montag, 29. Januar, von Israels Botschafter Shimon Stein und Leverkusens Oberbürgermeister Ernst Küchler vor rund 90 Zuhörern eröffnet wurde.

Das Material aus dem Ringelblum-Archiv, dem Untergrund-Archiv des Warschauer Ghettos schildert aus der Sicht von Zeitzeugen und Opfern den Alltag der jüdischen Menschen in der Zeit der nationalsozialistischen Gewalt- und Terrorherrschaft.

Shimon Stein, der wie er sagte, gerne der Einladung zu der von Volkshochschule und KulturStadtLev organisierten Ausstellung gefolgt war, verbindet mit der Ausstellung die Hoffnung, dass möglichst viele junge Menschen und Schulklassen bis zum 10. Februar den Weg in die Forum-Galerie finden. Es lasse sich mehr über das Schicksal der Menschen lernen, wenn es von den Opfern selbst stamme, als wenn sich um von der Nachwelt verfasste Betrachtungen halte. Angesichts zunehmender rechtsextremer Gewalttaten und vor dem Hintergrund, dass es immer weniger Zeitzeugen gebe, sei diese Form der Befassung mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte gerade für junge Menschen sehr hilfreich, so der Botschafter So schildern etwa Exponate der Ausstellung die Hilferufe von Kindern und Jugendlichen aus dem polnischen Arbeitslager Tyszowice, die verzweifelt in Briefen an ihre Eltern um Rettung bitten. Die Eltern, zuürckgeblieben im Warschauer Ghetto aber waren selber Opfer, völlig ohne Chance, ihren Kindern zur Seite zu stehen.

Oberbürgermeister Küchler machte in einem Vergleich deutlich, unter welchen unwürdigen und erbärmlichen Zuständen die Menschen in dieser Zeit leben mussten. Man müsse sich vorstellen, so der OB, die Einwohner der Kölner Altstadt würden von einer Mauer umgeben und zusätzlich würden dort 445.000 Menschen einquartiert, alle versehen mit täglichen Lebensmittelrationen die einen Nährwert von rund 230 Kalorien hatten...Sowohl der Oberbürgermeister als auch Shimon Stein betonten die Notwendigkeit sich weiterhin mit der Geschichte auseinanderzusetzen und der Gefahr der Gleichgültigkeit zu begegnen. Ein wichtiger Beitrag hierzu sei auch die Begegnung und der Austausch mit den Menschen in Israel. Der Beitrag, der vor allem auch dank des Freundeskreises Nazareth-Illit, durch die langjähriger Partnerschaft zwischen Leverkusen und Nazareth-Illit, die zwischen Leverkusen und der Partnerstadt Nazareth-Illit seit vielen Jahren gut funktioniere, sei dafür beispielhaft, waren sich Shimon Stein und Ernst Küchler einig.

Musikalisch eingerahmt wurde die Ausstellungseröffnung mit jiddischen Liedern, beeindruckend vorgetragen vom Klezmer Ensemble der Musikschule Leverkusen.


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht     Impressum     Datenschutzerklärung    

Letzte Änderung am 24.06.2019 22:52 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar:
(Es sind keine Links erlaubt)
reCAPTCHA:
Spammen zwecklos:
  • Um das Formular abschicken zu können, muss das reCAPTCHA angeklickt werden
  • Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet


Follow leverkusen on Twitter