Stadtplan Leverkusen
11.03.2002 (Quelle: Bayer)
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Einigkeit unter neun führenden deutschen Unternehmen: e-Business hat sich etabliert


Gemeinsame Presseinformation von Allianz - Audi - Bayer - Bertelsmann - DaimlerChrysler - Deutsche Bank - IBM - Preussag - Siemens

Gerade im letzten Jahr zeigten Unternehmen der klassischen Wirtschaft, wie Internet und e-Business Gewinn bringend in traditionelle Geschäftsprozesse integriert werden können: Angefangen von der Beschaffung (e-Procurement) über den Vertrieb (e-Commerce) und Logistik bis hin zu internen Prozessen wie Schulung (e-Learning) und Verwaltung erfasst e-Business heute alle Unternehmensbereiche. Dies bestätigt auch Prof. Dr. Thomas Schildhauer, Direktor des Berliner Institute of Electronic Business: "Im Rahmen unserer aktuellen e-Strategy-Studie 'Wie wird e- zum Business?' haben wir 20 im e-Business führende Unternehmen analysiert und deren Entscheidungsträger interviewt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass e-Business nicht nur in den Köpfen der Unternehmensführung verankert ist, sondern bereits zum Tagesgeschäft gehört."
Wie e-Business in der Praxis umgesetzt wurde, dokumentieren beispielhaft die neun Unternehmen Allianz, Audi, Bayer, Bertelsmann, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, IBM, Preussag und Siemens anlässlich eines gemeinsamen Presse-Roundtables am 11. März 2002 in Hannover. Anhand von fünf Thesen zeigen die Unternehmen, dass e-Business aus den unternehmerischen Prozessen nicht mehr wegzudenken ist.

These 1: "Vision meets Value-Chain"
Visionen des e-Business werden in der Wertschöpfungskette Realität.

Während viele Visionen rund um das e-Business ihren wirtschaftlichen Erfolg von Teilaspekten der Internettechnologie abhängig machten, gelang es vor allem den etablierten Unternehmen, die Visionen der vernetzten Welt in ihre bewährten Geschäftsmodelle entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette zu integrieren. Jüngste Analysen des US-Marktforschungsunternehmens eMarketer zeigen zum Beispiel, dass sich der weltweite e-Commerce-Umsatz im Bereich Business-to-Business (B2B) auf rund 570 Millarden Euro beläuft. Der elektronische Verkauf von Waren an Endkunden (B2C) wuchs im Jahr 2001 auf ein geschätztes weltweites Gesamtvolumen von 114 Milliarden Euro.

These 2: "Technology becomes Mainstream"
Das Internet setzt sich durch Das Internet etabliert sich in Unternehmen und Privathaushalten. In Deutschland gibt es derzeit rund 37 Millionen Internet-Nutzer und inzwischen gehören E-Mail und Internet zur Standard-Technologie für die weltweite Kommunikation. Der Web-Browser hat sich als Tor in die vernetzte Wirtschaft durchgesetzt und das e-Business kann alle Wertschöpfungsstufen der einzelnen Branchen abdecken – von der Produktentwicklung und dem Einkauf über die Produktion und Logistik bis hin zum Vertrieb können alle Geschäftsbereiche und alle Geschäftspartner eingebunden werden. Firmen sparen Zeit und Kosten in all ihren Prozessen: Im Einkauf und in der Logistik beispielsweise durch elektronische Marktplätze mit Online-Auktionen und digitalen Kataloglösungen. Im Verkauf wird durch personalisierte und zugeschnittene Produktangebote die Kundenbindung verbessert. Nach einer Studie von Deutsche Bank Research hat beispielweise die Chemiebranche mit drei Milliarden Euro im Jahr 2001 ein Fünftel seiner B2B-Vertriebserlöse über virtuelle Marktplätze abgewickelt.

