Stadtplan Leverkusen
07.05.2002 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Klaus Plump, langjähriger Leiter des Stadtarchivs, verstarb im Alter von 66 Jahren


Mit großer Betroffenheit haben Oberbürgermeister Paul Hebbel und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auf die Nachricht reagiert, dass Klaus Plump, langjähriger Leiter des Stadtarchivs, am Donnerstag, 2. Mai, nach schwerer Krankheit verstorben ist. Erst vor 18 Monaten hatte er die Leitung nach seinem erfolgreichen Wirken für die Stadt Leverkusen an seine Nachfolgerin, Gabriele John, weitergegeben.

Nach einem Studium von Germanistik und Geschichte und einem kurzen Gastspiel beim Finanzamt Moers begann Plump seine berufliche Laufbahn im öffentlichen Dient 1965 bei der Stadt Duisburg, wo er zunächst im Bereich Schullaufbahnberatungen arbeitete und später auch im dortigen Archiv tätig war.

1978 übernahm Plump dann die Leitung des Leverkusener Stadtarchivs in einer Zeit, als vieles nach der kommunalen Gebietsreform 1975 noch im Umbruch war. Plump hat nicht nur die historischen Verwaltungsunterlagen am Landrat-Trimborn-Platz zusammengeführt, er trug viel dazu bei, dass man heute vielfältige Belege dafür hat, wie lebendig die Geschichte der Stadt Leverkusen auch schon vor der Stadtgründung 1930 gewesen ist. Als Archivar hatte Plump vielfach "Klinken geputzt", um das Stadtarchiv zu dem zu machen, was es heute darstellt. So sind seiner Sammlungstätigkeit viele interessante Stücke zur Geschichte in den verschiedenen Leverkusener Stadtteilen zu verdanken, die bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Die Geschäftsführung in der Stadtgeschichtlichen Vereinigung als erstes Zusammenschluss, der sich der gesamtstädtischen Geschichte widmet, die Begleitung des Forschungsprojekts zur Dokumentation des Nationalsozialismus in Leverkusen, der Aufbau eines umfangreichen Zeitungsarchivs, das heute fast durchgängig Rückblicke bis 1848 ermöglicht, die Nutzung der Villa Römer als stadtgeschichtlichem Zentrum waren nur einige der weiteren Höhepunkte in Plumps 22jähriger Zeit als Leiter des Stadtarchivs.

In insgesamt 33 Ausstellungen gelang es Klaus Plump mit Erfolg, den Besuchern die lebendige und vielfältige Geschichte der Stadt Leverkusen näher zu bringen und damit auch bei den Bürgern dafür zu werben, die Möglichkeiten des Archivs verstärkt zu nutzen. Dabei habe er sich auch nicht gescheut unkonventionelle Wege zu gehen, um den Erfolg zu gewährleisten. So mussten bei der ersten Ausstellung auf die Schnelle ausgeliehene Mustervitrinen herhalten, weil die dafür georderten Möbel nicht rechtzeitig geliefert wurden. Dabei waren sich Plump und seine Mitarbeiter auch nicht zu schade, eine Nachtschicht einzulegen, damit die Ausstellung noch wie geplant eröffnet werden konnte.

Nach dem Motto "Niemals geht man so ganz" wollte Klaus Plump, der in Duisburg lebte, Leverkusen, dem Archiv und den Geschichtsvereinen auch nach seiner Pensionierung verbunden bleiben und an einem Buch zur Stadtgeschichte zum 75jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2005 mitwirken. Leider blieb ihm nicht mehr die Zeit, diesen Vorsätzen, die er bei seiner Pensionierung Ende November 2000 äußerte, noch zu beenden.

Klaus Plump hinterlässt eine Frau und drei erwachsene Kinder.


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Letzte Änderung am 21.12.2009 20:20 von leverkusen.
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