Stadtplan Leverkusen
02.12.2003 (Quelle: Bayer)
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Der Chemiepark ist für die Zukunft gut gerüstet


Bahnmüller: "Leverkusen bleibt weiterhin der Bayer-Konzernsitz und ein bedeutender Produktionsstandort"
Investitionen auf unverändert hohem Niveau

"Der Chemiepark Bayer Leverkusen geht gut gerüstet in die Zukunft. Die Bayer-Teilkonzerne wie auch die externen Chemieprkpartner finden hier ideale Bedingungen vor", erklärte Dr. Heinz Bahnmüller, Leiter des Chemieparks Bayer Leverkusen, am Montag, 1. Dezember 2003, in einem Pressegespräch. "Außerdem gibt es nach wie vor ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Standort. Leverkusen bleibt weiterhin der Bayer-Konzernsitz und ein bedeutender Produktionsstandort, womit zugleich auch beste Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Leverkusener Chemieparks gegeben sind."

Durch den Börsengang der Chemie-Aktivitäten und Teilen des Polymer-Geschäfts im Chemiepark Bayer Leverkusen wird es ab 2005 einen neuen Partner und damit ein neues, großes Unternehmen geben, das seine Zentrale ebenfalls in Leverkusen haben wird. Bahnmüller: "Die Anlagen und Gebäude von NewCo werden einen erheblichen Teil des gesamten Werksareals belegen." Voraussichtlich 5.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der derzeit rund 20.000 Beschäftigten der Bayer AG am Standort Leverkusen werden zu "NewCo" wechseln.

32.700 Menschen im Chemiepark Leverkusen beschäftigt

Der Chemiepark Bayer Leverkusen bietet bereits jetzt nicht nur den 20.000 Bayer-Mitarbeitern Beschäftigung: Weitere knapp 13.000 Menschen arbeiten auf dem Gelände - ca. 6.150 davon bei den derzeitigen Chemieparkpartnern und weitere etwa 6.500 bei Fremdfirmen. In diesem Jahr nahmen allein in Leverkusen 430 junge Menschen ihre Ausbildung in einem naturwissenschaftlichen, technischen oder kaufmännischen Beruf auf.

"Bayer bildet über Bedarf aus und unterstreicht damit sein gesellschaftspolitisches Engagement", so Bahnmüller. Die neue Standortsicherung sieht vor, dass in der Bayer AG insgesamt 875 Plätze pro Jahr für unterschiedliche Ausbildungsaktivitäten zur Verfügung stehen.

Investitionen auf unverändert hohem Niveau

Die Attraktivität des Chemieparks Bayer Leverkusen spiegelt sich in den Investitionen auf dem Gelände wider. Rund 485 Millionen Euro wird das Unternehmen bis zum Jahresende 2003 in Leverkusen investieren - 260 Millionen Euro davon für Neuanlagen, Modernisierungen und Kapazitätserweiterungen sowie 225 Millionen Euro für die Instandhaltung.
Und die Planzahlen für das Jahr 2004 sehen Aufwendungen des Unternehmens in der gleichen Größenordnung vor. Die größte Investition in diesem Jahr waren 47 Millionen Euro für die Verdopplung der Jahreskapazität des Lackrohstoffes HDI auf 60.000 Tonnen am Standort Leverkusen.

25 Hektar attraktive Flächen stehen bereit

Für zukünftige Interessenten konnten klar definierte Freiflächen aufbereitet werden. So wurden im Jahr 2003 an vielen Stellen auf dem Werksgelände nicht mehr benötigte Gebäude abgerissen, um Platz zu schaffen.
Dafür wendete Bayer rund sechs Millionen Euro auf. Damit stehen im Chemiepark rund 25 Hektar attraktive Freiflächen bereit. "Natürlich würde eine Belebung der Konjunktur helfen, neue Chemieparkpartner zu gewinnen", hofft der Chemiepark-Leiter auf eine Besserung des wirtschaftlichen Umfeldes.