These 3: "The Economy gets networked"
Wirtschaft baut auf digitales Netzwerk Um die Vorteile in der Prozessoptimierung durch e-Business umfassend auszuschöpfen, haben viele Unternehmen ihre externen Geschäftspartner – häufig über Lieferanten- und Kundenportale – elektronisch eingebunden. Lieferanten erhalten Bestellungen elektronisch und können diese direkt in ihre internen Backend-Systeme integrieren; Kunden können Produkte und Dienstleistungen zuhause am PC konfigurieren und bestellen. Einen großen Beitrag zur Vernetzung der Unternehmen untereinander und mit ihren Kunden haben auch führende Internetmarktplätze wie Elemica (www.elemica.com) im Chemiebereich oder Covisint (www.covisint.com) im Automobilbereich geleistet. Im Endkundengeschäft reagieren die Unternehmen mit der konsequenten Verzahnung traditioneller Vertriebs- und Marketingwege (Kataloge, Shops) mit den Online-Kanälen (Internet, Mobilfunk). Der Zugang der Kunden zu Produkten und Dienstleistungen verbessert sich.

These 4: "Winners are the Participants"
Alle Beteiligten profitieren vom e-Business Alle Beteiligten profitieren von der digital vernetzten Welt.
Unternehmen und Zulieferer können mithilfe von e-Business-Prozessen ihre Produkte und Dienstleistungen schneller und kostengünstiger entwickeln und herstellen, wodurch sie ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Händler sparen Kosten im Vertrieb und können Einsparungen an den Kunden weitergeben. Laut der weltweiten "Organisation for Economic Co-Operation and Development" (OECD) kann zum Beispiel die Maschinenbaubranche rund 25 Prozent ihrer Kosten durch den Einsatz des Internets einsparen. Immerhin 10 bis 12 Prozent Kosteneinsparung könnten Branchen wie die Stahlindustrie, der Flugzeugbau, die Papier- und Chemieindustrie erreichen.

These 5: "Reality beats Perception" Realität übertrifft öffentliche Wahrnehmung
Die e-Business-Ergebnisse erfolgreicher Wirtschaftsunternehmen zeigen, dass sich Internet und e-Business etabliert haben und Gewinn bringend eingesetzt werden. Neun Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen an e-Business zeigen deutlich, wie die Technik international zum Einsatz kommt: Von den über 700 Gesellschaften der Allianz Gruppe haben bisher weltweit etwa 60 Prozent der Unternehmen Geschäftsprozesse webfähig gemacht und in die bestehenden Vertriebskanäle integriert.
Die AUDI AG ist an dem Marktplatz des VW Konzerns beteiligt; dort sind 5.500 Serienlieferanten elektronisch eingebunden. 500.000 Transaktionen wurden mit diesem im Jahr 2001 im Konzern online abgewickelt. Mit dem Vertriebsportal BayerONE hat die Bayer AG in 2001 bereits 275 Millionen Euro Umsatz erzielt. Die Bertelsmann AG ist mit fast 50 Millionen Besuchern pro Monat auf den verschiedenen Shop- und Entertainmentseiten (z. B. RTL World, BOL, stern.de) eines der führenden Medienunternehmen weltweit im Internet.

Die DaimlerChrysler AG hat im Jahr 2001 rund 10 Milliarden Euro Einkaufsvolumen über Online-Auktionen abgewickelt und mit den erzielten Einsparungen die bisherigen Investitionen ins e-Business refinanziert. Die Deutsche Bank AG wickelt Monat für Monat 30 Millionen Transaktionen über das Web ab. IBM hat in den letzten vier Jahren rund 6,8 Milliarden Euro durch ihre Investitionen in umfassende e-Business-Strategien eingespart und dabei die komplette Unternehmenskultur auf e-Business und Internet abgestimmt. Die Preussag AG registriert eine steigende Zahl von Online-Buchungen über tui.de und ist mit 15 Millionen Page Impressions und 1,3 Millionen Visits pro Monat sehr zuversichtlich, dass dieser Trend anhält. Die Siemens AG konnte im vergangenen Jahr ihre elektronischen Bestellungen auf knapp 11,5 Milliarden Euro sowie den Online-Anteil beim Einkauf auf über fünf Milliarden Euro steigern.


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Letzte Änderung am 17.10.2015 21:21 von leverkusen.
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