Wasserentgelt wäre falsches Signal

Wichtig sei, dass der Industrie keine weiteren Lasten aufgebürdet werden.
Bahnmüller sprach damit besonders die derzeitige Diskussion um die Einführung des so genannten Wasserentgeltes in Nordrhein-Westfalen an: "Diese Abgabe wäre eine weitere Belastung, die die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in NRW und damit auch von Bayer und seiner Chemieparkpartner in Leverkusen schwächen würde. Die Einführung des Wasserentgelts wäre deshalb die falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt in die falsche Richtung."
Das Wasserentgelt würde für Bayer allein an den drei Niederrhein-Standorten zusätzliche jährliche Kosten in Höhe von sieben bis acht Millionen Euro verursachen.

Start-Up-Initiative mit ersten Erfolgen

Die vor gut einem Jahr gegründete Start-Up-Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, Firmengründern wirtschaftliche und technische Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee für neue chemische Produkte zu liefern", so Bahnmüller. Nun haben zwei Firmen das Angebot wahrgenommen, ab Jahresbeginn 2004 auf dem Gelände des Chemieparks zu produzieren: Die Firma LensWista nutzt Niedertemperatur-Plasma-Technologie für die Produktion bioverträglicher Dauerkontaktlinsen mit höchstem, monatelangem Tragekomfort. Auch die jungen Gründer der Firma SuNyx nutzen eine Niedertemperatur-Plasma-Technologie in Kombination mit Nanotechnologie zur Herstellung selbstreinigender Oberflächen auf Kunststoff und Glas.

Zentraler Besucherempfang nimmt Funktion auf

Erfreulich ist die Attraktivitätssteigerung des Chemieparks durch einen neuen zentralen Besucherempfang, der im Januar 2004 seinen Betrieb aufnimmt. "Mit diesem zentralen Pförtner verbessern wir den Komfort und den Service für unsere Gäste erheblich. Er wird attraktiv gestaltet und auch eine repräsentative Visitenkarte gegenüber Kunden, Fremdfirmenmitarbeitern und anderen Gästen sein. Mit der neuen Einrichtung sind zudem für die täglich rund 300 Besucher kurze Wartezeiten und ein problemloses Parken garantiert", erklärte Bahnmüller. Für den zentralen Besucherempfang investiert Bayer Industry Services rund 2,3 Millionen Euro.

Sicherheit stets im Visier

Intensiv fortgeführt wurde der Sicherheitsdialog mit der Öffentlichkeit. In einer Auflage von 80.000 Exemplaren verteilte der Chemiepark Bayer Leverkusen im Herbst die aktualisierte Fassung der Informationsbroschüre gemäß Paragraph 11 der Störfallverordnung. Hier informieren die im Chemiepark angesiedelten Firmen über ihre Produkte und die Stoffe, mit denen sie arbeiten, sowie ihre Sicherheitsmaßnahmen und geben Ratschläge für den Ereignisfall. "Zu unserem `Verantwortlichen Handeln` gehört auch, die Nachbarn über mögliche Gefahrenpotenziale zu informieren, um sofort richtig zu reagieren. Deshalb sollte diese Broschüre stets griffbereit hinterlegt werden", so Bahnmüller.

Im Jahr 2003 wurde auch die Zentralisierung der Werkfeuerwehr in einem Gebäude realisiert. Nach 15 Monaten Bauzeit und einer Investition von sechs Millionen Euro verfügt die Werkfeuerwehr über ein komplettes Brandschutzzentrum, in dem Feuerwache, Fahrzeughallen, Werkstätten, Büros und Schulungsräume unter einem Dach angesiedelt sind.

Höchste Prämie für umweltschonende Idee

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind trotz der Veränderungen im Unternehmen mit hohem Engagement bei der Sache. Dies belegt auch das hohe Niveau der Beteiligung am Bayer-Ideen-Pool. Rund 5.550 Verbesserungsvorschläge wurden in Leverkusen im Jahr 2003 bis Oktober eingereicht. Die mit rund 40.000 Euro höchste Prämie erhielten vier Mitarbeiter der Energiedienste von Bayer Industry Services. Detlef Schwarz, Stephan Heinz, Joachim Stetten und Heinz-Jürgen Asma fanden heraus, wie ein flüssiges Kältemittel viel Energie einsparen kann. Das Mittel wird über ein Rohrleitungssystem bereitgestellt, das beim Verbraucher auf einen niedrigeren Druck entspannt wird und verdampft. Dabei entzieht es zum Beispiel einem Produkt oder einem Luftstrom Wärme und bewirkt die Kühlung.

Der Vorschlag hat auch für das Unternehmen einen hohen Wert: Der errechnete Nutzen liegt allein im ersten Jahr bei knapp 367.000 Euro. Ingesamt wurden die Ideen der Leverkusener Mitarbeiter bis Oktober dieses Jahres mit rund 1,2 Millionen Euro honoriert - bei einem wirtschaftlichen Vorteil für das Unternehmen von etwa 3,2 Millionen Euro.

"Eigenverantwortung" hieß das Motto für 2003

Die Motivation zu eigenverantwortlichem und vorbildhaftem Verhalten ist Kern der Responsible-Care-Jahresaktion 2003 im Chemiepark. Mit dieser freiwilligen Initiative verpflichtet sich Bayer, kontinuierlich an der Verbesserung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Sicherheit zu arbeiten. Nach der "Eigenverantwortung" wird das Thema der Jahresaktion 2004 "Ressourcenschonung" heißen. Mit verschiedenen Aktionen soll verstärkt ins Bewusstsein gebracht werden, dass die natürlichen Ressourcen begrenzt sind. An dieser Aktion beteiligen sich auch alle Chemiepark-Partner.

25.000 Gäste beim Tag der offenen Tür

Auch der Dialog mit der Öffentlichkeit gehört zu Responsible Care. Ein besonderes Beispiel dafür war in diesem Jahr der "Tag der offenen Tür". Am 20. September hatte Bayer seine Nachbarn zeitgleich an zwölf Standorten unter dem Motto "Chemie im Dialog" zum Blick hinter den Werkszaun eingeladen. Rund 85.000 Besucher folgten der Einladung - ein neuer Rekord für Bayer. Allein im Chemiepark Bayer Leverkusen kamen 25.000 Gäste und erlebten bei zahlreichen Besichtigungen, Werksrundfahrten und einem bunten Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie einen abwechslungsreichen Tag.

Drei Vereine feiern ihr 100-jähriges Bestehen

Im Jahr 2004 werden gleich drei Bayer-Vereine 100 Jahre alt. Die Jubiläen des TSV Bayer 04, der Bayer-Philharmoniker und des Bayer-Männerchors stehen im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen, zu denen auch die Nachbarn umfangreich eingeladen werden. Der offizielle Festakt zum Geburtstag von Bayer 04 ist für den 3. Juli 2004 geplant.

Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2005 laufen

Die Planungen für die LaGa 2005 auf dem Areal der Dhünnaue nehmen Konturen an: In einer gemeinsamen Ausstellung von Bayer und der Stadt Leverkusen werden die Maßnahmen zur Absicherung der Altlast Dhünnaue vorgestellt. Zudem präsentiert der Chemiepark Bayer Leverkusen auf 2.500 Quadratmetern Produkte, die für die Gestaltung der LaGa eingesetzt werden. "Damit zeigen wir auf der Landesgartenschau Flagge und schaffen eine Verbindung zwischen LaGa und Chemiepark", so Bahnmüller.

Absicherung der Altlast Dhünnaue abgeschlossen

Nach achtjähriger Bauzeit wurde im Juli 2003 die Absicherung der Altlast Dhünnaue im Beisein von Bärbel Höhn, Umweltministerin des Landes NRW, abgeschlossen. Die Gesamtinvestition für die Sanierung des Geländes betrug insgesamt 110 Millionen Euro - daran beteiligte sich Bayer mit über 80 Millionen Euro.


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Letzte Änderung am 18.02.2019 01:09 von leverkusen.
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